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Was Bedeutet Ag?

Was Bedeutet Ag
Vorteile und Nachteile einer AG – Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine beliebte Gesellschaftsform bei mittelständischen Unternehmen. Die Vorteile einer AG umfassen:

Haftungsbeschränkung auf Aktienwert Eigene Rechtsfähigkeit und hohe Reputation Problemlose Übertragbarkeit von Anteilen Finanzielle Unabhängigkeit durch Börsengang

Und das sind die Nachteile einer AG:

Notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags notwendig Hoher Verwaltungsaufwand Pflicht zur Bilanzierung nach HGB Hohes Grundkapital von 50.000 €

Was ist AG und GmbH?

Rechtsformen im Vergleich: AG vs. GmbH – Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine kapitalmarktorientierte Rechtsform, die von großen Unternehmen bevorzugt wird, die den Zugang zur Börse anstreben. Mit diesem Schritt öffnet sich das Unternehmen der Öffentlichkeit und sichert sich so einen großen Vorteil gegenüber anderen Kapitalgesellschaften : Durch die Ausgabe von Aktien profitiert die AG von der Möglichkeit der direkten Eigenkapitalfinanzierung.

Das Grundkapital wird von den Gesellschafterinnen und Gesellschaftern aufgebracht, die die Aktien der AG übernehmen. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) wird im Gegensatz dazu als geschlossene Gesellschaft bezeichnet. Ihr Grundkapital wird von den Gründerinnen und Gründern selbst aufgebracht.

Die rentabelste Möglichkeit, die GmbH zu finanzieren, besteht darin, Gewinne zurückzuhalten, um eine Rücklage zu bilden. Benötigt die GmbH weiteres Kapital, können ihre Gesellschafterinnen und Gesellschafter ihre Anteile erhöhen, neue Gesellschafterinnen und Gesellschafter zulassen oder auf eine Fremdfinanzierung setzen.

Wann ist eine Firma eine AG?

Kapital – Das in Aktien zerlegte Grundkapital der AG beträgt mindestens 50.000 €. Das Kapital kann in Form von Bar- oder Sacheinlagen erbracht werden. Bei Sacheinlagen ist der Nennbetrag der für die Einlage zu gewährenden Aktien in der Satzung festzulegen.

Was ist eine AG in Deutschland?

Aktiengesellschaft (AG) Kapitalgesellschaft, bei der das Grundkapital in Aktien aufgeteilt ist. Aktiengesellschaften (AGs) sind Kapitalgesellschaften, ihre Rechtsgrundlage ist das Aktiengesetz (AktG).

Was ist eine AG Beispiele?

Aktiengesellschaft (AG) Viele Unternehmen, vor allem große, sind Aktiengesellschaften. In Deutschland zum Beispiel die Autohersteller BMW, Daimler und VW, die Deutsche Post und die Deutsche Telekom. Der entscheidende Vorteil einer Aktiengesellschaft (kurz: AG) ist, dass sie sich relativ leicht Kapital beschaffen kann.

  1. Besonders dann, wenn die Anteile am Unternehmen – die Aktien – an Börsen gekauft und verkauft werden.
  2. So lassen sich zum Beispiel große Investitionen mit der Ausgabe von neuen Aktien finanzieren.
  3. Wer eine oder mehrere Aktien einer AG kauft, wird Miteigentümer des Unternehmens – und ist so auch am Erfolg beteiligt.

Denn ein Teil der Jahresgewinne wird in der Regel an die ausgeschüttet: als sogenannte Dividende. Aktionäre als Miteigentümer Im umgekehrten Fall verlieren die Aktionäre allerdings bei einem wirtschaftlichen Misserfolg der AG – im schlimmsten Fall einer Insolvenz – ihr eingesetztes Kapital zu einem Teil oder sogar ganz.

Die meisten börsennotierten Unternehmen haben eine Menge Aktionäre – aus dem In- und Ausland. Darunter sind große Gesellschaften wie Banken und Versicherungen, die das Kapital ihrer Kunden anlegen. Aber auch jeder kleine Sparer kann direkt Aktionär werden. Die Geschäfte einer Aktiengesellschaft führt der Vorstand.

Diese Manager werden vom Aufsichtsrat ernannt und kontrolliert. Den Aufsichtsrat wiederum wählen die Aktionäre. Sie treffen sich einmal im Jahr auf der Hauptversammlung. Dort können sie den Vorständen und Aufsichtsräten Fragen stellen, unter anderem zu den Geschäftsaussichten oder zur Bezahlung der Manager.

  • Wegen der Bestrebungen nach mehr Gemeinsamkeiten und rechtlicher Vereinfachung in der Europäischen Union gibt es seit 2004 die Europäische Aktiengesellschaft, abgekürzt SE (für die lateinischen Worte societas europaea).
  • Von den 30 größten deutschen Unternehmen an der Börse haben sich bisher zum Beispiel der Versicherer Allianz, der Chemiekonzern BASF und der Energieriese Eon von einer AG in eine SE umgewandelt.

Quelle: AKTIVonline, Joachim Herr : Aktiengesellschaft (AG)

Warum ist AG besser als GmbH?

In Kürze: 4 Unterschiede zwischen AG und GmbH –

AG GmbH
Mindestkapital CHF 100’000 CHF 20’000
Mindesteinzahlung Kapital 20%, mind. CHF 50’000 100%
Mindestnennwert mind.1 Rappen pro Aktie mind. CHF 100 pro Stammanteil
Anonymität Aktionäre werden nicht öffentlich publiziert Gesellschafter, Organe, Kapital und Stammeinlagen werden im Handelsregister publiziert.

In der Regel sind weniger Personen als Gesellschafter an einer GmbH beteiligt. Die Gesellschafter (GmbH) möchten sich im Gegensatz zu den Aktionären (AG) nicht bloss finanziell beteiligen, sondern auch an der Geschäftsführung mitwirken, und stehen enger mit der Gesellschaft in Verbindung.

Warum GmbH besser als AG?

