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Was Bedeutet Paranoid?

Was Bedeutet Paranoid
Wie äußert sich eine paranoide Persönlichkeitsstörung? – Personen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung sind übermäßig misstrauisch und unterstellen ihren Mitmenschen ohne hinreichenden Grund schlechte Absichten. Dementsprechend vermeiden Personen mit paranoiden Zügen, sich anderen anzuvertrauen oder in einen engeren Kontakt mit ihnen zu treten.

Wie merke ich dass ich paranoid bin?

Bin ich paranoid? © XtravaganT / fotolia.com Personen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung sind übertrieben misstrauisch. Sie reagieren bei Kränkungen nachtragend und bei Zurückweisungen übertrieben empfindlich. Die Betroffenen neigen dazu, vieles, was sie erleben, als feindselig und gegen sich gerichtet zu empfinden.

  • Deshalb interpretieren sie selbst freundliche oder neutrale Handlungen anderer Menschen als negativ und feindlich gesinnt.
  • Oft sind sie auch rechthaberisch und streitsüchtig.
  • Manche Betroffenen sind übertrieben eifersüchtig und beharren darauf, dass ihr Partner sexuell untreu sei, obwohl es dafür objektiv gesehen keinen Grund gibt.

In einem Forum für Angehörige berichtet eine Frau über das Verhalten ihres Ehemannes, der an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung leidet. Er sei schon immer sehr misstrauisch gewesen und habe sich schnell ausgenutzt gefühlt. In guten Zeiten sei er aber auch liebevoll, lustig und großzügig.

  1. In manchen Zeiten ist er aber sehr paranoid und fasst jegliches neutrale Verhalten als feindselig auf.
  2. Wenn er von der Arbeit kommt, prüft er zum Beispiel als Erstes die ganze Wohnung auf Anzeichen, dass jemand an seinen persönlichen Sachen war oder dass seine Frau ihm untreu war.
  3. Er ist davon überzeugt, dass sie ihn betrügt.

Außerdem wird er oft wegen Kleinigkeiten wütend, beleidigt andere und zieht sich stunden- oder tagelang vor allen zurück. Selbst in harmlosen Kleinigkeiten entdeckt er oft eine negative Absicht. Als ihm seine Frau vorschlägt, zusammen in die Stadt zu fahren und dort etwas zu essen, wirft er ihr zum Beispiel vor, dass sie ihn nur vor allen Leuten bloßstellen wolle.

  1. Weil er bei fast allen Menschen vermutet, dass sie ihn nur ausnutzen wollten, hat er inzwischen außer der Familie überhaupt keine sozialen Kontakte mehr.
  2. Manchmal sagt er seiner Frau auch unvermittelt, dass es ihm leid tut, und überrascht sie mit einem Geschenk.
  3. Aber selbst in diesen guten Momenten weigert er sich, über seine paranoiden Vorstellungen zu sprechen.

Als seine Frau ihn bittet, es doch einmal mit einer Psychotherapie zu versuchen, ist er zunächst einverstanden, es mit einer Stunde zu probieren. Am nächsten Tag wirft er seiner Frau unvermittelt vor, dass sie ihn mit dieser Idee nur manipulieren wolle, beschimpft sie und zieht sich beleidigt zurück.

Warum wird man paranoid?

Paranoide Persönlichkeitsstörung: Ursachen und Risikofaktoren – Die genauen Ursachen von Persönlichkeitsstörungen sind bislang nicht geklärt – das gilt auch für die paranoide Persönlichkeitsstörung. Experten gehen davon aus, dass verschiedene Einflüsse bei der Entwicklung der Störung beteiligt sind.

Zum einen spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, zum anderen tragen auch die Erziehung und weitere Umwelteinflüsse zur Entstehung einer (paranoiden) Persönlichkeitsstörung bei. Dazu zählen insbesondere belastende Ereignisse – sie bereiten allgemein den Boden für die Entwicklung psychischer Störungen.

So berichten auch Menschen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung oft von traumatischen Erfahrungen in der Kindheit, zum Beispiel körperlichem oder emotionalem Missbrauch. Experten vermuten auch, dass Kinder, die wenig Zuwendung und Liebe erhalten, frustriert werden und infolgedessen Aggressionen entwickeln können.

Manche projizieren diese dann auf andere Menschen und sind in der Folge diesen gegenüber misstrauisch. Da sie erwarten, nur schlechte Erfahrungen mit anderen Personen zu machen, verhalten sie sich aggressiv. Dieses Verhalten erzeugt wiederum Konflikte, wodurch sie sich in ihrer schlechten Meinung von anderen bestätigt fühlen.

Es entsteht ein kaum zu durchbrechender Teufelskreis, der zur Entstehung einer paranoiden Persönlichkeitsstörung beitragen kann. Auch das Temperament eines Menschen spielt eine Rolle bei der Entwicklung von paranoiden Persönlichkeitsstörungen. Kinder, die grundsätzlich eine hohe Neigung zu Aggressivität haben, sind besonders gefährdet.

Sind paranoide Menschen gefährlich?

Paranoida lässt sich gut behandeln – Dass Menschen mit paranoiden Wahnvorstellungen zur Gefahr für sich selbst oder ihr Umfeld werden, das kommt dem Experten zufolge extrem selten vor. Wichtig sei aber in jedem Fall eine medikamentöse Behandlung der Symptome.

Denn Paranoia ist nichts, dass durch gutes Zureden oder Warten einfach wieder verschwindet. Im Gegenteil: „Wenn man solche Störungen rechtzeitig behandelt, bekommt man die Symptome zwar mittlerweile sehr gut in den Griff. Wenn man die Krankheit aber nicht medikamentös bekämpft, werden die Symptome nicht weniger, sondern eher stärker werden.” Da paranoide Vorstellungen das Ergebnis von Stoffwechselstörungen im Gehirn sind, ließen sie sich außerdem nicht „einfach wegpsychotherapieren”.

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Einer Behandlung muss der Patient zustimmen. Um Betroffene zu einer Therapie zu bewegen und sie dort zu behalten, erfordere es zumeist extreme Überzeugungskraft, meint der Facharzt für Psychatrie. „Meistens ist es aber so, dass Patienten, wenn sie denn endlich in Behandlung sind, recht schnell eine Bindung zum jeweiligen Therapeuten aufbauen und einsehen, dass das, was sie gedacht haben, krank ist”, erklärt er.

Was sind paranoide Züge?

Symptome und Anzeichen von PPD – Patienten mit paranoider Persönlichkeitsstörung verdächtigen andere, dass sie sie ausnutzen, täuschen oder ihnen schaden. Sie haben das Gefühl, dass sie jederzeit angegriffen werden können und ohne Grund. Auch wenn es wenige oder keine Beweise gibt, halten sie ihren Verdacht und ihre Gedanken aufrecht.

  1. Oft denken diese Patienten, dass andere sie stark und irreversibel verletzt haben.
  2. Sie sind hypervigilant, was mögliche Beleidigungen, Kränkungen, Drohungen und Illoyalität betrifft und suchen nach verborgenen Bedeutungen in Bemerkungen und Handlungen.
  3. Sie prüfen andere sorgfältig, um stützende Beweise für ihren Verdacht zu erlangen.

Zum Beispiel können sie ein Hilfsangebot dahingehend deuten, dass man annimmt, sie könnten ihre Aufgaben nicht alleine bewältigen. Wenn sie denken, dass sie in irgendeiner Weise beleidigt oder verletzt worden sind, vergeben sie nicht der Person, die sie verletzt hat.

Sie neigen dazu, zu kontern oder als Reaktion auf diese wahrgenommen Verletzungen wütend zu werden. Weil sie anderen misstrauen, fühlen sie ein Bedürfnis autonom zu sein und sich unter Kontrolle zu haben. Diese Patienten sind zögerlich darin, sich anderen anzuvertrauen oder enge Beziehungen zu anderen zu entwickeln, weil sie befürchten, dass die Informationen gegen sie verwendet werden.

Sie zweifeln an der Treue der Freunde und der Treue ihrer Ehegatten oder Partner. Sie können extrem eifersüchtig sein und ständig die Aktivitäten und die Motive ihres Ehegatten oder Partners in Frage stellen in dem Bemühen, ihre Eifersucht zu rechtfertigen.

Klinische Kriterien im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition ) gestellt.

Für die Diagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung, müssen die Patienten Folgendes haben

Beständiges Misstrauen und Misstrauen gegenüber anderen

Dieses Misstrauen und Misstrauen wird durch das Vorhandensein von ≥ 4 der Folgenden gezeigt:

Der unberechtigte Verdacht, dass andere Menschen sie ausbeuten, verletzen oder sie täuschen Die Beschäftigung mit nicht gerechtfertigten Zweifeln an der Zuverlässigkeit ihrer Freunde und Kollegen Abneigung sich anderen anzuvertrauen, damit die Informationen nicht gegen sie verwendet werden Fehlinterpretation von gutartigen Bemerkungen oder Ereignisse als ob diese eine versteckte herabwürdigende, feindliche oder bedrohliche Bedeutung hätten Geben anderen die Schuld für Beleidigungen, Verletzungen oder Kränkungen Die Bereitschaft zu denken, dass ihr Charakter oder ihr Ruf angegriffen wurden und die Schnelligkeit wütend zu reagieren oder zu kontern Wiederkehrende, ungerechtfertigte Verdächtigungen, dass ihre Ehepartner oder Partner untreu sei.

Außerdem müssen Symptome im frühen Erwachsenenalter begonnen haben. Ärzte können in der Regel eine paranoide Persönlichkeitsstörung von anderen Persönlichkeitsstörungen durch die Allgegenwart ihrer Paranoia in Bezug auf andere unterscheiden (z.B. in Bezug auf die mehr vorübergehende Paranoia der Borderline-Persönlichkeitsstörung) und durch die Kernfunktion jeder Störung: Eine paranoide Persönlichkeitsstörung kann von wahnhafter Störung Wahnhafte Störung Die wahnhafte Störung ist charakterisiert durch Wahnvorstellungen (falsche Überzeugungen), die mindestens 1 Monat lang fest bestehen, und das Fehlen von anderen Symptomen einer Psychose Wahnvorstellungen.

  1. Erfahren Sie mehr (Verfolgungs-Typ), Schizophrenie Schizophrenie Schizophrenie ist charakterisiert durch Psychose (Realitätsverlust), Halluzinationen (Wahrnehmungsstörungen), Wahnvorstellungen (falsche Überzeugungen), Inkongruenz von Denken und Handeln, Affektverflachung.
  2. Erfahren Sie mehr und einer depressive Störung und bipolare Störung Übersicht über affektive Störungen Affektive Störungen sind emotionale Störungen, bei denen sich über längere Zeiträume übermäßige Traurigkeit und/oder eine stark gehobene Stimmung zeigen.

Stimmungsstörungen können bei Kindern. Erfahren Sie mehr mit psychotischen Merkmalen unterschieden werden, da bei diesen Störungen, Episoden von psychotischen Symptomen (z.B. Wahnvorstellungen, Halluzinationen) prominent sind.

Kognitive Verhaltenstherapie

Keine Behandlungen haben sich als wirksam für eine paranoide Persönlichkeitsstörung erwiesen. HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: AUSGABE FÜR PATIENTEN ANSEHEN Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie wird jemand paranoid?

Die paranoide Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster von ungerechtfertigtem Misstrauen und Verdacht gegenüber anderen, wobei deren Motive als feindlich oder schädlich erklärt werden.

Weil Betroffene mit paranoider Persönlichkeitsstörung den Verdacht hegen, dass andere versuchen, sie auszunutzen, zu betrügen oder ihnen zu schaden, suchen sie ständig nach möglichen Beleidigungen, Zurücksetzungen oder Bedrohungen. Ärzte stellen die Diagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung anhand der spezifischen Symptome, unter anderem Misstrauen und Verdacht in vielen Aspekten des Lebens. Keine Behandlung ist hier effektiv. Die kognitive Verhaltenstherapie kann versucht werden, und Medikamente können einige Symptome lindern.

Persönlichkeitsstörungen Übersicht über die Persönlichkeitsstörungen Persönlichkeitsstörungen sind langanhaltende, tiefgreifende Muster des Denkens, der Wahrnehmung, der Reaktion und Bezugnahme, die dazu führen, dass die jeweilige Person stark darunter leidet.

Erfahren Sie mehr sind langanhaltende, tiefgreifende Muster des Denkens, der Wahrnehmung, der Reaktion und Bezugnahme, die dazu führen, dass die jeweilige Person stark darunter leidet und/oder ihr Lebensalltag beeinträchtigt wird. Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung misstrauen anderen und gehen davon aus, dass sie ihnen schaden oder sie betrügen wollen, selbst, wenn sie keinen oder nur unzureichende Gründe für diese Gefühle haben.

Die paranoide Persönlichkeitsstörung tritt bei ungefähr 2 bis mehr als 4 Prozent der Allgemeinbevölkerung in den USA auf. Sie ist unter Männern verbreiteter. Einige Evidenz deutet darauf hin, dass die paranoide Persönlichkeitsstörung in Familien vererbt wird.

Emotionaler und/oder körperlicher Missbrauch und Diskriminierung während der Kindheit können zur Herausbildung dieser Störung beitragen. Häufig liegen auch andere Störungen vor. Viele Menschen mit einer paranoiden Persönlichkeitsstörung haben zudem mindestens eine der folgenden Störungen: Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung verdächtigen andere, dass sie versuchen, diese auszunutzen, zu betrügen oder zu schädigen.