Unterschiede zwischen AG und GmbH: Zusammenfassung – Obwohl sowohl GmbH als auch AG Kapitalgesellschaften sind, gibt es Unterschiede zwischen den Rechtsformen. Die AG genießt als Rechtsform wesentlich mehr Ansehen und hat einen besseren Ruf. Beim Kontakt mit Banken, Zulieferern und Kunden ist dies von großem Vorteil.

  • Um diese positiven Eigenschaften zu nutzen, müssen jedoch beträchtliche Vorleistungen erbracht werden, denn die Errichtung einer AG ist kostspielig.
  • Bei der Gründung ist die GmbH deutlich günstiger und einfacher, das minimale Stammkapital ist nur halb so groß wie der Aktiengesellschaft.
  • Ein weiterer Aspekt ist ein hoher Verwaltungsaufwand der AG aufgrund der strengen Regelungen des Aktiengesetzes.

Die Vorstandsmitglieder einer AG sind im Gegensatz zu den Geschäftsführern einer GmbH freier in der Ausgestaltung ihrer Geschäftsführung, da sie nicht den Weisungen eines Aufsichtsrats oder eines anderen Gremiums unterliegen. Der Unterschied zwischen einer AG und einer GmbH liegt auch in den Risiken, die für die Geschäftsleitung bestehen: Die Vorstände haben zwar eine größere Sorgfaltspflicht, aber für die GmbH-Geschäftsführer gilt in bestimmten Fällen die Durchgriffshaftung, was bedeutet, dass sie auch mit ihrem Privatvermögen haften.

  • Aktien haben eine deutlich einfachere Übertragbarkeit als Gesellschafter-Anteile einer GmbH, deren Übertragung beurkundet werden muss.
  • Der Unterschied zwischen AG und GmbH liegt hier in der Möglichkeit der AG, schneller neues Kapital aufzunehmen.
  • Zudem ist die Aktiengesellschaft unabhängiger von den Eigentümern.

Für welche Rechtsform sich ein Gründer letztendlich entscheidet, sollte sich nach den Zielen richten, die verfolgt werden und welche Strukturen am besten zur Art des Geschäfts passen.

Wer ist der Besitzer einer AG?

Rechte der Aktionäre – Ein Aktionär ist Inhaber eines Anteils an einer Aktiengesellschaft ( § 54 Abs.1 AktG). Aktionäre haben das Unternehmen bei der Unternehmensgründung oder nachfolgenden Kapitalerhöhungen mit Eigenkapital ausgestattet, oder haben die Anteile durch Übertragung von früheren Inhabern erworben.

  1. Vermögensrechte (durch Anteil des Anlegers am Gesellschaftsvermögen)
    • Dividendenrecht (Beteiligung am Bilanzgewinn)
    • Bezugsrecht (Wahrung des Anteils am Grundkapital bei Kapitalerhöhungen)
    • Anteil am Liquidationserlös bei Auflösung der AG
  2. Verwaltungsrechte (Wahrung der Interessen der Anteilseigner)
    • Antragsrecht zu Hauptversammlungen
    • Teilnahmerecht an Hauptversammlungen
    • Stimmrecht auf Hauptversammlungen
    • Auskunftsrecht zu Gesellschaftsangelegenheiten, die zur Beurteilung von Punkten der Tagesordnung auf der Hauptversammlung nötig sind
    • Anfechtungsrecht bei Verdacht auf nicht satzungsgemäße Beschlussfassung auf der Hauptversammlung

Bei börsennotierten Aktiengesellschaften können diese Rechte auf die depotführende Bank übertragen werden (für eine oder alle Hauptversammlungen über maximal 15 Monate). Eine Übertragung ist auch an andere juristische oder natürliche Personen (Verein, Geschäftspartner, Freunde, Bekannte) möglich.

Wer bekommt den Gewinn bei einer AG?

Die Gewinnverteilung richtet sich wie auch bei der GmbH nach den Geschäftsanteilen der Anteilseigner (Aktionäre). Je mehr Anteile (Aktien) an der AG ein Aktionär besitzt, desto größer ist auch seine Gewinnbeteiligung. Die Summe je Aktie, den eine AG an ihre Aktionäre ausschüttet, nennt man Dividende.

Hat eine AG einen Geschäftsführer?

Organe und Geschäftsführung einer AG – Innerhalb der verschiedenen Gesellschaften gibt es unterschiedliche Organe. Eine AG setzt sich aus der Geschäftsführung bzw. Vorstand zusammen, sowie einem Aufsichtsrat und einer Hauptversammlung. Geschäftsführung Wie auch die GmbH hat jede AG einen oder mehrere Geschäftsführer, die vom Aufsichtsrat berufen werden.

Sie vertreten das Unternehmen nach außen hin und bilden gemeinsam den Vorstand. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat muss bei einer AG von Anfang an vorhanden sein. Zu seinen Aufgaben zählen die Ernennung und die Überwachung des Vorstands. Außerdem vertritt der Aufsichtsrat die Interessen der AG gegenüber dem Vorstand.

Um Mitglied im Aufsichtsrat zu werden, muss von der Hauptversammlung ernannt und gewählt werden. Hauptversammlung Die Hauptversammlung ist ein beschließendes Organ. Bei der GmbH handelt es sich dabei um die Gesellschafterversammlung, bei der AG um die Hauptversammlung.

Was bedeutet AG bei Firmen?

Allgemeines – Die Aktiengesellschaft (AG) ist die typische Rechtsform für Großunternehmen. Sie ist die einzige Gesellschaftsform mit Zugang zum Kapitalmarkt, das heißt zur Börse. Ihr Hauptvorteil liegt in der Möglichkeit der direkten Eigenkapitalfinanzierung.

Um die Rechtsform der AG auch für mittelständische Unternehmen attraktiver zu machen, wurden 1994 unter dem Arbeitstitel ”Kleine AG” verschiedene Vereinfachungen (Zulässigkeit der Einpersonengründung, Aufhebung von Formalien im Rahmen der Hauptversammlung et cetera) in Kraft gesetzt, deren Bedeutung für die Praxis sich aber in Grenzen hält.

Die AG ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), für deren Verbindlichkeiten den Gläubigern lediglich das Gesellschaftsvermögen haftet. Die Gesellschaft ist selbst Trägerin von Rechten und Pflichten. Sie kann selbst klagen und verklagt werden sowie Eigentum an beweglichen Sachen und Grundstücken erwerben; sie verfügt über ein eigenes Vermögen und führt einen eigenen Namen.

See also:  Was Bedeutet Der Name Paul?

Ist eine AG ein privates Unternehmen?

Eine Aktiengesellschaft (Abkürzung der deutschen, österreichischen, liechtensteinischen, schweizerischen und belgischen Rechtsform : AG, in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz SA, für Société Anonyme; Abkürzungen weiterer Länder siehe unten ) ist eine privatrechtliche Vereinigung und wird durch das Aktienrecht geregelt.

Warum sollte man eine AG gründen?

Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen – Einer der wesentlichen Vorteile der AG, ist die Haftungsbeschränkung der Gesellschafterinnen und Gesellschafter auf das Gesellschaftsvermögen. Die Aktionäre haften ausschließlich in Höhe ihrer Anteile.

Was ist das Besondere an einer AG?

3. Erfordernisse für die Gründung einer AG – a) Gesellschafter Die Aktiengesellschaft kann durch eine oder mehrere Personen gegründet werden. Es gibt keine Mindestanzahl von Gesellschaftern mehr. Auch die Einmann-AG-Gründung ist daher möglich. Die Gründer (Aktionäre) können natürliche und juristische Personen sein.

  • Während sich die Beteiligungsverhältnisse an einer GmbH aus den Handelsregisterakten entnehmen lassen, genießen die Aktionäre der Aktiengesellschaft fast völlige Anonymität.
  • Eine Ausnahme bildet allerdings die Einpersonen-Gesellschaft.
  • Für den Fall, dass die Aktiengesellschaft durch eine Person gegründet wird oder sich nachträglich alle Aktien in einer Hand vereinigen, besteht eine Anmeldepflicht in Bezug auf den Namen, Beruf und Wohnort des alleinigen Aktionärs.

b) Kapital Das Grundkapital der AG beträgt wie erwähnt 50.000 € unabhängig davon, ob der Kapitalmarkt in Anspruch genommen wird. c) Unternehmensgegenstand Eine AG kann nahezu alle Zwecke verfolgen, die gesetzlich zulässig sind. Nach dem entsprechenden Standesrecht dürfen allerdings einige freie Berufe nicht in Form einer AG betrieben werden (z.B.

  1. Apotheken, Notare und Ärzte).
  2. D) Firmenbezeichnung Als Firma bezeichnet man den Namen, unter dem das Unternehmen tätig ist.
  3. Es kann eine Sachfirma (Beispiel: ABC Computerhandel AG), eine Namensfirma (Beispiel: Hans Müller AG) oder eine Phantasiefirma (Beispiel: TOPEC AG) sein.
  4. Auch eine gemischte Firma aus den vorgenannten Möglichkeiten ist zulässig.

In jedem Fall muss jedoch die Rechtsform, d.h. Aktiengesellschaft oder abgekürzt AG mit angegeben werden. Bei der Prüfung der Zulässigkeit der Firma durch das Registergericht sind die Grundsätze der Firmenwahrheit zu berücksichtigen. Der Firma darf kein Zusatz beigefügt werden, der geeignet ist, eine Täuschung über Art oder Umfang des Geschäfts herbeizuführen.

Geographische Zusätze sind grds. zulässig, wenn die Firma einen besonderen Bezug zu dem genannten Gebiet hat, z.B. ihren Sitz. Die Handelskammer Hamburg nimmt in Zweifelsfällen dem Gericht gegenüber zur Zulässigkeit des Firmennamens Stellung. Um frühzeitig eine eventuelle Verwechslungsgefahr oder mögliche Bedenken hinsichtlich der Firmenwahrheit und Firmenklarheit auszuschließen, empfiehlt sich in jedem Fall vorab eine Kontaktaufnahme mit unserer Handelskammer.

Bedenken Sie jedoch, dass im Rahmen der Handelsregisterüberprüfung nur die Verwechslungsgefahr mit am selben Ort eingetragenen Firmen geprüft wird. Da Sie sich als Neugründer jedoch auch Unterlassungsansprüchen von Berechtigten aus anderen Städten ausgesetzt sehen können, sollten Sie auch bundesweit eingetragene Firmen- und Markennamen in die Überprüfung mit einbeziehen.

e) Einhaltung von Form- und Publizitätsvorschriften aa) Notarielle Beurkundung: Feststellung der Satzung (Gesellschaftsvertrag) Die Feststellung der Satzung ist ein Rechtsakt, mit dem sich die Gründer über den Inhalt des Vertrages einigen. Sie ist notariell zu beurkunden. Ab der notariellen Eintragung bis zur Registereintragung existiert eine nicht rechtsfähige Vor-AG.

Die Satzung muss u.a. folgende Angaben enthalten: Firma, Sitz, Gegenstand des Unternehmens, Höhe des Grundkapitals, Nennbeträge der Aktien, Zahl der Aktien sowie Gattung derselben, Art ihrer Ausstellung (Inhaber- oder Namensaktien), Zahl der Vorstandsmitglieder.

  • Bb) Notarielle Beurkundung: Aufbringung des Grundkapitals Auch die Übernahme der Aktien durch die Gründer ist notariell zu beurkunden.
  • Cc) Notarielle Beurkundung: Bestellung der Organe Die Gründer müssen zunächst den ersten Aufsichtsrat sowie einen Prüfer für den Jahresabschluss der Gesellschaft für das erste Voll- und Rumpfgeschäftsjahr bestellen.

Auch dies ist wiederum notariell zu beurkunden. dd) Anmeldung und Eintragung ins Handelsregister Die Aktiengesellschaft ist eine juristische Person, d.h. eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, die erst mit der Eintragung in das Handelsregister entsteht.

Dafür ist zunächst die notariell beurkundete Satzung dem Registergericht zuzusenden. Die AG ist von allen Gründern und Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Eintragung in das Handelsregister beim Gericht anzumelden. Die Unterschrift und die Zeichnung der Firma müssen hierzu wiederum von einem Notar beglaubigt werden.