Sie denken, dass sie jederzeit und ohne Grund angegriffen werden können. Obwohl es kaum oder keine Beweise dafür gibt, bestehen sie auf Ihrem Verdacht und ihren Annahmen. Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung denken häufig, dass sie von anderen sehr und unwiderruflich verletzt wurden.

Sie suchen nach möglichen Beleidigungen, Herabsetzungen, Drohungen und Hintergehungen und nach versteckten Botschaften in Bemerkungen und Handlungen. Sie prüfen andere eingehend auf Beweise, die ihren Verdacht erhärten. Sie interpretieren zum Beispiel ein Hilfeangebot als versteckten Hinweis, dass man der Ansicht ist, sie könnten die Aufgabe nicht selbst erledigen.

Wenn sie glauben, dass sie auf irgendeine Weise beleidigt oder verletzt wurden, vergeben sie der Person nicht, die sie verletzt hat. Sie neigen dazu, zum Gegenangriff überzugehen oder eine aggressive Antwort auf vermeintliche Verletzungen zu geben. Weil sie anderen misstrauen, müssen sehr eigenständig und kontrolliert leben.

Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung vertrauen sich nicht gern an und entwickeln auch keine engen Beziehungen mit anderen, weil sie Angst haben, alles was sie von sich preisgeben, könnte gegen sie verwendet werden. Sie zweifeln auch die Loyalität von Freunden und die Treue vom Ehepartner oder Liebespartner an.

Sie können sehr eifersüchtig sein und die Aktivitäten und Motive ihrer Ehe- oder Liebespartner infrage stellen, um ihre Eifersucht zu rechtfertigen. Daher kann es sehr schwierig sein, mit Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung auszukommen. Wenn andere negativ auf sie reagieren, nehmen sie diese Reaktionen als Bestätigung ihrer ursprünglichen Verdachtsmomente.

Ärztliche Beurteilung auf der Basis spezifischer Kriterien

Damit Ärzte die Diagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung stellen können, müssen die Betroffenen hartnäckig misstrauisch und argwöhnisch gegenüber anderen sein, wie anhand von mindestens vier der folgenden Handlungen deutlich wird:

Sie argwöhnen ohne hinreichenden Grund, dass andere sie ausnutzen, verletzen oder hintergehen. Sie beschäftigen sich mit ungerechtfertigten Zweifeln über die Verlässlichkeit ihrer Freunde und Mitarbeiter. Sie vertrauen sich nur ungern anderen an, denn die Informationen könnten ja gegen sie verwendet werden. Sie interpretieren harmlose Bemerkungen oder Ereignisse falsch, indem sie versteckte herabwürdigende, feindliche oder bedrohliche Bedeutungen darin lesen. Sie sind nachtragend, wenn sie der Meinung sind, jemand habe sie beleidigt, verletzt oder herabgewürdigt. Sie sind schnell der Meinung, dass ihr Charakter oder ihr Ruf in Abrede gestellt wurde und reagieren dann aufgebracht oder gehen zum Gegenangriff vor Sie argwöhnen wiederholt, dass ihr Ehe- oder Liebespartner untreu ist, obwohl sie keinen ausreichenden Grund für diesen Argwohn haben.

Außerdem müssen die Symptome bereits früh in der Kindheit begonnen haben.

Kognitive Verhaltenstherapie

Weil Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung so argwöhnisch und misstrauisch sind, haben Ärzte häufig Probleme, eine kooperative Beziehung in gegenseitigem Respekt mit ihnen aufzubauen. Um eine Beziehung aufbauen zu können und damit die Betroffenen dazu zu ermutigen, an der Behandlung teilzunehmen, versuchen Ärzte häufig, sämtliche Verdachtsmomente, an denen irgendetwas dran ist, anzuerkennen. Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Was ist die schwerste Persönlichkeitsstörung?

Was schützt davor? – Vorbeugen ist schwierig. Je früher im Falle einer Erkrankung die Behandlung einsetzt, desto größer sind die Heilungschancen. Üblicherweise umfasst die Behandlung Psychopharmaka – Antidepressiva – sowie psychotherapeutische Unterstützung.

In manchen Fällen helfen auch Lichttherapie und Schlafentzug. Auf der nächsten Seite: Dissoziative Störungen, Neurose und Psychose 5. Dissoziative Störungen Mit der Dissoziation bekommt es etwa jeder Zehnte in seinem Leben zu tun. Darunter versteht der Psychiater die Abspaltung des Bewusstseins von früheren belastenden Erinnerungen und Gefühlen.

Diese Trennung von Denken und Wahrnehmung ist an und für sich ein gesunder Schutzmechanismus des Körpers auf belastende oder gefährliche Situationen. Kommt es jedoch auch in harmlosen Situationen zu einer Abspaltung oder werden diese Phasen und deren Folgen unkontrollierbar, so spricht der Experte von dissoziativen Störungen.

  • Es kommt zu einer verfälschten Wahrnehmung der eigenen Identität.
  • Der Betroffene fühlt sich nicht mehr als ganzheitliches Wesen, sondern eher als „neben sich selbst stehend”.
  • Was sind die Symptome? Bei dissoziativen Beschwerden kommt es zu den verschiedensten Störungen der Bewegungs- und Sinnesempfindung – ausgelöst durch belastende Ereignisse wie etwa Gewalteinwirkung.

Neben einem Gefühl der Entfremdung sind Erinnerungslücken, Gedächtnisverlust, Lähmungen, Seh- oder Hörstörungen weitere mögliche Beschwerden. Bei der „dissoziativen Fugue” (= Flucht) verschwindet der Betroffene aus seinem bisherigen Leben und nimmt eine neue Identität an.

Ist es normal Paranoia zu haben?

Ein bisschen Paranoia ist normal 4 Min.05.03.2020 Aus unserem online-Archiv Paranoide Gedanken können ein Ausgangspunkt für Verschwörungstheorien sein und treten bei verschiedenen psychischen Krankheiten auf. Foto: Shutterstock Nicht nur psychisch Kranke fühlen sich verfolgt – auch einige gesunde Menschen glauben, beobachtet zu werden.4 Min.05.03.2020 Aus unserem online-Archiv Nicht nur psychisch Kranke fühlen sich verfolgt – auch einige gesunde Menschen glauben, beobachtet zu werden. Ein zuweilen heiterer und nicht immer ernst gemeinter Blick auf das aktuelle Geschehen in Luxemburg. Dank Prinz François ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der zweitgeborene Sohn von Großherzog Henri seinen 39. Ehrentag heute in Luxemburg begeht. Der querschnittsgelähmte französische Geschäftsmann, der nach einem Gleitschirmunfall 1993 vom Hals an abwärts gelähmt war, wurde 72 Jahren alt. Internationale Zusammenarbeit von Sebastian WEISBRODT 2 Min.02.06.2023 Internationale Zusammenarbeit Ein neues Verfahren ermöglicht den Nachweis einer beginnenden neurodegenerativen Erkrankung – und könnte entscheidend für die Entwicklung von Therapien sein. von Sebastian WEISBRODT 2 Min.02.06.2023 Die heutige Kolumne von Tierärztin Romi Roth handelt von den Gefahren rein pflanzlicher Ernährung für Hunde und Katzen. : Ein bisschen Paranoia ist normal

Wie nennt man Menschen die andere ständig kontrollieren?

Kontrollfreak ist die umgangssprachlich abwertende Bezeichnung für eine Person, die versucht, alles um sich herum zu kontrollieren. Der später eingedeutschte englische Ausdruck „Control Freak” wurde erstmals in den späten 1960er Jahren benutzt, einer Zeit, in der viel Wert darauf gelegt wurde, dass Kontrollkämpfe und Fremdbestimmung zu vermeiden seien.

Welche Droge löst Paranoia aus?

Amphetamine machen wach und können das Selbstwertgefühl steigern – oder Angst und Panik erzeugen. Die stimulierende Droge kann psychotische Episoden mit paranoiden Wahnvorstellungen und Halluzinationen auslösen. Meist vergehen die Symptome nach ein paar Tagen Abstinenz, in manchen Fällen können Restsymptome aber über Monate anhalten. Bild: © istock.com / Yuri_Arcurs Ein 18-Jähriger nahm bereits seit einem Jahr Amphetamin, als er per Anhalter nach New York reiste, etwa 100 mg des Stimulanziums schluckte und einen Nachtclub betrat. Dort geriet er in einen Streit mit einem Mann und ging wieder.

  • Als er auf der Straße war, wurde er von der Vorstellung beherrscht, dass der Mann womöglich Freunde gerufen habe, die ihn „kriegen” wollen.
  • Jeder auf der Straße konnte dies sein.
  • Er bekam Angst, ging in sein Hotel und verbarrikadierte die Tür mit dem Bett.
  • Als er im Flur laut ein Radio hörte, nahm er an, dass es extra aufgedreht wurde, damit man seine Schreie nicht hört, wenn er ermordet werde.

Dann hörte er plötzlich Stimmen, die sagten: „Jetzt kriegen wir ihn!” In seiner Panik schnappte er sich ein Messer und rannte aus dem Hotel. Draußen stieß er auf einen Polizisten, der veranlasste, dass er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde.

Wie nennt man Menschen die sich ständig angegriffen fühlen?

Persönlichkeitsstörungen bezeichnen eine Klasse psychischer Störungen, bei denen bestimmte Merkmale der Persönlichkeit und des Verhaltens unflexibel, besonders ausgeprägt oder wenig angepasst sind. Circa 10 % der Weltbevölkerung leidet an dieser psychischen Erkrankung.

  1. Was heute als Persönlichkeitsstörung bezeichnet wird, nannte man früher z.B.
  2. Neurose, Hysterie oder Psychopathie.
  3. Da diese Begriffe aber sowohl mit Vorurteilen belastet als auch inhaltlich unklar waren, werden sie heutzutage nicht mehr verwendet.
  4. Es werden folgende Formen unterschieden: Paranoide Persönlichkeitsstörung Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung sind misstrauisch und immer darauf gefasst, von anderen angegriffen oder verletzt zu werden.

Auf Kritik reagieren sie überempfindlich und unangemessen. Fühlen sie sich benachteiligt oder angegriffen, gehen Betroffene zum Gegenangriff über. Borderline-Persönlichkeitsstörung Die Borderline-Persönlichkeitsstörung wird auch oft Borderline-Syndrom oder emotional-instabile Persönlichkeitsstörung genannt und ist von starken Stimmungsschwankungen geprägt.

Betroffene werden oft von einer Sekunde auf die andere wütend oder brechen in Tränen aus, verhalten sich sehr impulsiv und haben daher meist Schwierigkeiten im Umgang mit Anderen. Betroffene empfinden ihr eigenes Verhalten meist als fremd und können sich nicht mit sich selbst identifizieren. Zwanghafte Persönlichkeitsstörung Im Vordergrund einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung stehen eine extreme Ordnungsliebe und klare Vorstellungen von Regeln.

Betroffene können nicht damit umgehen, wenn Regeln nicht eingehalten werden oder etwas entgegen ihren Vorstellungen erledigt wird. Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung Menschen, die von einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung betroffen sind, verhalten sich in vielen zwischenmenschlichen Situationen schüchtern und unsicher.

Sie isolieren sich aus Angst vor Kritik oder Zurückweisung, stehen nicht gerne im Mittelpunkt und haben Schwierigkeiten vor Menschen zu sprechen. Oft empfinden sie sich zudem selbst als minderwertig. Betroffene sind anfällig für die Entwicklung anderer psychischer Erkrankungen, wie Angststörungen und Depressionen.

Abhängige Persönlichkeitsstörung Betroffene, die an einer abhängigen Persönlichkeitsstörung leiden, treffen ungern eigene Entscheidungen. Sie benötigen stets den Rat und die Bestätigung anderer, haben das Gefühl inkompetent zu sein und fühlen sich nicht in der Lage ein selbstständiges Leben zu führen.

  1. Antisoziale Persönlichkeitsstörung Wer an einer antisozialen Persönlichkeitsstörung leidet, ist oft aggressiv, impulsiv, empfindet Gleichgültigkeit gegenüber anderen und hat kein Schuldbewusstsein.
  2. Entsprechend handeln Betroffene oft gesetzeswidrig.
  3. Bei dieser Persönlichkeitsstörung werden unterschiedliche Typen differenziert, je nachdem, ob die eigene Impulsivität kontrolliert und die Gefühle anderer nachempfunden werden können oder nicht.

Schizotypische Persönlichkeitsstörung Betroffene, die an einer schizotypischen Persönlichkeitsstörung erkrankt sind, verhalten sich in sozialen Situationen unangemessen und exzentrisch. Sie leben zurückgezogen, sind in der Regel wenig emotional und haben kaum Kontakt zu anderen Menschen.

Zudem können Denken und Wahrnehmung des Betroffenen verzerrt sein. Teilweise entwickeln Personen, die an dieser Persönlichkeitsstörung erkrankt sind, ungewöhnliche Ideen und Glaubensvorstellungen. Narzisstische Persönlichkeitsstörung Menschen, die an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden, haben ein sehr großes Ego und sind der Überzeugung, alles drehe sich nur um sie.

Betroffene halten sich für großartig und überschätzen sich selbst. Sie erwarten, bewundert zu werden und haben Schwierigkeiten sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen. Diese Persönlichkeitsstörung wird oft von Größenfantasien begleitet. Histrionische Persönlichkeitsstörung Die histrionische Persönlichkeitsstörung (lat.

Was ist der Unterschied zwischen schizophren und paranoid?

Paranoide Schizophrenie: Sonstige Symptome – Neben den Wahnvorstellungen und Halluzinationen entwickeln paranoide Schizophrenie-Patienten häufig auch Zorn und, Sie sind oft unruhig und streitsüchtig. In sehr seltenen Fällen werden die Betroffenen auch gewalttätig.