Erst wenn auf jede Aktie der eingeforderte Betrag ordnungsgemäß eingezahlt ist und endgültig zur freien Verfügung des Vorstandes steht, darf die Anmeldung erfolgen. Der Notar reicht die Anmeldung in elektronischer Form beim zuständigen Registergericht ein.

Was sind die Vorteile einer AG?

Vor- und Nachteile einer AG Mo.19.10.2015, 15:00 Die Vor- und Nachteile einer Aktiengesellschaft befinden sich in unterschiedlichsten Punkten. Um bei diesen unterschiedlichen Thematiken eine Übersicht zu behalten, nachstehend eine prägnante Auflistung der Vor- und Nachteile einer AG:

Vorteile:

Für Verbindlichkeiten einer AG haftet das Gesellschaftsvermögen, Aktionäre haften lediglich für ihren Teil am Aktienkapital Es ist eine Beteiligung rein finanzieller Art möglich, somit ist eine Mitwirkung in der Firma nicht von Nöten Höhere Kreditwürdigkeit aufgrund des hohen Mindestkapitals Kein Handelsregister-Eintrag der Aktionäre und keine Pflicht zur Publizität, lediglich die formellen Organe sind namentlich im Handelsregister einzutragen Gründung durch eine einzelne Person möglich Einfache Übertragung der Aktien Anonymität der Aktionäre Beteiligung möglich Bis auf den Zusatz AG freie Namenswahl Kapitalgewinne sind von den Steuern befreit

Nachteile:

Kosten höher, das Gesellschaftskapital muss mindestens CHF 100‘000 betragen Doppelbesteuerung Gründungsvorgang aufwändiger Verwaltungsaufwand höher

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Für wen lohnt sich eine Gründung einer AG?

Die Gründung einer AG ist lediglich für große Gründungsvorhaben geeignet. Wenn Sie als Start-up eine AG gründen, ist ein hohes Startkapital von 50.000 € erforderlich. Die Haftung ist bei der Aktiengesellschaft auf das Firmenvermögen beschränkt.

Wie hoch ist das Mindestkapital bei einer AG?

Die AG ist eine juristische Person. Das heißt, die AG ist Inhaber von Rechten und Pflichten und nicht der einzelne Gesellschafter (Aktionär). Die Aktionäre haften grundsätzlich nicht persönlich. Für die Verbindlichkeiten der AG haftet nur das Gesellschaftsvermögen (§ 1 Abs.1 AktG).

  1. Dies gilt jedoch erst dann, wenn die AG in das Handelsregister eingetragen ist.
  2. Die Aktionäre halten Anteile (Aktien) am Grundkapital der AG.
  3. I Mindestkapital: 50.000 Euro Das Grundkapital einer AG muss mindestens 50.000 Euro betragen (§ 7 AktG).
  4. Das Gesetz stellt zwingende Regeln auf, damit die Aktionäre das dem Grundkapital entsprechende Vermögen auch tatsächlich aufbringen und nicht wieder abziehen.

Eine Nachschusspflicht trifft den Aktionär jedoch nicht, wenn die Gesellschaft Verluste macht und das Gesellschaftsvermögen hinter der Grundkapitalziffer zurückbleibt. Bareinlagen müssen bei der Gründung mindestens zu einem Viertel des geringsten Ausgabebetrages (Nennbetrag oder auf die einzelne Stückaktie entfallender anteiliger Betrag am Grundkapital) geleistet werden.

  • Nennbetragsaktien, welche auf mindestens 1 Euro lauten müssen, oder als
  • Stückaktien ausgegeben werden, welche einen bestimmten Anteil am Grundkapital verkörpern (§ 8 AktG). In der Satzung wird neben der Höhe des Grundkapitals auch die Anzahl der ausgegebenen Stückaktien angegeben.

Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seiner Aktien kann durch die Satzung ausgeschlossen werden (§ 10 Abs.5 AktG). Alle Anteile können auch durch Globalurkunde (§ 9a DepotG) oder Mehrfachurkunde (1 Urkunde = 100 Aktien) verbrieft werden. III Drei Organe: Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand Die AG besteht aus drei Organen: 1.

  1. Die Hauptversammlung (HV) setzt sich aus den Aktionären der Gesellschaft zusammen und ist das Willensbildungsorgan der Gesellschaft (§§ 118 ff. AktG).
  2. Durch sie üben die Aktionäre ihre Rechte aus.
  3. Zuständigkeit und Aufgaben der HV erstrecken sich hauptsächlich auf die Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder, die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, Satzungsänderungen, Kapitalerhöhungen und Kapitalherabsetzungen.

In der HV können die Aktionäre vom Vorstand Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen (§ 131 AktG).2. Der Aufsichtsrat besteht mindestens aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden (§§ 95 Abs.1 Satz 1, 101 AktG).

  1. Bei Unternehmen, die mehr als 2.000 Arbeitnehmer beschäftigen, muss der Aufsichtsrat nach dem Mitbestimmungsgesetz zur Hälfte aus Arbeitnehmervertretern bestehen.
  2. Für Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern bestimmt das Drittbeteiligungsgesetz, dass der Aufsichtsrat zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern bestehen muss.

Wesentliche Aufgabe des Aufsichtsrates ist, den Vorstand zu bestellen und abzuberufen (§ 84 AktG), sowie dessen Überwachung und Beratung. Ein Aufsichtsratsmitglied kann nicht zugleich Mitglied des Vorstandes sein (§ 105 AktG).3. Dem Vorstand, welcher mindestens aus einer Person bestehen muss, ist die Geschäftsführung übertragen (§ 76 AktG).

Er vertritt die AG nach außen, wobei seine Vertretungsbefugnis nicht beschränkt werden kann. An Weisungen des Aufsichtsrats oder der Hauptversammlung ist er nicht gebunden. Bei mehreren Vorstandsmitgliedern besteht grundsätzlich Gesamtvertretungsbefugnis (§ 78 Abs.2). Die Satzung kann aber auch eine andere Art der Vertretungsbefugnis bestimmen (§ 78 Abs.3 AktG).

IV Gründung einer Aktiengesellschaft Die Gründung einer AG ist sowohl durch eine als auch durch mehrere Personen möglich (§ 2 AktG). Es gelten jedoch unabhängig von der Anzahl der Gründer immer oben genannte Voraussetzungen bzgl. der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder.

  1. Erstellung und notarielle Beurkundung der Satzung mit Übernahme der Aktien
  2. Bestellung von Aufsichtsrat, Abschlussprüfer und Vorstand
  3. Gründungsbericht und Gründungsprüfung
  4. Einzahlung oder Einbringung der Einlagen
  5. Anmeldung zum Handelsregister und Eintragung
See also:  Was Bedeutet Extrahieren?

Darüber hinaus ist auch der Erwerb der Aktien einer bereits eingetragenen „leeren” AG (Mantelkauf) oder eine Gründung durch Umwandlung (z.B. Formwechsel einer GmbH/ Personenhandelsgesellschaft in eine AG oder Verschmelzung einer GmbH mit einer AG) möglich.

  • Einberufungsfrist mindestens 30 Tage vor dem Hauptversammlungstermin;
  • Bekanntmachung von Firma, Sitz, Zeit und Ort der Hauptversammlung sowie der
  • Tagesordnung in den Gesellschaftsblättern/ elektronische Fassung des Bundesanzeigers (§§ 121 Abs.3, 124, 25 Satz 1 AktG). Außerdem sind die Bedingungen anzugeben, von denen die Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechtes abhängen. Bei Satzungsänderungen: Der Wortlaut des Vorschlags ist ebenfalls mitzuteilen.

Während der Hauptversammlung ist Folgendes zu beachten:

  • HV-Beschlüsse sind durch eine notariell aufgenommene Verhandlungsniederschrift zu beurkunden (§ 130 Abs.1 AktG);
  • Zur Beschlussfassung ist grundsätzlich eine einfache Stimmenmehrheit erforderlich (§ 133 Abs.1 AktG);

Gesetz oder Satzung können eine größere Mehrheit vorsehen: Grundlagenbeschlüsse (z.B. Satzungsänderung, Kapitalerhöhung) bedürfen neben der einfachen Stimmenmehrheit immer einer Mehrheit von drei Vierteln des anwesenden Grundkapitals. VI Rechnungslegung und Publizität Die AG muss als Jahresabschluss grundsätzlich eine Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und einen Anhang aufstellen sowie einen Lagebericht abgeben.

  • Unterscheidung in § 267 HGB zwischen großen (Abs.3), mittelgroßen (Abs.2) und kleineren Kapitalgesellschaften (Abs.1). An letztere sind bestimmte Erleichterungen geknüpft (z.B. späterer Einreichungstermin; kein Lagebericht). Börsennotierte AGs gelten immer als große Kapitalgesellschaften.
  • Konzernabschluss kapitalmarktorientierter AG : zwingend nach den International Accounting Standards (IAS)/ Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen (§ 315a HGB).
  • Konzernabschluss nicht-kapitalmarktorientierter AG : Wahlrecht zwischen HGB oder IAS/ IFRS-Abschluss (§ 315a Abs.3 HGB).
  • Einzelabschluss : HGB-Abschluss verpflichtend Der Jahresabschluss (und der Lagebericht) ist durch einen Abschlussprüfer zu prüfen.
  • Kleine Kapitalgesellschaften sind von der Prüfung befreit (§ 316 Satz 1 HGB).
  • Bei größeren Aktiengesellschaften wird der Prüfer durch HV gewählt (§ 119 Abs.1 Nr.4 AktG). Den Prüfungsauftrag erhält er vom Aufsichtsrat (§ 111 Abs.2 Satz 2 AktG).

Schließlich ist der Jahresabschluss zu veröffentlichen und zum Handelsregister einzureichen:

  • Große Aktiengesellschaften müssen im Bundeszeiger veröffentlichen. Große nichtkapitalmarktorientierte Aktiengesellschaften können an Stelle des HGB-Einzelabschlusses auch einen IAS-Abschluss veröffentlichen (§ 325 Abs.2a Satz 1 HGB)
  • Kleine und mittlere Aktiengesellschaften müssen lediglich eine Hinterlegungsbekanntmachung über die Einreichung beim Handelsregister veröffentlichen.

VII Gewinnverwendung

  • Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn (= Überschuss der Aktiv- über die Passivposten der Bilanz, zzgl. Gewinnvortrag und etwaiger Auflösung von Rücklagen und nach Bildung der vorgeschriebenen oder erlaubten Rücklagen);
  • Grundsätzlich Feststellung des Jahresabschlusses durch Vorstand und Aufsichtsrat; sie können diese Aufgabe der Hauptversammlung zuweisen (§ 172 Abs.1 AktG);
  • Gewinnverwendungsbeschluss (§ 174 AktG), in welchem die Hauptversammlung über die Dividende (= Bilanzgewinn abzüglich weiterer Einstellungen in Gewinnrücklagen oder Gewinnvortrag durch HV-Beschluss § 58 Abs.3 AktG) beschließt;
  • Die Dividende kann sowohl als Bar- als auch als Sachdividende (z.B. Aktien von Tochtergesellschaften) ausgeschüttet werden (§ 58 Abs.5 AktG).

VIII Übertragung von Aktien Eine Übertragung von Aktien erfolgt grundsätzlich formlos. Durch welches Rechtsgeschäft eine Übertragung stattzufinden hat und welche weiteren Erfordernisse erfüllt sein müssen, bestimmt sich nach der Art der Aktien:

  • Nichtverbriefte Aktien werden im Wege der Abtretung (§§ 398 ff. BGB) übertragen;
  • Namensaktien werden durch Indossament und Übergabe oder durch Abtretung übertragen;
  • Vinkulierte Namensaktien bedürfen neben den o.g. Voraussetzungen zur Übertragung der Zustimmung der Hauptversammlung;
  • Inhaberaktien durch Übereignung der Aktienurkunde;
  • Übertragung durch Tod: Im Erbfall gehen die Aktien kraft Gesetzes auf die Erben über (§§ 1922, 1967 BGB). Erbe tritt im vollen Umfang in die Rechtstellung des Erblassers ein. Aktien eines Unternehmens können an einer Börse gehandelt werden, wenn die AG den Gang an die Börse (Going Public) vollzogen hat. Für den Börsengang sind insbesondere die Vorschriften des BörsG und der BörsZulVO zu beachten. Die Notierung legt der Aktiengesellschaft weitere Pflichten auf (z.B. erweiterte Publizitätspflichten nach dem WpHG; zukünftig auch die Veröffentlichung von Vorstandsbezügen) und ist mit erheblichen Kosten verbunden.