  • Das kann passieren, wenn sie sich stark bedroht fühlen.
  • Hinweis: In diesem Fall sollten Angehörige sofort Hilfe holen – am besten ruft man den Notarzt! Den Betroffenen mit Worten zur Vernunft zu bewegen, ist zwecklos.
  • Besteht aufgrund der Schizophrenie eine akute Gefahr für den Betroffenen oder für andere Menschen, kann auch eine Zwangseinweisung gegen den Willen des Patienten notwendig werden.

Während einer Phase paranoider Schizophrenie treten in der Regel keine oder nur sehr schwache Sprachstörungen, motorische Störungen oder Antriebslosigkeit auf – Symptome, die für andere Schizophrenieformen typisch sind. Paranoide Schizophrenie-Patienten haben auch keine unpassenden oder verflachten Emotionen.

Wie nennt man Menschen die ständig Aufmerksamkeit brauchen?

Histrionische Persönlichkeitsstörung – Diese Persönlichkeitsstörung ist durch ein tiefgreifendes Muster übermäßiger Emotionalität und/oder ein Streben nach Aufmerksamkeit charakterisiert. Personen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung verlangen ständig danach, im Mittelpunkt zu stehen.

  1. Das Verhalten ist typischerweise darauf ausgerichtet, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
  2. Die histrionische Persönlichkeitsstörung führt dazu, dass sich betroffene Personen im Sozialkontakt häufig unangemessen, aufreizend bzw.
  3. Sexuell provokativ verhalten.
  4. Der Gefühlsausdruck ist oberflächlich und kann sehr rasch wechseln.

Personen mit dieser Störung nutzen ihr äußeres Erscheinungsbild, wie z.B. ihre Kleidung, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Es wird übermäßig viel Zeit auf die äußere Erscheinung verwendet oder die betreffende Person fühlt sich extrem gestört, wenn sie sich nicht attraktiv fühlt.

Erkennen kann man diese Form der Persönlichkeitsstörung auch am Sprachstil, der übertrieben impressionistisch ist und im Grunde genommen keine Details kennt, echte Fakten fehlen. Charmantes Auftreten, theatralisches In-Szene-Setzen, Weinen, Wutausbrüche bis hin zu Suizidandrohungen gehören zu dieser Persönlichkeitsstörung.

Nur flüchtige Bekannte werden mit unangemessener Begeisterung umarmt oder es kommt zu „Weinkrämpfen”, wobei das Ausmaß der emotionalen Reaktion in keinem Verhältnis zum Anlass steht. Personen mit dieser Störung sind auch häufig unsicher in ihren Meinungen und Ansichten und übernehmen daher schnell die Meinung anderer.

Wie nennt man eine Person die keine Kritik vertragen kann?

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster des Überlegenheitsgefühls (Größenwahn), dem Drang nach Bewunderung und fehlendem Mitgefühl.

Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung überschätzen ihre Fähigkeiten, übertreiben ihre Leistungen und neigen dazu, die Fähigkeiten anderer herunterzuspielen. Ärzte diagnostizieren eine narzisstische Persönlichkeitsstörung anhand der spezifischen Symptome, z.B. an der übertriebenen, unbegründeten Meinung, wichtig und besonders talentiert zu sein, dem Drang ständig bewundert werden zu wollen und einer Anspruchshaltung. Eine Psychotherapie, die sich auf die zugrundeliegenden Konflikte konzentriert, kann hilfreich sein.

Persönlichkeitsstörungen Übersicht über die Persönlichkeitsstörungen Persönlichkeitsstörungen sind langanhaltende, tiefgreifende Muster des Denkens, der Wahrnehmung, der Reaktion und Bezugnahme, die dazu führen, dass die jeweilige Person stark darunter leidet.

Erfahren Sie mehr sind langanhaltende, tiefgreifende Muster des Denkens, der Wahrnehmung, der Reaktion und Bezugnahme, die dazu führen, dass die jeweilige Person stark darunter leidet und/oder ihr Lebensalltag beeinträchtigt wird. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung haben ein überzogenes Selbstwertgefühl (Größenwahn).

Sie haben auch Probleme mit dem Selbstbewusstsein. Um ihr Überlegenheitsgefühl und ihr Selbstwertgefühl zu stärken, machen Sie das Folgende:

Sie verkehren mit besonderen Personen Sie treten Einrichtungen von Rang und Namen bei Sie werten andere Menschen ab

Sie möchten ebenfalls bewundert werden. Schätzungen darüber, wie häufig die narzisstische Persönlichkeitsstörung auftritt, schwanken, liegen aber vermutlich bei bis zu 6 Prozent der Allgemeinbevölkerung. Sie ist verbreiteter unter Männern. Häufig liegen auch andere Störungen vor.

  1. Diese umfassen eine oder mehrere der folgenden: Gene und Umweltfaktoren können zur Entstehung einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung beitragen.
  2. Eine andere Theorie deutet darauf hin, dass die Bezugspersonen mit dem Kind in einer Art und Weise umgegangen sind, die nicht dazu führte, dass das Kind ein stabiles Selbstwertgefühl entwickeln konnte.

Bezugspersonen können beispielsweise zu kritisch oder zu bewundernd oder zu nachlässig mit dem Kind gewesen sein. Einige Menschen mit dieser Störung haben besondere Talente oder Eigenschaften und sind es daher gewohnt, ihr Selbstbild und ihr Selbstwertgefühl mit der Bewunderung und Wertschätzung anderer in Verbindung zu bringen.

Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung überschätzen ihre Fähigkeiten und übertreiben ihre Leistungen (als Größenwahn bezeichnet). Sie denken, dass sie besser sind als andere, einzigartig oder besonders. Wen Sie ihren eigenen Wert und ihre Leistungen überschätzen, spielen sie auch häufig den Wert und die Leistungen anderer herunter.

Menschen mit dieser Störung beschäftigen sich dauernd mit ihren Fantasien und großen Errungenschaften – wie sie für ihre überwältigende Intelligenz oder Schönheit, für Ihren Ruf oder Einfluss bewundert werden, oder welch wunderbare Liebesbeziehung sie erleben.

Sie denken, dass sie sich nur mit solchen Menschen umgeben dürfen, die genauso besonders und talentiert sind wie sie selbst, nicht mit gewöhnlichen Menschen. Sie nutzen diese Beziehungen mit Menschen, die im Rampenlicht stehen, um ihre eigene Wertschätzung zu fördern und zu erhöhen. Weil Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung den übertriebenen Drang zur Bewunderung haben, hängt ihr Selbstwertgefühl davon ab, dass andere eine positive Meinung von ihnen haben.

Daher ist ihr Selbstwertgefühl in der Regel auch sehr instabil. Sie beobachten andere häufig, um feststellen zu können, wie diese über sie denken und beurteilen, wie gut sie bei den anderen abschneiden. Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung vertragen Kritik von anderen schlecht, da sie sich dadurch gleich beleidigt und abgelehnt fühlen.

Ärztliche Beurteilung auf der Basis spezifischer Kriterien

Damit Ärzte die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung stellen können, müssen die Betroffenen in tiefgreifender Weise ein überzogenes Selbstwertgefühl, Drang nach Bewunderung und fehlendes Einfühlungsvermögen an den Tag legen, was sich in mindestens fünf der folgenden Handlungen ausdrückt:

Sie haben ein übertriebenes, unbegründetes Gefühl, wichtig und talentiert zu sein (Größenwahn). Sie beschäftigen sich dauernd mit Fantasien von grenzenlosen Errungenschaften, Einfluss, Macht, Intelligenz, Schönheit oder perfekter Liebe. Sie glauben, dass sie besonders und einzigartig sind und dass sie sich nur mit Menschen von Rang und Namen einlassen sollten. Sie wollen bedingungslos bewundert werden. Sie haben eine Anspruchshaltung. Sie nutzen andere aus, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Sie haben kein Mitgefühl. Sie beneiden andere und denken, dass andere sie beneiden. Sie sind arrogant und überheblich.

Außerdem müssen die Symptome bereits früh in der Kindheit begonnen haben. Manche Konzepte, die für die Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt wurden, können zur Behandlung von Personen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung entsprechend angepasst werden. Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Welche Medikamente bei Paranoia?

Behandlung – Die Behandlung von ausgeprägten paranoiden Persönlichkeitsstörungen ist sehr komplex. Es gehört zum Krankheitsbild, dass den Betroffenen die Einsicht in ihr Kranksein fehlt. Daher erleben sie Ärzte und Mediziner grundsätzlich als Feinde. Entsprechend schwer ist es, dass für eine Psychotherapie notwendige Vertrauen herzustellen.

In der medikamentösen Therapie von paranoiden Persönlichkeitsstörungen werden vor allem beruhigende Wirkstoffe wie Diazepam, Alprazolam oder Clonazepam angewendet. Kommt es tatsächlich zu einem längeren therapeutischen Prozess kann ein Behandlungsversuch mit Antidepressiva wie Amitryptilin, Clomipramin oder Doxepin bzw.

mit angstlösenden Wirkstoffen wie Lorazepam oder Buspiron versucht werden. Allerdings kann die medikamentöse Behandlung eine psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen. Dabei hat sich vor allem die kognitive Verhaltenstherapie bewährt. Dieses Konzept basiert darauf, die Fehlwahrnehmung der Betroffenen und die daraus abgeleiteten Gedanken (disfunktionale Gedanken) durch ein realitätsnahes Weltbild und realistische Gedanken (funktionale Gedanken) zu ersetzen.

Was tun bei Paranoia Angehörige?

Wie können Sie Ihren Angehörigen mit einer Psychose möglichst gut unterstützen? – Wenn Sie Ihren Angehörigen mit einer Psychose gut unterstützen möchten, beachten Sie auch die allgemeinen Tipps unter „ Wie kann ein guter Umgang mit der psychischen Erkrankung gelingen? ” und „ Was können Angehörige selbst für ihre psychische Gesundheit tun? ” oder den ”Informationsteil für Angehörige”.

An einer Psychose Erkrankte erleben oft großen Stress. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Bleiben Sie selbst gelassen, sorgen Sie für eine ruhige, entspannte Atmosphäre und sprechen sie ruhig mit ihrem Angehörigen. Akzeptieren Sie, wenn er sich zurückziehen möchte. Und vermeiden Sie, mit ihm zu streiten oder ihm Vorwürfe zu machen. Unterstützende soziale Netzwerke sind für den Betroffenen sehr wichtig. Seien Sie einfach für Ihren Angehörigen da, zeigen Sie ihm, dass Sie ihn weiterhin lieben und zu ihm halten und unterstützen Sie ihn bei alltäglichen Dingen. Auch andere Netzwerke wie der Freundeskreis oder die Teilnahme an Freizeitgruppen können für den Erkrankten hilfreich sein. Eine vertraute Umgebung, Stabilität und vertraute Abläufe können Sicherheit geben und Ängste und Stress verringern. Angehörige sind oft unsicher, wie sie sich dem Erkrankten gegenüber verhalten und wie sie mit ihm sprechen sollen. Wichtig ist dabei Folgendes: Seien Sie Sie selbst und verstellen Sie sich nicht. Versuchen Sie nicht, dem Erkrankten seine Wahnvorstellungen auszureden, sondern interessieren Sie sich für das, was er wahrnimmt und erlebt. Die psychotischen Erlebnisse sind für viele sehr beängstigend und belastend. Nehmen Sie Ihren Angehörigen ernst und zeigen Sie Verständnis und Akzeptanz für seine Situation – ohne dabei direkt auf die Wahnvorstellungen einzugehen. Sie können versuchen, das Gespräch auf die gesunden Aspekte des Betroffenen oder auf andere, neutrale Themen zu lenken.

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Regen Sie Ihren Angehörigen zu regelmäßiger körperlicher Aktivität an, zum Beispiel, indem Sie gemeinsam mit ihm spazieren gehen. Wenn Ihr Angehöriger sich weigert, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann möglicherweise der Hausarzt eine erste Anlaufstelle sein. Oder vielleicht können Sie Ihren Angehörigen motivieren, einen Termin in einem Krisenzentrum, einer psychotherapeutischen oder psychiatrischen Praxis oder einer psychiatrische Ambulanz wahrzunehmen. Sollte Ihr Angehöriger aggressiv werden oder haben Sie das Gefühl, dass er sich selbst oder anderen Gewalt antun könnte, sollten Sie schnell Hilfe holen. Sie können zum Beispiel seinen behandelnden Arzt, den sozialpsychiatrischen Dienst oder den Notarzt anrufen. Besteht eine erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung, können Sie auch die Polizei rufen und den Betroffenen auch gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. Auch wenn Ihnen dieser Schritt drastisch erscheint: Dies ist wichtig, damit der Betroffene umgehend Hilfe erhält und zugleich andere geschützt werden.

Im Serviceteil finden Sie konkrete Leseempfehlungen und bundesweite Anlaufstellen, an die Sie sich mit Ihren Sorgen und Problemen als Angehöriger wenden können.

Was ist eigenwillig paranoid?

Empirische Forschung zur Klärungsorientierten Psychotherapie • Klärungsorientierte Psychotherapie: Empirische Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die Praxis • Effektivität Klärungsorientierter Psychotherapie: Erste Ergebnisse Effektivität Klärungsorientierter Psychotherapie: Erste Ergebnisse Rainer Sachse, Theo Schülken, Markus Leisch und Meike Sachse 1.