VIV Zusammenfassung: Die wichtigsten Erleichterungen für die „kleine AG” Eine Definition der „kleinen AG” gibt es nicht. Vielmehr hat der Gesetzgeber an bestimmte Voraussetzungen Erleichterungen geknüpft, welche in der Regel auf AGs mit einem kleinen Aktionärskreis zutreffen.

  • Ein-Mann-AG möglich (§ 2 AktG), aber auch Aufsichtsrat erforderlich;
  • Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien kann ausgeschlossen oder eingeschränkt werden (§ 10 Abs.5 AktG);
  • Aktionäre namentlich bekannt : Einladung zur HV per eingeschriebenem Brief, wenn Aktionäre namentlich bekannt (§ 121 Abs.4 AktG);
  • Alle Aktionäre erschienen/vertreten: „Spontan-HV” möglich (§ 121 Abs.6 AktG);
  • Bei nicht-börsennotierter AG : Niederschrift über HV unter Verzicht der Beurkundung möglich (§ 130 Abs.1 Satz 3 AktG), soweit es sich nicht um Beschlüsse handelt, welche zwingend mit Drei-Viertel-Mehrheit gefasst werden müssen.

Autoren: Daniel Müller und Beate Scheibig Stand : Juni 2009 Hinweis : Dieses Merkblatt erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl es mit größter Sorgfalt erstellt wurde, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.

Wie hoch ist das Stammkapital einer AG?

5. Wie viel Kapital wird für die Gründung benötigt? – Das Grundkapital der AG beträgt 50.000 Euro. Es handelt sich um ein gesetzliches Mindestkapital. Wichtig ist, dass bei Gründung nicht zwingend das gesamte (versprochene) Barkapital bei Gründung eingezahlt werden muss.

  1. Die Gründungsaktionäre können bestimmen, dass entsprechend dem Gesetz zunächst nur ein Viertel des geringsten Ausgabebetrags einzuzahlen ist.
  2. Werden Aktien im Nennbetrag von einem Euro ausgegeben, so muss auf jede Aktie nur 0,25 EUR eingezahlt.
  3. Für die Gründung heißt dies, dass das gesetzliche Mindestkapital nicht in voller Höhe, sondern nur in Höhe von 12.500 Euro aufgebracht werden muss.

Mit anderen Worten: Eine AG Gründung ist an dieser Stelle nicht ”teurer” als eine GmbH-Gründung. Beispiel: Wird also eine Aktie im Nennwert von einem Euro zu zwei Euro ausgegeben, so sind auf diese Aktien zwingend mindestens 1,25 EUR einzuzahlen.

Was ist der Unterschied zwischen einer AG und SE?

Leitfaden zur SE vom Fachanwalt für Gesellschaftsrecht – Die SE ( lateinisch: Societas Europaea ) ist eine Aktiengesellschaft europäischen Rechts, die mit der deutschen Aktiengesellschaft vergleichbar ist. Die SE bietet allerdings flexiblere Möglichkeiten, die internen Strukturen des Unternehmens und die Mitbestimmung der Arbeitnehmer zu gestalten.

Was bedeutet AG und SE?

Einführung – Die Europäische Aktiengesellschaft (Europa-AG) wird auch Societas Europea (SE) genannt. Die gemeinschaftsrechtlichen Grundlagen sind die:

Verordnung über das Statut der Europäischen Aktiengesellschaft (Verordnung (EG) Nr.2157/2001 des Rates über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) v.8.10.2001 (ABlEG Nr. L 294/1 v.10.11.2001) Richtlinie zur Ergänzung des Statuts der Europäischen Aktiengesellschaft hinsichtlich der Beteiligung der Arbeitnehmer (Richtlinie 2001/86/EG des Rates vom 8. Oktober 2001 zur Ergänzung des Statuts der europäischen Gesellschaft hinsichtlich der Beteiligung der Arbeitnehmer (ABlEG Nr. L 294/22 v.10.11.2001))

Die Verordnung über das Statut regelt dabei aber nur Teilbereiche der Gründung und Organisation der Europa-AG, im Übrigen verweist sie auf die jeweiligen nationalen Ausführungsbestimmungen der Mitgliedsstaaten. Ergänzend findet daneben das jeweilige nationale Gesellschaftsrecht Anwendung.

Gesetz zur Einführung der europäischen Gesellschaft (SEEG) (BGBl.2004 S.3675)

Warum kleine AG?

summary#styleSummary” data-summary-target=”summary”> Die Kleine AG wurde für kleine und mittlere Unternehmen als weniger komplexe Alternative zur AG geschaffen. Alles, was Sie darüber wissen müssen, erfahren Sie hier.

Bei der Kleinen Aktiengesellschaft handelt es sich um eine nicht börsennotierte AG Die Kleine AG wurde für kleine und mittlere Unternehmen als Alternative zur GmbH geschaffen Für die kleine AG gelten Sonderregeln in Bezug auf die Anzahl der Aktionäre, der Zusammensetzung des Aufsichtsrates sowie der handelsrechtlichen Publizitätspflichten

Die Aktiengesellschaft ist aufgrund ihrer Komplexität eher für große Unternehmen geeignet. Um die AG auch für kleine und mittlere Unternehmen zu einer attraktiven Rechtsform zu machen, wurde mit der Kleinen Aktiengesellschaft eine AG mit vereinfachten Formvorschriften geschaffen.

Was ist ein AG Unternehmen?

Allgemeines – Die Aktiengesellschaft (AG) ist die typische Rechtsform für Großunternehmen. Sie ist die einzige Gesellschaftsform mit Zugang zum Kapitalmarkt, das heißt zur Börse. Ihr Hauptvorteil liegt in der Möglichkeit der direkten Eigenkapitalfinanzierung.