  1. Einleitung In der Klärungsorientierten Psychotherapie (KOP) wurden bisher Klientenprozesse und ihre Steuerung durch Therapeuten-Interventionen im Detail erforscht (siehe zusammenfassend Sachse & Sachse (2009)).
  2. Die Effekte/Erfolge von KOP wurden bisher nur in einer Studie an Klienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen untersucht (Sachse, 2006a), mit guten Ergebnissen.

Es ist jedoch notwendig, die Effektivität der KOP noch sehr viel ausführlicher zu untersuchen, insbesondere für Persönlichkeitsstörungen. In dieser Arbeit stellen wir nun die ersten Effektivitätsergebnisse in größerem Umfang dar. Uns steht nun seit drei Jahren die Ambulanz des Institutes für Psychologische Psychotherapie (IPP) als Forschungsplattform zur Verfügung und wir führen zur Zeit systematische Effektivitätsstudien an dieser Institution durch.

Die ersten Ergebnisse stellen wir nun hier in diesem Kapitel dar.2. KOP als Verhaltenstherapie Das IPP ist ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie: Daher wird an der Ambulanz Verhaltenstherapie durchgeführt. Wir führen deshalb dort von ”klassischen” verhaltenstherapeutischen Methoden wie Reizkonfrontationen, Kompetenz-Trainings etc., über kognitive Methoden bis zu Klärungsorientierter Therapie ein breites Spektrum von VT-Methoden durch.

KOP führen wir durch, weil wir von unserem Verständnis der Methode KOP als eine Weiterentwicklung der VT ansehen, KOP also als eine Methode im Spektrum der Verhaltenstherapie betrachten. Dafür sprechen sehr gewichtige Gründe:

  1. Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) erfüllt die von Margraf angeführten Kriterien von Verhaltenstherapie: Margraf (2009, S.6ff) definiert die Grundprinzipien von VT, die alle von der KOP erfüllt werden: a. VT orientiert sich an der empirischen Psychologie. KOP basiert in der Therapie- wie in der Störungstheorie in extrem hohem Ausmaß auf Konzepten und Erkenntnissen der wissenschaftlichen Psychologie: Auf Kognitionspsychologie, Motivationspsychologie, Emotionspsychologie, Lernpsychologie, Sprachpsychologie und Sozialpsychologie: Sowohl die Klärungsprozesse, als auch die Bearbeitungen von Schemata als auch die störungstheoretischen Konzepte sind extrem stark psychologisch untermauert (vgl. Sachse, 1992, 1995, 1999, 2001, 2002, 2003a, 2004, 2005, 2006b, 2006c, 2006d, 2006e, 2008, 2009; Sachse, Breil & Fasbender, 2009; Sachse, Fasbender & Breil, 2009; Sachse et al., 2008, 2009).b. VT ist problemorientiert. In der KOP geht es zentral darum, mit einem Klienten eine Problemdefinition zu erarbeiten und darum, diese Probleme psychologisch zu konzeptualisieren und im Therapieprozess Lösungen dafür zu erarbeiten (vgl. Sachse, 2003a).c. VT setzt an den Problembedingungen an. Dies tut KOP in hohem Maße: KOP setzt therapeutisch an den Bedingungen an, die als die zentralen, problemdeterminierenden Faktoren identifiziert werden (vgl. Sachse, 1992, 2005a).d. VT ist zielorientiert. KOP zielt sehr stark darauf ab, im Therapieprozess Ziele mit Klienten zu definieren, die durch die Therapie erreicht werden sollen. Aufgrund der Annahmen, dass Klienten eine hohe Alienation zu Therapiebeginn aufweisen können, geht KOP allerdings davon aus, dass oft mit Klienten sinnvolle Therapieziele noch nicht zu Therapiebeginn erarbeitet werden können (vgl. Sachse, 1992, 2003a).e. VT ist handlungsorientiert. Dies gilt für KOP in sehr hohem Maße: KOP definiert therapeutische Handlungsregeln und Handlungsstrategien und die Supervision richtet sich darauf aus, das konkrete therapeutische Handeln zu betrachten (vgl. Sachse, 1992, 2003a).f. VT ist nicht auf das therapeutische Setting begrenzt. Strategien der KOP sind nicht auf das ambulante Setting begrenzt, sondern sind auch anwendbar im stationären Setting und auch auf andere Bereiche übertragbar (vgl. Sachse, 2006f).g. VT ist transparent. Die KOP ist extrem transparent: Ein Klient kann alles fragen, erhält Informationen über Ziele, Techniken, Vorgehensweisen und kann alles offen mit dem Therapeuten diskutieren: Therapeuten sind in keiner Weise manipulativ (vgl. Sachse, 1992, 2001, 2003a).h. VT ist Hilfe zur Selbsthilfe. Zentrales Ziel der KOP ist die Herstellung einer guten Selbstregulation von Klienten: Klienten sollen in der Therapie natürlich auch ihre aktuellen Probleme lösen, sie sollen aber auch lernen, in Zukunft besser mit Problemen fertig zu werden (vgl. Sachse, 1992, 2003a).i. VT bemüht sich um ständige Weiterentwicklung. Die Publikationen zu KOP aus den letzten 20 Jahren lassen erkennen, dass das KOP-Konzept kontinuierlich weiterentwickelt, elaboriert, erweitert und verfeinert wird (vgl. Sachse, 2003a, 2003b; Sachse & Schlebusch, 2006; Sachse & Takens, 2003).
  2. KOP ist kompatibel mit der Entwicklung innerhalb der ”dritten Welle der Verhaltenstherapie” (vgl. Fasbender, 2009). KOP integriert ähnliche Aspekte in die VT wie die Aspekte der ”Achtsamkeit” etc.: Integriert werden Aspekte der Beziehungsgestaltung (z.B. im Sinne allgemeiner und komplementärer Beziehungsgestaltung), der Motivation und Emotion (z.B. im Sinne der Bearbeitung von Alienation), der therapeutischen Bearbeitung affektiver Schemata, der Bearbeitung intransparenten Interaktionsverhaltens u.a. Damit wird die VT um viele, psychologisch gut fundierte Konzepte und Strategien bereichert, die alle mit den Konzepten und Vorgehensweisen von VT kompatibel sind.
  3. Von der Entwicklung der KOP her hat KOP viele Aspekte von Zielorientierter Gesprächspsychotherapie und von process-experiential psychotherapy (vgl. Greenberg, Rice & Elliott, 1993) übernommen, jedoch auch viele Konzepte von Kognitiver Therapie (vgl. Beck, 1979; Beck et al., 1993): Die Schema-Theorie, kognitive Therapie-Strategien etc. KOP wurzelt daher von Anfang an stark in Konzepten der VT.
  4. KOP geht jedoch in vielen Aspekten (wie z.B. in der systematischen Konzeption und systematischen Erforschung von Klärungsprozessen) weit über bisherige VT und auch über Ansätze der Kognitiven Therapie hinaus, sodass KOP die VT um viele gut fundierte Konzepte und Vorgehensweisen bereichert (vgl. Sachse & Sachse, 2009).
See also:  Was Bedeutet Random?

3. Vorgehen Eine wesentliche empirische Frage, die bisher noch offen ist, ist die nach der Wirksamkeit von KOP: Zu deren Beantwortung soll diese Arbeit einen ersten Beitrag leisten. Im Institut für Psychologische Psychotherapie (IPP) haben wir nun die Möglichkeit, die Wirksamkeit von KOP erstmals systematisch zu erforschen.

Ausbildungskandidatinnen und Ausbildungskandidaten (AK), die in unserem Institut eine Approbationsausbildung absolvieren, führen in unserer Ambulanz Verhaltenstherapien durch und, wenn es eine Indikation dazu gibt, die spezielle, schema-bezogene Weiterentwicklung von VT, Klärungsorientierte Psychotherapie.

Eine Indikation zur KOP lag vor (vgl. Sachse & Breil, 2010), wenn die Klienten ein Problem aufwiesen,

  • das in wesentlichem Maße auf dysfunktionale und/oder kompensatorische Schemata zurückging,
  • die innerhalb der probatorischen Sitzungen vom Therapeuten und zwei Supervisoren identifiziert werden konnten.

Bei diesen Problemen handelte es sich um

  • Ängste, die auf Schemata zurückzuführen waren,
  • soziale Ängste, bei denen Schemata zentral waren,
  • Depressionen, bei denen entsprechende Schemata identifiziert werden konnten,
  • psychosomatische Störungen, die entsprechende Schemata aufwiesen,
  • Persönlichkeitsstörungen, die die zu erwartenden Schemata zeigten.

Nicht aufgenommen in die Studie wurden Klienten mit

  • Essstörungen,
  • Zwangsstörungen,
  • Abhängigkeiten.

Praktisch-therapeutisch umfasst Klärungsorientierte Psychotherapie folgende Vorgehensweisen:

  1. In Phase 1 der Therapie: Allgemeine und Komplementäre Beziehungsgestaltung durch den Therapeuten, beschrieben in: Sachse, 2006c.
  2. In Phase 2 der Therapie: Bearbeitung von Vermeidung bei Klienten mit psychosomatischen Störungen, beschrieben in: Sachse, 2006a. Aufbau eines Arbeitsauftrages bei Klienten mit Persönlichkeitsstörungen, beschrieben in: Sachse, 2004.
  3. In Phase 3 der Therapie: Klärung und Herausarbeitung relevanter dysfunktionaler und kompensatorischer Schemata, beschrieben in: Sachse, 1992, 2003a.
  4. In Phase 4 der Therapie: Therapeutische Bearbeitung problemrelevanter Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel, beschrieben in: Sachse et al., 2008.
  5. Phase 5 der Therapie: Trainings, Transfer in den Alltag, beschrieben in: Sachse et al., 2008.

4. Stichprobe Untersucht wurden die Vor- und Nacherhebungsdaten der ersten 269 Klienten, die in der Ambulanz des IPP behandelt wurden. Die Klienten wurden von insgesamt 36 Therapeuten behandelt. Von den 269 Klienten waren 175 weiblich und 94 männlich, das Durchschnittsalter betrug 37,3 Jahre.

  • Von den Klienten hatten 31% einen Hauptschulabschluss, 31% einen Realschulabschluss, 22% Abitur, 5% keinen Schulabschluss und 21% einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss; 44% waren arbeitslos und 41% waren Angestellte, 6% Arbeiter, 4% selbständig und 5% Beamte.
  • Fünfundzwanzig Prozent der Klienten hatten einen oder mehrere stationäre Psychiatrie-Aufenthalte und 36% hatten eine Vor-Therapie.

Von Achse-I-Störungen wiesen 28% der Klienten die Diagnose ”Affektive Störung”, 36% die Diagnose ”Angststörung”, 15% psychosomatische Störungen, 12% die Diagnose ”Abhängigkeitserkrankungen” auf. Von Achse-II-Störungen wiesen 87% der Klienten eine Persönlichkeitsstörung auf, davon 31% eine narzisstische, 23% eine histrionische, 13% eine Borderline-Störung.

  • Sie enthält viele Klienten, von denen man annehmen muss, dass sie nur schwer behandelbar sind, also keine nennenswerten therapeutischen Effekte aufweisen werden wie erfolglose Narzissten (Sachse, Sachse & Fasbender, in Vorbereitung) und erfolglose Histrioniker (Sachse, Fasbender & Sachse, in Vorbereitung). Dies wird die Effektstärken reduzieren.
  • Sie enthält Therapeuten, die Klärungsorientierte Psychotherapie nicht in idealer Weise realisieren: Auch dies wird die Effektstärken reduzieren.

Wir möchten jedoch feststellen, ob KOP trotz aller dieser Restriktionen sich als effektiv erweist.5. Messinstrumente In der Studie wurden verschiedene Instrumente zur Erfassung von Therapieerfolg verwendet, die im Folgenden beschrieben werden sollen.5.1 Inventar zur Erfassung Interpersonaler Probleme (IIP-D) Das Inventar zur Erfassung Interpersonaler Probleme (IIP-D) von Horowitz, Strauß und Kordy (1994) ist ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung interpersonaler Probleme im Umgang mit anderen Menschen.

  • dem Probanden schwer fallen und
  • die der Proband im Übermaß zeigt.

Das IIP-D liegt in einer Lang- und einer Kurzform vor. Diese Kurzform haben wir nach den entsprechenden Analysen der Berner Arbeitsgruppe übernommen. Die Auswertung kann über acht faktorenanalytisch gebildete Skalen erfolgen. Für die vorliegende Studie wurde aus zeitökonomischen Gründen die Kurzform mit den folgenden 6 Skalen gewählt: Personen mit hohen Werten auf der Skala zu introvertiert berichten über Probleme, Kontakte zu knüpfen, auf andere zuzugehen oder mit anderen etwas zu unternehmen. Außerdem beschreiben sie Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu zeigen. Den Gegenpol bildet die Skala zu expressiv (Horowitz et al., 1994).

Personen mit hohen Werten auf der Skala zu ausnutzbar berichten über Schwierigkeiten, sich von anderen abzugrenzen, ”Nein” zu sagen oder zu zeigen, dass sie wütend sind. Dazu beschreiben sie sich als leichtgläubig und als Personen, die sich leicht überreden lassen. Es fällt ihnen schwer, mit anderen zu streiten oder in ihren Ansichten fest zu bleiben, d.h.

sich nicht zu sehr ausnutzen zu lassen. Den Gegenpol bildet die Skala zu rachsüchtig (Horowitz et al., 1994). Personen mit hohen Werten auf der Skala zu unterwürfig berichten über Probleme, anderen mitzuteilen, was sie wollen. Es fällt ihnen schwer, sich gegenüber anderen zu behaupten, standfest zu sein, andere auch mit Problemen zu konfrontieren oder auch aggressiv zu sein.

Sie sehen sich als wenig selbstbewusst im Beisein anderer und tun sich schwer, eine Chef-Rolle zu übernehmen. Den Gegenpol bildet die Skala zu autokratisch (Horowitz et al., 1994). Personen mit hohen Werten auf der Skala zu streitsüchtig berichten über Probleme, anderen zu vertrauen oder anderen gegenüber zu misstrauisch zu sein.

Es fällt diesen Personen schwer, andere zu unterstützen, sich wirklich um die Probleme oder Bedürfnisse anderer zu kümmern. Sie beschreiben sich als missgünstig, streit- und rachsüchtig. Den Gegenpol bildet die Skala zu ausnutzbar (Horowitz et al., 1994).

Personen mit hohen Werten auf der Skala zu fürsorglich berichten, dass sie ihre eigenen Interessen und Wünsche gegenüber den Bedürfnissen anderer vernachlässigen, dass sie zu großzügig sind oder sich zu leicht durch die Not anderer anrühren lassen. Es fällt diesen Personen schwer, anderen Grenzen zu setzen.

Den Gegenpol bildet die Skala zu abweisend (Horowitz et al., 1994). Personen mit hohen Werten auf der Skala zu expressiv berichten über Schwierigkeiten, Dinge für sich zu behalten. Sie erzählen zu oft Persönliches von sich und öffnen sich zu sehr. Sie sehen sich als Personen, die zu viel Wert auf Beachtung durch andere legen und zu oft den Clown für andere spielen.

Außerdem fällt es ihnen schwer, allein zu sein. Diese Personen fühlen sich zu sehr für andere verantwortlich und haben gleichzeitig das Problem, sich aus den Angelegenheiten anderer herauszuhalten. Den Gegenpol bildet die Skala zu introvertiert (Horowitz et al., 1994). Für die IIP-Skalen liegen mittlerweile zahlreiche Validierungsstudien (z.B.

Wiggins & Pincus, 1992; Wuchner et al., 1993) vor. Demnach gilt der Fragebogen als geeignet für die Indikationsstellung bzw. Prognose im Rahmen der psychotherapeutischen Praxis. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die interpersonale Problematik mit anderen klinischen Merkmalen und Konstrukten (z.B.

Bindungsstile, Personenschemata) in Zusammenhang steht (z.B. Horowitz et al., 1988, 1993). Zudem sind die mit den IIP-Skalen erfassten Probleme geeignet, verschiedene Ausprägungen depressiver Störungen voneinander zu unterscheiden (vgl. Alden & Phillips, 1990). Die Retest-Reliabilitäten liegen zwischen r =,81 und r =,90.5.2 NEO-Fünf-Faktoren Inventar (NEO-FFI) nach Costa und McCrae Das NEO-Fünf-Faktoren Inventar (NEO-FFI), nach P.T.

Costa und R.R. McCrae, ist ein multidimensionales Persönlichkeitsinventar, zur Erfassung individueller Merkmalsausprägungen in den Bereichen (Borkenau & Ostendorf, 1993):

  • Neurotizismus,
  • Extraversion,
  • Offenheit für Erfahrung,
  • Verträglichkeit und
  • Gewissenhaftigkeit.

Von diesen fünf Skalen, die jeweils 12 Items umfassen, wurde die Skala Neurotizismus für die hier zu beschreibende Studie gewählt. Personen, die hohe Werte auf der Skala Neurotizismus zeigen, tendieren dazu, nervös, ängstlich, traurig, unsicher und verlegen zu sein. Sie machen sich häufig Sorgen um ihre Gesundheit und neigen zu unrealistischen Ideen und sind weniger in der Lage, ihre Bedürfnisse zu kontrollieren und auf Stresssituationen angemessen zu reagieren (Borkenau & Ostendorf, 1993).

  1. Die internen Konsistenzen der fünf Skalen liegen zwischen ? =,72 und ? =,87, die Retest-Reliabilitäten (fünf Jahre) zwischen r =,71 und r =,82.
  2. Für die Skala Neurotizismus wurde eine Retest-Stabilität von r =,80 ermittelt (Borkenau und Ostendorf, 1993).
  3. In den letzten Jahren konnten Studien zur Validität (Borkenau & Ostendorf, 1993, 2008), insbesondere Faktorenanalysen der Items des NEO-FFI sowie gemeinsame Faktorenanalysen der Skalen des NEO-FFI und anderer Persönlichkeitsinventare die Konstruktvalidität des Verfahrens zeigen.

Außerdem wurden die Befunde durch substanzielle Korrelationen zwischen den Skalen des NEO-FFI und Selbsteinschätzungen auf Adjektivskalen (r =,54 bis r =,80) und Korrelationen zwischen Selbst- und Bekanntenbeurteilungen (r =,49 bis r =,61) bekräftigt.5.3 Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung (SESA) Die Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung (SESA) von Sorembe und Westhoff (1985) erfasst das Selbstwerterleben einer Person.

Das Selbstwerterleben hat sich als ein globaler Maßstab für die im Rahmen einer Intervention erzielten Veränderungen bewährt, d.h. Therapieerfolge korrelieren positiv mit hohen Werten des Selbstwerterlebens. Eine Person, die sich als ausreichend kompetent einschätzt, ihre Probleme zu lösen, wird sich selbst im Vergleich zu einem Zeitpunkt, an dem sie dazu nicht in der Lage war, als ”wertvoller” erleben.

Die SESA ist die deutsche Version der von Berger entwickelten und auf der Persönlichkeitstheorie von Rogers aufbauenden Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung. Nach dem Konzept von Berger (1952) ist die sich selbst akzeptierende Person durch ein Verhalten charakterisiert, das durch internalisierte Werte und nicht durch äußeren Druck geleitet wird, durch einen Glauben an die eigene Kompetenz, sich mit den alltäglichen Lebensanforderungen erfolgreich auseinanderzusetzen, durch Verantwortlichkeit, durch konstruktive Annahme von Kritik, ein Gefühl für den Selbst-Wert und ein Fehlen von Scheu oder exzessiver Selbstbeobachtung (Robinson & Shaver, 1971). Die interne Konsistenz (Kuder-Richardson Formula 20) des Tests liegt bei r =,83. Entsprechend der zugrunde liegenden Theorie haben Erwachsene im Durchschnitt höhere Werte in der Selbstakzeptierung als Jugendliche, Nicht-Klienten wesentlich höhere Werte als Depressive (Sorembe und Westhoff, 1985).5.4 Brief Symptom Inventory (BSI) Das Brief Symptom Inventory (BSI), von L.R. Die Items der Skala Somatisierung fragen Belastungen ab, die durch die Wahrnehmung von körperlichen Dysfunktionen entstehen. Zu diesen Beschwerden zählen einfache körperliche Belastungen bis hin zu funktionellen Störungen, bezogen auf kardiovaskuläre, gastrointestinale, respiratorische Beschwerden und auf andere Körpersysteme mit starker autonomer Mediation, aber auch Informationen zu Schmerz und Unwohlsein in der Grobmuskulatur sowie körperliche Symptome der Angst können von den Fragen erfasst werden (Franke, 2000).

  • Die Fragen der Skala Zwanghaftigkeit fokussieren auf sechs Symptome, die eng mit dem klinischen Syndrom der Zwanghaftigkeit zusammenhängen.
  • Dazu zählen Gedanken, Impulse und Handlungen, die von der Person permanent als vorhanden, als nicht änderbar und als ich-dyston oder ungewollt erlebt werden.
  • Zudem sind bei dieser Skala Fragen integriert, die auf das Verhalten und Empfinden bei einer eher kognitiven Leistungsstörung abzielen (Franke, 2000).

Zur Skala Unsicherheit im Sozialkontakt gehören vier Items, die leichte soziale Unsicherheit bis hin zum Gefühl völliger persönlicher Unzulänglichkeit beschreiben. Im Vordergrund stehen Selbstzweifel, Selbstunsicherheit und negative Erwartungen in Bezug auf die Kommunikation und das interaktionelle Verhalten mit anderen.

  • Aber auch Gefühle persönlicher Unzulänglichkeit, Minderwertigkeit und Selbstabwertungen im sozialen Kontakt werden berücksichtigt (Franke, 2000).
  • Die Skala Depressivität umfasst Items, die sich mit Traurigkeit bis hin zur schweren klinisch manifesten Depression beschäftigen.
  • Dabei verdeutlichen dysphorische Verstimmungen und Gefühle ein vermindertes (hedonistisches) Interesse am Lebensalltag, einhergehend mit verringerter Motivation und Energie, Hoffnungslosigkeit und möglichen Suizidgedanken oder andere somatische und kognitive Korrelate der Depression (Franke, 2000).

Sechs Items beschreiben auf der Skala Ängstlichkeit körperlich spürbare Nervosität bis hin zu tiefer Angst. Im Einzelnen können manifeste Angst mit Nervosität, Spannungen und Zittern, Panikattacken und Schreckgefühle mit den Fragen erfasst werden. Die kognitiven Aspekte umfassen Gefühle von Besorgnis und Furcht sowie somatische Korrelate der Angst (Franke, 2000).

  • Die Fragen der Skala Aggressivität / Feindseligkeit zielen auf Zustände der Reizbarkeit und Unausgeglichenheit bis hin zu starker Aggressivität mit feindseligen Aspekten.
  • Weitere Informationen geben die Items zu den psychologischen Komponenten: Ärger, Aggression, Irritierbarkeit, Zorn und Verstimmung (Franke, 2000).

Die Items der Skala Phobische Angst beschreiben ein leichtes Gefühl von Bedrohung bis hin zur massiven phobischen Angst. Charakteristisch für diese Skala sind Zustände andauernder und unangemessener Furcht als Reaktion auf eine bestimmte Person, einen Platz, ein Objekt oder eine bestimmte Situation, die zu Vermeidungs- oder Fluchtverhalten führen.

  1. Dabei konzentrieren sich die Fragen hauptsächlich auf die mehr pathogenen und spaltenden Manifestationen des phobischen Verhaltens (Franke, 2000).
  2. Bei der Skala Paranoides Denken handelt es sich um Fragen, die auf Misstrauen und Minderwertigkeitsgefühle bis hin zu starkem paranoidem Denken abzielen, wobei paranoides Verhalten grundsätzlich als Denkstörung verstanden wird, d.h.

Gedankenprojektion, Feindseligkeit, Argwohn, Grandiosität, Einengung, Angst vor Autonomieverlust und wahnhafte Täuschung werden als primäre Aspekte der Störung definiert (Franke, 2000; Swanson, Bohnert & Smith, 1970). Die Items der Skala Psychotizismus beschreiben das ”milde” Gefühl der Isolation und Entfremdung bis hin zur dramatischen Evidenz psychotischer Episoden.

  • Die Skala umfasst eine kontinuierliche Dimension des menschlichen Erlebens, die von verzerrtem, isoliertem, schizoiden Lebensstil bis hin zu Primärsymptomen der Schizophrenie wie Halluzination und Gedankenzerfall reicht (Franke, 2000).
  • Neben den Informationen, die der Diagnostiker auf Skalenebene erhält, ermittelt das BSI zusätzlich drei globale Kennwerte.

Diese geben Auskunft über das Antwortverhalten der Probanden bei allen Fragen des Inventars. Der sogenannte GSI (Global Severity Index) misst die grundsätzliche psychische Belastung, der PSDI (Positive Symptom Distress Index) misst die Intensität der Antworten und der PST (Positive Symptom Total) gibt Auskunft über die Anzahl der Symptome, bei denen eine Belastung vorliegt (Franke, 2000).

  • In einer Studie des Essener Zentrums für Innere Medizin fanden sich an einer Stichprobe von 529 niereninsuffizienten Patienten bei den 9 Skalen interne Konsistenzen zwischen a =,63 und a =,85.
  • Die Retest-Reliabilität nach einer Woche lag in einer Gruppe von 50 Studierenden zwischen rtt =,73 und rtt =,92.5.5 Handlungskontrolle (HAKEMP) Das Konzept der Handlungs-Lage-Orientierung wurde von Kuhl (1994) entwickelt.

Handlungs-Orientierung umschreibt einen Verarbeitungsmodus, bei dem Personen Informationen gezielt nutzen, Entscheidungen treffen, gezielt handeln, sich wenig ablenken lassen und auf Misserfolge mit vermehrter Anstrengung reagieren. Handlungs-Orientierung impliziert die Fähigkeit, Handlungen trotz Misserfolg weiterzuführen und nicht lange über Misserfolge oder Ursachen der Misserfolge zu grübeln.

  • Sie beinhaltet das Nachdenken über Problemlösungen und die Möglichkeit, aktiv zu handeln, um möglichst schnell neue Versuche zu starten.
  • Lage-Orientierung umschreibt einen Modus, bei dem Personen lange grübeln, Informationen ungerichtet sammeln, sich nur schwer entscheiden können, wenig zielgerichtet handeln und auf Misserfolg mit Resignation reagieren (vgl.

Kuhl, 1987a, 1987b, 1999). Lage-Orientierung impliziert Aufgeben und Paralyse nach Misserfolg, langes Grübeln über die Ursachen von Misserfolg und Selbstvorwürfe, sowie kaum Nachdenken über Problemlösungen und sich nicht trauen, neue Versuche zu starten.

Eine hohe Lage-Orientierung, zusammen mit einer belastenden Lebenssituation, führt zu einer eher passiven Haltung dem Problem gegenüber: Zu Grübeln, Selbstvorwürfen, endlosem Analysieren u.a., jedoch nicht zur Bildung von Intentionen, nicht zum Treffen konkreter Entscheidungen, nicht zu aktivem Handeln.