Um die Rechtsform der AG auch für mittelständische Unternehmen attraktiver zu machen, wurden 1994 unter dem Arbeitstitel ”Kleine AG” verschiedene Vereinfachungen (Zulässigkeit der Einpersonengründung, Aufhebung von Formalien im Rahmen der Hauptversammlung et cetera) in Kraft gesetzt, deren Bedeutung für die Praxis sich aber in Grenzen hält.

Die AG ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), für deren Verbindlichkeiten den Gläubigern lediglich das Gesellschaftsvermögen haftet. Die Gesellschaft ist selbst Trägerin von Rechten und Pflichten. Sie kann selbst klagen und verklagt werden sowie Eigentum an beweglichen Sachen und Grundstücken erwerben; sie verfügt über ein eigenes Vermögen und führt einen eigenen Namen.

See also:  Was Bedeutet Kurativ?

WANN IST AG besser als GmbH?

GmbH oder AG? Die kleine AG ist für mittelständische Unternehmen oft vorteilhaft (Foto: © Gina Sanders – stock.adobe.com) M ehr als 3.250.000 Unternehmen (Stand 2015) gibt es laut Statistischem Bundesamt in Deutschland. Zwei Drittel von ihnen sind Einzelunternehmen, ein Sechstel Kapitalgesellschaften.

  • Auf das verbleibende Sechstel kommen Personengesellschaften, Genossenschaften und weitere Rechtsformen.
  • Die klassischen Kapitalgesellschaften in Deutschland sind die Aktiengesellschaft, AG, und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, GmbH”, sagt Professor Dr.
  • Thomas Siegel.
  • Professor Siegel ist Steuerberater und Fachberater für Internationales Steuerrecht sowie stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats des Deutschen Gründerverbands.

„Eine Aktiengesellschaft ist eine hochprofessionelle Rechtsform. Der Gründer und Firmeninhaber signalisiert damit, wie ernst er es meint.” Aber auch eine GmbH agiert auf einem mittelprofessionellen Niveau. Während eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz: GbR, ohne Mindeststartkapital und mit wenigen formalen Anforderungen schnell gegründet werden kann, sieht es bei Kapitalgesellschaften anders aus.

Im Gegensatz zu Personengesellschaften, bei denen die Persönlichkeit der Gesellschafter im Vordergrund steht, ist es bei Kapitalgesellschaften ihr Vermögen. Grundlegende Unterschiede Die Höhe des Stammkapitals, das zur Gründung einer GmbH oder AG in die Hand genommen werden muss, ist unterschiedlich.

Die Einlagen für eine GmbH betragen 25.000 Euro, für eine AG 50.000 Euro. „Generell ist Unternehmensgründern eher von einer AG abzuraten”, ergänzt Siegel. Das liegt weniger an den höheren Einlagen, sondern vielmehr an dem aufwendigen und komplizierten Gründungsverfahren.

Im Aktiengesetz sind die Vorschriften genau festgelegt, des Weiteren müssen auch viele Schriftstücke und Vorgänge notariell beurkundet sein. „Wer als Gründer eine AG als Rechtsform wählt, muss auch von Anfang an seinen Aufsichtsrat berichten”, fügt Professor Siegel hinzu. Zwar unterliegt der Vorstand einer AG nicht den Weisungen des Aufsichtsrats – im Gegensatz zu den Geschäftsführern einer GmbH gegenüber den Gesellschaftern.

Die Vorstände sind aber dazu verpflichtet, die Geschäfte der AG ordentlich und gewissenhaft zu leiten. Der Geschäftsführer oder der Gesellschafter einer GmbH ist außerdem nicht komplett davor geschützt, gegenüber Gläubigern im Falle einer Insolvenz mit seinem Privatvermögen zu haften.

Ein Vorteil der AG gegenüber einer GmbH liegt darin, dass die AG schneller Kapital beschaffen kann, beispielsweise durch einen Börsengang oder eine kurzfristige Kapitalerhöhung. Auch sind die Aktien einfacher an andere zu übertragen als in einer GmbH, bei der die übertragenen Anteile beurkundet werden müssen.

Und: Egal, wie sich das Personenkarussell dreht, die AG ist unabhängig von den Eigentümern. Geschäftsführung, also der Vorstand, und die Geschäftskontrolle, der Aufsichtsrat, sind voneinander getrennt und unabhängig. „Vor allem für Unternehmen beispielsweise aus dem Hightech-Bereich, die viel Kapital benötigen, ist eine AG überaus interessant”, sagt Professor Siegel.

„Unternehmen, die aufgrund ihrer Tätigkeit wie Verleih von Baukränen oder Gaststätten den Rettungsschirm einer beschränkten Haftung benötigen, ist die Rechtsform einer GmbH zu empfehlen.” „Kleine” AG Neben der Aktiengesellschaft gibt es auch die sogenannte kleine Aktiengesellschaft, die ebenfalls über die Organe des Vorstandes und des Aufsichtsrats verfügt.

Allerdings ist diese kleine Schwester der AG nicht börsennotiert und auch vom Gründungsaufwand nicht so umfangreich. Auch die Einberufung zur Hauptversammlung ist hier einfacher, außerdem müssen nicht alle Beschlüsse der Hauptversammlung notariell beurkundet werden, sondern nur solche, die beispielsweise eine Dreiviertelmehrheit verlangen oder eine Aufstockung bzw.

Minderung des Grundkapitals betreffen. Daher ist diese AG als Rechtsform auch für mittelständische Unternehmen interessant: Sie profitieren von dem positiven Image einer Aktiengesellschaft, den verschiedenen Kapitalmaßnahmen, den Möglichkeiten, Kapital zu beschaffen, sowie der Mitarbeiterbindung durch Beteiligung.

Um im Wettbewerb mithalten und mitunter expandieren zu können, benötigen Unternehmen immer wieder Kapital. Der Vorteil auch von kleinen AGs ist, dass sie von Banken unabhängiger sind. Die AG kann jederzeit Aktien beispielsweise an Kapitalanleger oder Mitarbeiter verkaufen, ohne dass sich das Unternehmen von einer Bank prüfen und bewerten lassen muss.