Das psychodiagnostische Instrument Handlungskontrolle nach Erfolg und Misserfolg (HAKEMP) von Kuhl (1990) stellt innerhalb unterschiedlicher Rahmenbedingungen eine aktive Handlungs-Orientierung einer passiven Lage-Orientierung gegenüber. Hieraus kann auf die Veränderungsmotivation eines Klienten geschlossen werden.

Personen, die dazu tendieren, ihre Probleme eher als gegeben hinzunehmen und zu ertragen, werden aus eigener Initiative kaum Anstrengungen in Richtung einer konsequenten Problemlösung unternehmen. Der Test umfasst zwei Skalen mit jeweils 12 Items, die eine bestimmte Situation beschreiben zu der zwei Antwortmöglichkeiten bestehen.

Die eine steht für Handlungs-Orientierung, die andere für Lage-Orientierung und der Proband soll durch Ankreuzen deutlich machen, welche eher auf ihn zutrifft. Die Skala Handlungsorientierung nach Misserfolg erfasst, ob sich eine Person nach einem Misserfolg oder einem unangenehmen Ereignis noch lange mit diesem gedanklich beschäftigt, oder schnell zu anderen Aktivitäten übergehen kann. Die Skala Handlungsorientierung bei der Handlungsplanung erfasst, ob eine Person Schwierigkeiten hat, eine Handlung, die sie sich vorgenommen hat, auch zu beginnen.

Beide Skalen weisen eine hohe interne Konsistenz (Cronbachs alpha) zwischen a =,70 und a =,82 auf (Kuhl und Kázan, 1997).5.6 Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) Die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) von Schwarzer und Jerusalem (1999) ist über 20 Jahre hinweg in redaktionell nur leicht veränderten Versionen eingesetzt worden.

Die verwendeten Items in der vorliegenden Studie entsprechen der aktuellsten Version. Die Skala SWE wird bei Erwachsenen und Jugendlichen eingesetzt (12 Jahre bis ins hohe Alter) und dient der Persönlichkeits-diagnostik. Die Skala SWE ist ein Selbstbeurteilungsverfahren mit 10 Items zur Erfassung von allgemeinen optimistischen Selbstüberzeugungen. Es misst die optimistische Kompetenzerwartung, also das Vertrauen darauf, eine schwierige Lage zu meistern, wobei der Erfolg der eigenen Kompetenz zugeschrieben wird.

  • Das Instrument ist auf der Grundlage des Selbstwirksamkeitskonzepts (perceived self-efficacy) entstanden, das Bandura erstmalig 1977 formuliert hatte und das einen wesentlichen Aspekt seiner sozial-kognitiven Theorie (Bandura, 1977) ausmacht.
  • Es ist als ein situations-spezifisches Konstrukt gedacht, wobei der Grad an Spezifität variieren kann.

Allgemeine SWE stellt dazu einen extremen Pol dar und beruht auf der Annahme, dass Menschen ihre Erfolgs- und Misserfolgserwartungen sich selbst zuschreiben und danach generalisieren können. Dabei finden nicht nur induktive Prozesse (von spezifisch zu allgemein), sondern auch deduktive Prozesse (von allgemein zu spezifisch) statt.

  1. Die Skala SWE misst die subjektive Überzeugung, kritische Anforderungssituationen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
  2. Dabei wird an neue oder schwierige Situationen aus allen Lebensbereichen gedacht sowie an Barrieren, die es zu überwinden gilt.
  3. Die Skala SWE soll die konstruktive Lebensbewältigung vorhersagen (Jerusalem, 1990; Schwarzer, 1994).

Im Laufe von zwei Jahrzehnten haben zahlreiche Studien gute psychometrische Kennwerte für die Skala hervorgebracht. Beim Vergleich von 23 Nationen streuten die internen Konsistenzen (Cronbachs alpha) zwischen a =,76 und a =,90, in allen deutschen Stichproben zwischen a =,80 und a =,90.

  1. Riterienbezogene Validität ist gegeben durch zahlreiche Korrelationsbefunde mit anderen relevanten Variablen.
  2. Es gibt enge positive Zusammenhänge zum dispositionalen Optimismus und zur Arbeitszufriedenheit und enge negative Zusammenhänge zu Ängstlichkeit, Depressivität, Burnout, Stresseinschätzungen (Bedrohung, Verlust), usw.

(Schwarzer & Jerusalem, 1999).5.7 Persönlichkeits- Stil- und Störungs- Inventar (PSSI) Das Persönlichkeits- Stil- und Störungs- Inventar (PSSI), von Kuhl und Kazén (1997), ist ein Selbstbeurteilungsinstrument, mit dem die relative Ausprägung von Persönlichkeitsstilen erfasst wird.

Uhl und Kazén (1997) unterscheiden Persönlichkeitsstile von Persönlichkeitsstörungen. Persönlichkeitsstile sind die relative Ausprägung von nicht-pathologischen Persönlichkeitsstilen, die mit bestimmten Konfigurationen von kognitiven Stilen und motivational-affektiven Grunddispositionen einhergehen, die über Handlungsregulation miteinander in Wechselwirkung stehen und ihren Ausdruck finden (Kuhl, 2001).

Persönlichkeitsstile sind somit als nicht-pathologische Entsprechungen der in den psychiatrischen diagnostischen Manualen DSM-IV (Saß et al., 1996) und ICD-10 (Dilling et al., 1994) beschriebenen Persönlichkeitsstörungen konzipiert. Das PSSI umfasst 140 Items, die 14 Skalen zugeordnet sind: Die Items der Skala selbstbestimmt – antisozial erfassen selbstsicheres Verhalten gegenüber anderen, bzw. unsoziales, verantwortungs- und rücksichtsloses Verhalten zur Durchsetzung eigener Ziele. Die antisoziale Ausprägung beschreibt die Personen als nicht in der Lage zu sein, vorausschauend zu planen und sie können sich den rechtlichen Normen der Gesellschaft nicht anpassen (Kuhl & Kazén, 1997).

  1. Mit der Skala eigenwillig – paranoid werden Persönlichkeitsaspekte beschrieben, die zum einem dadurch gekennzeichnet sind, dass Personen ihre eigenen Absichten sehr deutlich erleben und bestrebt sind, die Absichten anderer zu ergründen und sich gegen sie abzugrenzen.
  2. In der paranoiden Ausprägung fühlen sich Menschen von anderen häufig ausgenutzt oder benachteiligt und hegen lange einen Groll gegen andere oder können nicht vergeben.

Die Handlungen anderer werden als absichtlich erniedrigend, abwertend oder bedrohlich interpretiert (Kuhl & Kazén, 1997). Die Skala zurückhaltend – schizoid umfasst Items, mit denen Personen eine eingeschränkte emotionale Erlebnis- und Ausdrucksintensität, nüchterne Sachlichkeit sowie eine Gleichgültigkeit gegenüber sozialen Beziehungen mitteilen.

  • Die pathologischen Ausprägung ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, dass Betroffene keine engen Freunde oder Vertraute haben und sie gleichgültig gegenüber Lob und Kritik von anderen sind (Kuhl & Kazén, 1997).
  • Der selbstkritisch – selbstunsichere Persönlichkeitsstil beschreibt die Fähigkeit, sich selbst und die Umwelt aufgrund widersprüchlicher Informationen zu hinterfragen.

Personen eines solchen Stils sind sensibel für Kritik und zeigen sich in Gesellschaft zurückhaltend, weil sie denken, nicht so wichtig zu sein. In der selbstunsicheren Ausprägung zeigt sich häufig die Besorgnis, negativ aufzufallen, ausgedrückt durch Angst vor Beurteilungen und Unbehagen in sozialen Situationen.

  1. Die Personen fürchten, sie könnten etwas Unpassendes oder Dummes sagen.
  2. Beziehungen zu anderen Menschen sind nur möglich, wenn sich der Betroffene der Akzeptanz sicher sein kann (Kuhl & Kazén, 1997).
  3. Die Items der Skala sorgfältig – zwanghaft erfassen einen Stil, der durch Gründlichkeit und Genauigkeit in der Ausführung eigener Tätigkeiten gekennzeichnet ist.

Die Persönlichkeitsstörung ist durch Perfektionismus und Starrheit geprägt und drückt sich durch eine übermäßige Gewissenhaftigkeit aus, wodurch geplante Aktivitäten häufig aufgrund der übermäßig strengen eigenen Normen oder Zielvorstellungen nicht realisiert werden können.

Solche Personen stellen berufliche Beschäftigungen oft über Vergnügen und zwischenmenschliche Kontakte (Kuhl & Kazén, 1997). Hauptmerkmal der Skala ahnungsvoll – schizotypisch ist eine besondere Sensibilität für das Erahnen von Ereignissen und Handlungsmöglichkeiten, die weder durch logisches Denken noch aufgrund intuitiver Erfahrung gefunden werden können.

In der pathologischen Ausprägung zeigen sich oft seltsame Glaubensinhalte (Hellseherei, Telepathie u.ä.) und die Personen wirken in ihrem Verhalten oder ihrer äußeren Erscheinung häufig seltsam oder exzentrisch. Die Betroffenen erleben sich in sozialen Situationen als äußerst ängstich (Kuhl & Kazén, 1997).

Der optimistische – rhapsodische Persönlichkeitsstil ist durch eine konsequent positive Lebenseinstellung geprägt. Betroffene können auch negativen Erlebnissen schnell positive Aspekte abgewinnen. In der extremen Ausprägung kann diese Einstellung zu chronischer Schwärmerei und der Unfähigkeit führen, negative Seiten im Selbsterleben und bei anderen Menschen zu sehen, und sich mit Konfliktquellen und Problemen auseinanderzusetzen (Kuhl & Kazén, 1997).

Die Items der Skala ehrgeizig – narzisstisch erfassen einen ausgeprägten Sinn für das Besondere (Leistung, Kleidung, Statussymbole, etc.). Die Persönlichkeitsstörung zeigt sich bei den Personen in erlebter Großartigkeit in Phantasie und/oder Verhalten in Verbindung mit mangelndem Einfühlungsvermögen und Überempfindlichkeit gegenüber Kritik.

  • Betroffene sind in übertriebenem Maße von ihrer eigenen Bedeutung überzeugt und beschäftigen sich oft mit Phantasien grenzenlosen Erfolges.
  • Sie erwarten häufig von anderen Menschen, dass diese sie auch ohne besondere Leistungen als etwas Besonderes erachten (Kuhl & Kazén, 1997).
  • Die Skala kritisch – negativistisch beschreibt Personen, die eine kritische Einstellung/gesunde Skepsis gegenüber Anregungen, die von anderen Menschen kommen, zeigen.

Häufig ist ein ruhiges Temperament zu beobachten, das den Eindruck einer Gelassenheit gegenüber den Ereignissen der Außenwelt entstehen lässt. In der pathologischen Form drückt sich diese Gelassenheit in operationaler Passivität aus, d.h. auch in solchen Situationen, in denen Aktivität erwartet wird (z.B.

  • Anweisungen des Vorgesetzten), wird die passive Haltung beibehalten.
  • Betroffene zeigen einen passiven Widerstand (Vergesslichkeit, Trödelei, etc.) gegenüber Leistungsanforderungen in Verbindung mit der ungerechtfertigten Annahme, missverstanden oder ungerecht behandelt zu werden (Kuhl & Kazén, 1997).

Der loyale – abhängige Persönlichkeitsstil drückt ein loyales Verhalten gegenüber anderen Menschen aus. Dabei werden häufig die eigenen Wünsche zurückgestellt. Im extremen Fall kann es zu einem abhängigen oder unterwürfigem Verhalten kommen und in der Unfähigkeit münden, eigene Entscheidungen zu treffen oder umzusetzen.

  1. Betroffene fürchten, von ihrem Partner oder wichtigen Personen verlassen zu werden.
  2. Dadurch übernehmen sie auch unangenehme Aufgaben, wenn sie dadurch die Zuneigung anderer erhalten können (Kuhl & Kazén, 1997).
  3. Die Fragen der Skala spontan – borderline erfassen eine intensive Emotionalität, die durch spontane Begeisterungsfähigkeit oder Ablehnung von Dingen oder Personen gekennzeichnet ist.

Während spontane Personen als wenig nachtragend beschrieben werden, zeigt sich in der borderline Ausprägung bei den Betroffenen eine massive Instabilität in Bezug auf das Selbstbild, der Stimmung und zwischenmenschlicher Beziehungen (Kuhl & Kazén, 1997).

Mit der Skala liebenswürdig – histrionisch wird ein Stil bei Betroffenen deutlich, der als warmherziges Verhalten gegenüber anderen Menschen bezeichnet werden kann. In der pathologischen Ausrichtung mutiert dieser liebenswürdige Stil in eine übertriebene sozial orientierte Emotionalität und übermäßiges Verlangen nach Aufmerksamkeit.

Betroffene verlangen ständig Bestätigung und Lob und fühlen sich unwohl, wenn sie nicht im Mittelpunkt stehen. Häufig zeigen sie sich übertrieben attraktiv und verführerisch (Kuhl & Kazén, 1997). Die Items der Skala still – depressiv sind sensitiv für einen Persönlichkeitsstil, der vornehmlich eine passive Grundhaltung ausdrückt, insbesondere ein vertieftes Erleben eigener und fremder Gefühle, ein gedämpftes Erleben positiver Anreize und eine mehr kontemplative als pragmatische Grundeinstellung.

Die depressive Ausprägung ist durch Niedergeschlagenheit, Gefühle der eigenen Wertlosigkeit und Unzulänglichkeit sowie eine pessimistische Grundhaltung gekennzeichnet. Betroffene haben eine kritische Haltung gegen sich selbst, leiden oft unter Schuldgefühlen und sind nicht in der Lage, positive Emotionen zu empfinden (Kuhl & Kazén, 1997).

Die Skala hilfsbereit – selbstlos beschreibt einen Stil, der durch Hilfsbereitschaft, Empathie und soziales Engagement gekennzeichnet ist. In der pathologischen Ausprägung zeigt sich ein übermäßig aufopferndes Verhalten, chronische Unterordnung der eigenen Bedürfnisse unter die anderer Personen und eine Unfähigkeit, angenehme Erfahrungen zu genießen (Kuhl & Kazén, 1997).

  1. Die Konsistenzkoeffizienten (Cronbachs alpha) der PSSI-Skalen variieren zwischen a =,73 und =,85.
  2. Die Retestkoeffizienten (Abstand 6 Wochen) variieren zwischen r =,68 und,83.
  3. Das PSSI weist ein theoretisch außerordentlich stimmiges Netz von Beziehungen mit einer Vielzahl klinischer und nicht-klinischer Verhaltensmerkmale auf, das eine gute Konstruktvalidität des Inventars etabliert.

Faktorenanalytische Untersuchungen bestätigen die dem Inventar zugrunde liegenden theoretischen Annahmen (Kuhl & Kazén, 1997).5.8 Beck – Depressions – Inventar (BDI) Das Beck – Depressions – Inventar (BDI), von Hautzinger, Bailer, Worall und Keller (1995), ist ein weit verbreitetes und in vielfältigen klinischen Zusammenhängen erfolgreich eingesetztes Selbstbeurteilungsinstrument zur Erfassung der Tiefe einer depressiven Symptomatik. Die interne Konsistenz (Cronbachs alpha) des BDI erreicht einen Koeffizienten von ? =,88. Die inhaltliche Validität des BDI ist dadurch gegeben, dass die BDI- Items nahezu vollständig alle im DSM-III-R enthaltenen Beschwerden abbilden. Ebenso weisen die Befunde der äußeren Validität (Rangkorrelations-Koeffizienten zwischen r =,49 und,75) darauf hin, dass das BDI therapiebedingte Veränderungen gut abbildet (Hautzinger et al., 1995).6.

  1. die Gesamt-Stichprobe ist sehr heterogen, was durch eine hohe Prä-Varianz die Effektstärken deutlich reduzieren kann;
  2. in die Gesamt-Stichprobe gehen auch solche Klienten ein, von denen aus theoretischen Gründen keine nennenswerten Therapieerfolge zu erwarten sind, insbesondere sogenannte erfolglose Narzissten (ELNAR): Dies wird die Ergebnisse systematisch verschlechtern;
  3. in die Gesamtstichprobe gehen auch Therapeuten ein, die die Klärungsorientierte Psychotherapie nicht ”lege artis” durchführen und so theoretisch die Effekte verschlechtern sollten.

Wir wollen jedoch als Erstes feststellen, ob die Ergebnisse trotz all dieser restraints noch in einem vertretbaren Rahmen liegen. In einem zweiten Schritt wollen wir dann eine Stichprobe bilden, die eine gute KOP besser abbildet: Wir wollen dann die ELNAR ausschließen (und später gesondert betrachten), um nur solche Klienten zu untersuchen, die tatsächlich gut von KOP profitieren können und wir wollen alle Therapeuten ausschließen, die KOP nicht in angemessener Weise umsetzen.6.1 Ergebnisse der Gesamtstichprobe Zuerst werden wir die Ergebnisse für alle 561 Klienten, also die unselektierte Gesamtstichprobe darstellen.6.1.1 t-Test-Vergleiche Im Folgenden stellen wir die Ergebnisse der Vorher-Nachher-Vergleiche für alle Variablen dar. Hochsignifikante Verbesserungen im IIP-D-K gibt es in den Skalen ”zu introvertiert” (die Extraversion der Klienten nimmt zu), ”zu ausnutzbar” (die Klienten können sich besser abgrenzen), ”zu fürsorglich” (die Klienten achten mehr auf sich) und ”zu expressiv” (Klienten senken ihre soziale Dominanz).

Signifikante Verbesserungen gibt es auf der Skala ”zu unterwürfig” (Klienten reduzieren ihr abhängiges Verhalten). Nicht signifikant wird die Skala ”zu streitsüchtig”, allerdings wird deutlich, dass diese Skala auch vor der Therapie nur relativ geringe Werte aufweist, eine Reduktion damit kaum notwendig erscheint.b.

Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression Tabelle 12.2 zeigt die Ergebnisse für die Variablen Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression. Tabelle 12.2: t-Tests zum Vergleich der Mittelwertsunterschiede zwischen dem ersten und zweiten Messzeitpunkt (MZP). Hoch signifikante Reduktionen zeigen sich im ”Neurotizismus” der Klienten und hochsignifikante Anstiege im Ausmaß der Selbstakzeptierung. Der Depressionswert sinkt ebenfalls hochsignifikant.c. Symptombelastung Tabelle 12.3 stellt die Ergebnisse für die Symptombelastung dar. Tabelle 12.3: t-Tests zum Vergleich der Mittelwertsunterschiede zwischen dem ersten und zweiten Messzeitpunkt (MZP). Alle Werte für Symptombelastungen sinken in hoch signifikanter Weise: Somatisierung, Zwanghaftigkeit, soziale Unsicherheit, Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität, phobische Angst, paranoides Denken, Psychotizismus.d. Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit Tabelle 12.4 zeigt die Daten für Handlungsorientierung und Selbst-Effizienz-Erwartung. Hoch signifikante Zuwächse gibt es in beiden relevanten Skalen der Handlungsorientierung: In der Handlungsorientierung nach Misserfolg (HOM) und in der Handlungsorientierung bei der Planung (HOP). Auch die Selbstwirksamkeitserwartungen steigen signifikant an.e. Bei dem hohen Ausmaß von Persönlichkeitsstörungen in der Stichprobe sind Veränderungen im PSSI besonders interessant. Hochsignifikante Veränderungen gibt es in den Skalen paranoid, schizoid, selbstunsicher, narzisstisch, passiv-aggressiv, abhängig, borderline, depressiv und selbstlos.

Signifikante Veränderungen gibt es auf der Skala zwanghaft. Nicht signifikant sind die Effekte auf den Skalen antisozial (dort sind die Werte allerdings auch vor der Therapie schon recht niedrig), schizotypisch (auch hier sind die Werte vor der Therapie recht niedrig) und rapsodisch (dieser Wert ist für die Therapie auch wenig relevant.

Interessant ist, dass der Wert für histrionisch nicht signifikant sinkt: Hier muss allerdings noch geprüft werden, ob es bei den Klienten, die zu Therapiebeginn die Diagnose ”Histrionische Persönlichkeitsstörung” erhielten, eine signifikante Reduktion gibt.6.1.2 Effektstärken Wir wollen für die Ergebnisse, die wir oben dargestellt haben, Effektstärken berechnen.

  1. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Debatten darum, wie die Effektivität von Psychotherapie und Trainings zu operationalisieren bzw.
  2. Zu messen ist.
  3. Je nach ihren Zielvorstellungen verwenden unterschiedliche Therapieformen diverse inhaltliche Konzepte von Effektivität.
  4. Dieses zentrale Problem therapeutischer Effektivitäts-Maße lässt sich strukturbedingt nicht beseitigen: Es besteht leider kein Konsens darüber, was Effektivität von Therapie und Trainings bedeutet.

Mit einem Konsens ist auch in absehbarer Zukunft nicht zu rechnen. Die Effektstärke hat sich in Meta-Analysen durchgesetzt, um die unterschiedlichen Erfolgsmaße aus diversen Studien mit unterschiedlichen Fragestellungen an unterschiedlichen Patienten mit unterschiedlichen Therapiemethoden miteinander vergleichen zu können. Da in der vorliegenden Studie nur ein unvollständiges Design vorliegt und die von uns erhobenen Werte nicht mit einer Kontrollgruppe verglichen werden können, ergibt sich zunächst folgende Formel zur Berechnung der Effektstärkemaße (vgl. Grawe, 1992): Sind die Korrelationen der Variablen zwischen den beiden Messzeitpunkten bekannt, so kann dieses berücksichtigt werden. Die Effektstärke wird dann nach folgender Formel (vgl. Cohen, 1977) berechnet: Eine Effektstärke von 1, also die (positive) Veränderung des Klientenmittelwerts (nach bzw. im Vergleich zu vor dem Training) um eine Standardabweichung, bedeutet, dass etwa 85% der Klienten nach dem Training hinsichtlich der Kriteriumsvariable ”bessere” Werte aufweisen als bei dem ”Durchschnittsklienten” vorher.

Cohen (1988) bezeichnet Effektstärken von 0.2 als geringe, Werte von 0.5 als mittlere und ab 0.8-1.0 als hohe Effektstärken. Rosenthal (1982, 1990) verweist auf die häufige Unterschätzung bei der Interpretation von Effektstärken. Er konnte zeigen, dass eine Effektstärke von 0.85, wie sie von Smith, Glass und Miller (1980) in der ersten großen Metaanalyse zur Psychotherapie ermittelt wurde, ein äußerst bedeutungsvolles Ergebnis ist.a.

Interpersonelle Probleme Tabelle 12.6 zeigt die Effektstärken für den Fragebogen für interpersonelle Probleme. Größere Effektstärken ergeben sich nur für zwei Skalen: Die Introversion nimmt ab und die Ausnutzbarkeit der Klienten nimmt in nennenswertem Umfang ab.b. Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression Tabelle 12.7 stellt die Ergebnisse für Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression dar. Für alle drei Maße ergeben sich deutliche Effektstärken: Der Neurotizismus nimmt deutlich ab, die Depression nimmt deutlich ab und das Ausmaß der Selbstakzeptierung nimmt deutlich zu.c. Symptombelastung Tabelle 12.8 präsentiert die Ergebnisse des Fragebogens zur Symptombelastung. Alle Effektstärken des BSI sind hoch bis sehr hoch: Die Symptombelastung der Klienten lässt damit deutlich nach. Besonders ausgeprägt ist der Effekt bei Zwanghaftigkeit, sozialer Unsicherheit und Depressivität.d. Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit Tabelle 12.9 zeigt die Ergebnisse für Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit. Für Handlungsorientierung nach Misserfolg und Handlungsorientierung bei der Planung ergeben sich deutliche Effektstärken, für die Erhöhung der Selbstwirksamkeitserwartung ergibt sich eine hohe Effektstärke.e. Persönlichkeitsstil und -störung Tabelle 12.10 stellt die Ergebnisse für den Persönlichkeitsstil- und Störungs-Fragebogen dar. Für den PSSI ergeben sich deutliche Effektstärken für die Skalen paranoid, selbstunsicher, passiv-aggressiv, abhängig, Borderline, depressiv und selbstlos.7. Diskussion Trotz der oben diskutierten Einschränkungen sind die Ergebnisse zufriedenstellend: Die t-Test-Vergleiche lassen signifikante Verbesserungen erkennen

  • in den interpersonellen Variablen: Die Klienten werden insgesamt – weniger introvertiert, – weniger ausnutzbar, – weniger unterwürfig, – weniger fürsorglich – und reduzieren eine zu starke Expressivität. Insgesamt werden sie sozial durchsetzungsstärker und weniger manipulierbar.
  • Das Ausmaß an Neurotizismus nimmt ab, das Ausmaß an Selbstakzeptierung nimmt zu und das Ausmaß an Depressivität nimmt ab: Insgesamt kann man diese Ergebnisse so interpretieren, dass die Klienten in höherem Ausmaß mit sich selbst zufrieden und ”in Einklang” sind.
  • Das Ausmaß der Symptombelastung nimmt durchweg ab: Damit wirkt sich KOP auch auf der Symptomebene in signifikanter Weise positiv aus.
  • Das Ausmaß der Handlungsorientierung und das Ausmaß der Selbstwirksamkeitserwartung nimmt zu: Dies zeigt, dass die Klienten nun effektiver handeln und sich effektiver entscheiden können, was auch bedeutet, dass sich ihre Selbstregulationsfähigkeit verbessert.
  • Wesentlich sind bei dem hohen Anteil von Persönlichkeitsstörungen in der Stichprobe auch die Ergebnisse des PSSI: Alle Variablen, mit Ausnahme von antisozial (was aber kaum relevant ist, da es in der Stichprobe kaum Klienten mit antisozialer Persönlichkeitsstörung gibt), schizotypisch (auch Klienten mit schizotypischer Störung sind sehr selten), rhapsodisch (was therapeutisch praktisch irrelevant ist) und histrionisch werden signifikant: Die Klienten weisen damit auf der Persönlichkeitsstörung-Dimension signifikante Verbesserungen auf. Warum die Variable ”histrionisch” sich nicht verändert, ist unklar: Es ist aber immer noch möglich, dass gerade die Klienten, die eine histrionische Störung aufweisen, signifikante Veränderungen aufweisen.
See also:  Was Bedeutet Manipulieren?

Was die Effektstärken betrifft, so erscheint es angesichts der Testverfahren, die hohe Reliabilitäten aufweisen, sinnvoll, die reliabilitätskorrigierte Formel zu verwenden. Wenn man Effektstärken ab 0,5 als relevant interpretiert, ergibt sich folgendes Bild:

  • Für die interaktionellen Variablen ergeben sich signifikante Effekte bei Introversion und Ausnutzbarkeit.
  • Es ergeben sich deutliche Effektstärken für Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression.
  • Es ergeben sich relevante Effektstärken bei allen Variablen der Symptombelastung.
  • Es zeigen sich deutliche Effektstärken bei Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit.
  • Beim PSSI zeigen sich relevante Effektstärken bei paranoid, selbstunsicher, passiv-aggressiver, dependent, borderline, depressiv und selbstlos. Bei narzisstisch zeigt sich ein eher schwächerer Effekt und histrionisch zeigt keine nennenswerte Effektstärke.