Wer Mitarbeiter mittels Aktienanteilen an dem Unternehmen beteiligt, muss weniger Angst haben, dass der qualifizierte Mitarbeiter bei einem höheren Gehaltsangebot den Arbeitgeber wechselt – vorausgesetzt, der Mitarbeiter glaubt an die Zukunft des Unternehmens. In der kleinen AG können darüber hinaus auch stimmlose Vorzugsaktien an Mitarbeiter herausgegeben werden.

Unternehmensformen erklärt: GmbH, AG, UG, GbR, Inc., Ltd uvm. einfach erklärt!

Das ist vor allem für familiengeführte Unternehmen interessant, die ihren Einfluss auf Geschicke des Unternehmens nicht aus der Hand geben wollen. Zwar hat der Mitarbeiter dann kein Stimmrecht, doch profitiert er von einer bevorzugten, sprich höheren Dividende.

Bei Aktiengesellschaften, die weniger als 500 Mitarbeiter haben, sind keine Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat laut Gesetz notwendig. Formwechsel zur AG Mittelständische GmbHs können sich durch einen Formwechsel in eine AG verwandeln. Vollzogen ist der Wechsel mit einem Eintrag ins Handelsregister.

Trotz Wechsel bleibt der Rechtsträger identisch, es findet keine Vermögensübertragung von dem einen Rechtsträger auf den anderen statt. Da die AG als Rechtsnachfolgerin der GmbH auftritt, bleiben die bereits bestehenden Verträge gültig und werden übernommen.

Zunächst müssen die Gesellschafter der GmbH mehrheitlich die Umwandlung beschließen; dieser Beschluss muss ebenso wie die Satzung von einem Notar beurkundet sein. Im zweiten Schritt müssen die – möglicherweise – ausstehenden Einlagen für das Stammkapital eingezahlt werden. Darüber hinaus werden nun auch der Vorstand und der Aufsichtsrat benannt.

Des Weiteren ist ein Wirtschaftsprüfer für den Gründungsprüfungsbericht notwendig. Im letzten Schritt werden die Unterlagen beim Handelsregister eingereicht, das die Akte an das Registergericht weiter gibt. Karin Bünnagel | : GmbH oder AG?

Was ist eine gGmbH einfach erklärt?

gGmbH gründen: Das Wichtigste auf einen Blick

Die gemeinnützige GmbH (gGmbH) ist eine Sonderform der GmbH, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt und deshalb steuerliche Vorteile genießt.Mit dem Status der Gemeinnützigkeit fallen für die gGmbH z.B. keine Körperschafts – und Gewerbesteuer, Erbschaftssteuer oder Solidaritätszuschlag an. Im ideellen Bereich ist die gemeinnützige GmbH oft auch umsatzsteuerbefreit oder es gilt der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent.Die gemeinnützige GmbH bietet sich vor allem für „Social Entrepreneurs” an, die mit ihrem Unternehmen soziale oder gemeinnützige Ziele verfolgen, aber auch für Vereine, die eine Umwandlung in eine moderne, eher wirtschaftsorientierte Rechtsform anstreben.Für die Gründung einer gemeinnützigen GmbH sind eine Stammeinlage in Höhe von 25.000 Euro notwendig, sowie ein beurkundeter Gesellschaftsvertrag, die Eintragung ins Handelsregister und eine Gewerbeanmeldung,Der Gesellschaftsvertrag entscheidet über die Gemeinnützigkeit und sollte daher von einem Experten aufgesetzt werden. Neben dem präzise formulierten Gesellschaftszweck und dem Unternehmensgegenstand muss er u.a. Angaben zum Stammkapital, zu den Gesellschaftern und deren Geschäftsanteilen sowie zur Selbstlosigkeit aller Beteiligten enthalten.Gesellschafter einer gGmbH dürfen sich keine Gewinne auszahlen. Löhne und Gehälter dürfen nicht zu hoch sein und müssen der Erfüllung des in der gGmbH-Satzung festgelegten Zwecks dienen. Wichtig: wie bei GmbHs bezieht sich auch bei der gGmbH die Beschränkung der Haftung auf Gläubiger. Sprich: Bei Haftpflichtschäden haften Gesellschaft und Geschäftsführer grundsätzlich unbegrenzt und mit dem Privatvermögen, Darüber hinaus haften Geschäftsführer bei Fehlern in der Geschäftsführung mit dem Privatvermögen. Eine entsprechende Absicherung ist notwendig.

Die gemeinnützige GmbH (gGmbH) ist eine Sonderform der GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt und deshalb steuerliche Vorteile genießt. Behindertenwerkstätten, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Museen oder Kitas werden häufig als gGmbH geführt, aber auch im Klima- und Naturschutz gibt es immer mehr Beispiele.

Warum macht man eine AG?

Vor- und Nachteile einer AG Mo.19.10.2015, 15:00 Die Vor- und Nachteile einer Aktiengesellschaft befinden sich in unterschiedlichsten Punkten. Um bei diesen unterschiedlichen Thematiken eine Übersicht zu behalten, nachstehend eine prägnante Auflistung der Vor- und Nachteile einer AG:

Vorteile:

Für Verbindlichkeiten einer AG haftet das Gesellschaftsvermögen, Aktionäre haften lediglich für ihren Teil am Aktienkapital Es ist eine Beteiligung rein finanzieller Art möglich, somit ist eine Mitwirkung in der Firma nicht von Nöten Höhere Kreditwürdigkeit aufgrund des hohen Mindestkapitals Kein Handelsregister-Eintrag der Aktionäre und keine Pflicht zur Publizität, lediglich die formellen Organe sind namentlich im Handelsregister einzutragen Gründung durch eine einzelne Person möglich Einfache Übertragung der Aktien Anonymität der Aktionäre Beteiligung möglich Bis auf den Zusatz AG freie Namenswahl Kapitalgewinne sind von den Steuern befreit

Nachteile:

Kosten höher, das Gesellschaftskapital muss mindestens CHF 100‘000 betragen Doppelbesteuerung Gründungsvorgang aufwändiger Verwaltungsaufwand höher

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