Insgesamt kann man sagen, dass Klienten nach einer KOP-Therapie – selbstsicherer werden, – weniger ausbeutbar und weniger manipulierbar werden, – weniger introvertiert und zurückhaltend, – weniger depressiv, – weniger ”neurotisch”, – weniger symptombelastet, – mehr Selbstvertrauen haben, – eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung aufweisen, – eine hohe Handlungsorientierung aufweisen.

Insgesamt kann man sagen, dass Klienten nach einer KOP-Therapie – selbstbewusster, durchsetzungsfähiger, selbstsicherer und weniger ausbeutbar werden, – extravertierter, weniger sozial misstrauisch, weniger zurückhaltend, – ein höheres Maß an Selbstakzeptierung aufweisen und stärker auf sich selbst achten, – ein höheres Maß an Handlungsorientierung und an Selbst-Effizienz-Erwartung aufweisen.

Konsistent mit den Zielen der KOP weisen die Klienten nach der Therapie ein höheres Ausmaß an Selbstregulation auf: Sie vertrauen stärker ihren Kompetenzen, sind stärker handlungsorientiert, weisen ein positives Selbstwerterleben auf, achten auf sich und können sich stärker abgrenzen.

Bezüglich der Symptome sind die Klienten nach der Therapie – weniger depressiv, – weniger ängstlich, – weniger zwanghaft, – weniger somatisierend, – weniger misstrauisch, – weniger feindselig, – weniger selbstkritisch und weniger negativistisch, – weniger abhängig, – und sie weisen weniger Borderline-Symptome auf.

Betrachtet man die Tatsache, dass die Stichprobe sowohl Klienten enthält, von denen man keine großen therapeutischen Veränderungen erwarten kann, als auch Therapeuten enthält, die KOP nicht ideal realisieren, dass die Stichprobe also eine real Anfallende ist, dann sind die Ergebnisse als Ganzes recht zufriedenstellend: KOP erzeugt bei Klienten konstruktive therapeutische Veränderungen.

Natürlich ist deutlich, dass bisher eine Kontrollgruppe fehlt und wir damit die Ergebnisse den Effekten von KOP nicht zweifelsfrei zuschreiben können: Derartige Absicherungen sind die Aufgaben der zukünftigen Studien. Literatur Alden, L.E. & Phillips, N. (1990). An interpersonal analysis of social anxiety and depression.

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  8. Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 29, 198-214.
  9. Entnommen aus: Sachse, R., Schülken, T., Leisch, M.

& Sachse, M. (2011). Effektivität Klärungsorientierter Psychotherapie: Erste Ergebnisse. In: R. Sachse, J. Fasbender, J. Breil & M. Sachse (Hrsg.), Perspektiven Klärungsorientierter Psychotherapie II, 239-273. Lengerich: Pabst.

Was sind paranoide Gedanken?

Was ist der Unterschied zwischen einem wachsamen Persönlichkeitsstil und einer paranoiden Persönlichkeitsstörung? – Menschen mit einem wachsamen Persönlichkeitsstil bewegen sich sehr aufmerksam in ihrer Umwelt und nehmen jede Veränderung wahr. Sie sind vorsichtig im Umgang mit anderen und schätzen Treue und Loyalität.

In welchem Alter entstehen Persönlichkeitsstörungen?

Persönlichkeitsstörungen sind i. Allg. allgegenwärtige, andauernde Muster des Denkens, der Wahrnehmung, Reaktion und Beziehung, die erheblichen Leidensdruck oder Funktionsbeeinträchtigungen hervorrufen. Persönlichkeitsstörungen unterscheiden sich deutlich in ihrer Manifestationen, aber von allen wird angenommen, dass sie durch eine Kombination von genetischen und Umgebungsfaktoren verursacht werden.

Viele werden mit dem Alter allmählich weniger gravierend, aber bestimmte Merkmale können bis zu einem gewissen Grad anhalten, wenn die akuten Symptome, die zur Diagnose einer Erkrankung geführt haben, abgeklungen sind. Die Diagnose wird klinisch gestellt. Die Behandlung erfolgt durch psychosoziale Therapien und in manchen Fällen medikamentös.

Persönlichkeitseigenschaften sind zeitlich relativ stabile Denk-, Wahrnehmungs-, Reaktions- und Beziehungsmuster. Um Persönlichkeitsstörungen handelt es sich, wenn diese Eigenschaften so ausgeprägt, rigide und unangepasst werden, dass sie die berufliche und zwischenmenschliche Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.

  1. Diese sozialen Fehlanpassungen können erhebliche Belastungen bei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen und denen, die sie umgeben, erzeugen.
  2. Für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen ist (im Gegensatz zu vielen anderen, die psychologische Beratung suchen) der Leidensdruck durch die Folgen ihrer sozial fehlangepassten Verhaltensweisen in der Regel der Grund, eine Behandlung anzustreben, und nicht das Unbehagen mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen.

Daher müssen die Ärzte den Patienten zunächst dabei helfen zu erkennen, dass ihre Persönlichkeitseigenschaften die Wurzel des Problems sind. Persönlichkeitsstörungen treten in der Regel in der späten Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter auf, obwohl manchmal Anzeichen früher (in der Kindheit) erkennbar sind.

Traits and symptoms vary considerably in how long they persist; many resolve with time. Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition (DSM-5) listet 10 verschiedene Typen von Persönlichkeitsstörungen Typen von Persönlichkeitsstörungen Persönlichkeitsstörungen sind i. Allg. allgegenwärtige, andauernde Muster des Denkens, der Wahrnehmung, Reaktion und Beziehung, die erheblichen Leidensdruck oder Funktionsbeeinträchtigungen.

Erfahren Sie mehr, obwohl die meisten Patienten, die die Kriterien für einen Typ erfüllen, auch die Kriterien für einen oder mehrere andere erfüllen. Einige Arten (z.B. antisoziale Antisoziale Persönlichkeitsstörung (ASP) Die Antisoziale Persönlichkeitsstörung wird durch ein durchdringendes Muster der Missachtung von Konsequenzen und der Rechte anderer geprägt.

  • Die Diagnose wird aufgrund der klinischen Kriterien.
  • Erfahren Sie mehr, Borderline Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) Borderline-Persönlichkeitsstörung ist durch ein durchdringendes Muster von Instabilität und Überempfindlichkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen, die Instabilität des Selbstbildes, extreme.

Erfahren Sie mehr ) neigen dazu, sich zu verringern oder mit zunehmendem Alter aufzulösen; bei anderen (z.B. Zwangsstörung Zwanghafte Persönlichkeitsstörung Eine Zwangspersönlichkeitsstörung ist durch eine allgegenwärtige Beschäftigung mit Ordentlichkeit, Perfektionismus und Kontrolle (ohne Raum für Flexibilität) gekennzeichnet, die letztlich die.

  • Erfahren Sie mehr, schizotypale Schizotype Persönlichkeitsstörung (SPS) Die schizotypale Persönlichkeitsstörung ist durch ein durchdringendes Muster von intensivem Unwohlsein im Zusammenhang mit und reduzierter Kapazität für enge Beziehungen, durch verzerrte Wahrnehmung.
  • Erfahren Sie mehr Störung) ist das weniger wahrscheinlich.

Etwa 10% der Bevölkerung und bis zur Hälfte der psychiatrischen Patienten in Krankenhausabteilungen und Kliniken haben eine Persönlichkeitsstörung. Insgesamt gibt es keine klaren Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, sozioökonomische Klasse und Rasse.

  • Bei der antisozialen Persönlichkeitsstörung beträgt das Verhältnis von Männern und Frauen allerdings 6:1.
  • Bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung übertreffen die Frauen die Männer mit einem Verhältnis von 3:1 (aber nur im klinischen Setting, nicht in der Allgemeinbevölkerung).
  • Zu den meisten Persönlichkeitsstörungen trägt zu etwa 50% die Vererbung bei; dieser Anteil ist ähnlich oder höher als bei vielen anderen schweren psychischen Störungen.

Dieser Anteil der Vererbung spricht gegen die verbreitete Annahme, Persönlichkeitsstörungen seien Charakterschwächen, die v.a. durch ein ungünstiges Umfeld geprägt sind. DSM-5 gruppiert die 10 Arten von Persönlichkeitsstörungen in 3 Gruppen (A, B, und C), basierend auf ähnlichen Eigenschaften.

  • Jedoch ist der klinische Nutzen dieser bisher Gruppe bisher nicht erwiesen.
  • Cluster A ist durch merkwürdiges oder exzentrisches Auftreten gekennzeichnet.
  • Es beinhaltet die folgenden Persönlichkeitsstörungen mit ihren Unterscheidungsmerkmalen: Cluster B ist charakterisiert durch dramatisches, emotionales oder sprunghaftes Verhalten.

Es beinhaltet die folgenden Persönlichkeitsstörungen mit ihren Unterscheidungsmerkmalen: Cluster C wird charakterisiert durch ängstliches oder sich fürchtendes Auftreten. Es beinhaltet die folgenden Persönlichkeitsstörungen mit ihren Unterscheidungsmerkmalen:

In welchem Alter entwickelt sich eine Persönlichkeitsstörung?

Persönlichkeitsstörungen – Diagnostik (© Adam Gregor – Fotolia.com) Umfassende Informationen über die aktuelle Situation und die Lebensgeschichte helfen bei der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung Auch wenn die Persönlichkeit einen sehr breiten Normalbereich umfasst, lassen sich Störungen heute gut und verlässlich feststellen.

  • Sehr wichtig ist es für den Psychiater und Psychotherapeut/Nervenarzt, möglichst umfassende Informationen über die aktuelle Situation und über die Lebensgeschichte, beginnend in der Kindheit, zu bekommen.
  • Mit Hilfe von strukturierten und standardisierten Interviews, Fragebögen und Checklisten kann eine erste Einschätzung getroffen werden, ob und wenn ja welche Art von Persönlichkeitsstörung vorliegt.

Einerseits wird versucht, den Subtyp möglichst genau einzugrenzen. Andererseits dürfen eventuell parallel vorliegende Persönlichkeitsstörungen nicht übersehen werden. Die Persönlichkeit eines Menschen entwickelt sich von Beginn der Kindheit, über das Jugendalter bis ins junge Erwachsenenalter hinein.

Daher ist es nicht sinnvoll und möglich, vor dem 14. Lebensjahr eine Persönlichkeitsstörung festzustellen. Der früheste Zeitpunkt, an dem es möglich ist, eine Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren, ist das 15. Lebensjahr. Allerdings „verschwinden” Persönlichkeitsstörungen zwischen 15 und 18 Jahren oftmals wieder, da Jugendliche in diesem Alter mit der Findung der eigenen Identität und Autonomie beschäftigt sind und sich häufig gegen die Anpassung an gesellschaftliche Normen auflehnen.

Dieses narzisstische Verhalten geht in der Regel zurück, wenn die Identitätsfindung abgeschlossen ist. : Persönlichkeitsstörungen – Diagnostik

Ist es normal Paranoia zu haben?

Ein bisschen Paranoia ist normal 4 Min.05.03.2020 Aus unserem online-Archiv Paranoide Gedanken können ein Ausgangspunkt für Verschwörungstheorien sein und treten bei verschiedenen psychischen Krankheiten auf. Foto: Shutterstock Nicht nur psychisch Kranke fühlen sich verfolgt – auch einige gesunde Menschen glauben, beobachtet zu werden.4 Min.05.03.2020 Aus unserem online-Archiv Nicht nur psychisch Kranke fühlen sich verfolgt – auch einige gesunde Menschen glauben, beobachtet zu werden. Ein zuweilen heiterer und nicht immer ernst gemeinter Blick auf das aktuelle Geschehen in Luxemburg. Dank Prinz François ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der zweitgeborene Sohn von Großherzog Henri seinen 39. Ehrentag heute in Luxemburg begeht. Der querschnittsgelähmte französische Geschäftsmann, der nach einem Gleitschirmunfall 1993 vom Hals an abwärts gelähmt war, wurde 72 Jahren alt. Internationale Zusammenarbeit von Sebastian WEISBRODT 2 Min.02.06.2023 Internationale Zusammenarbeit Ein neues Verfahren ermöglicht den Nachweis einer beginnenden neurodegenerativen Erkrankung – und könnte entscheidend für die Entwicklung von Therapien sein. von Sebastian WEISBRODT 2 Min.02.06.2023 Die heutige Kolumne von Tierärztin Romi Roth handelt von den Gefahren rein pflanzlicher Ernährung für Hunde und Katzen. : Ein bisschen Paranoia ist normal

Was ist eigenwillig paranoid?

Empirische Forschung zur Klärungsorientierten Psychotherapie • Klärungsorientierte Psychotherapie: Empirische Ergebnisse und Schlussfolgerungen für die Praxis • Effektivität Klärungsorientierter Psychotherapie: Erste Ergebnisse Effektivität Klärungsorientierter Psychotherapie: Erste Ergebnisse Rainer Sachse, Theo Schülken, Markus Leisch und Meike Sachse 1.

Einleitung In der Klärungsorientierten Psychotherapie (KOP) wurden bisher Klientenprozesse und ihre Steuerung durch Therapeuten-Interventionen im Detail erforscht (siehe zusammenfassend Sachse & Sachse (2009)). Die Effekte/Erfolge von KOP wurden bisher nur in einer Studie an Klienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen untersucht (Sachse, 2006a), mit guten Ergebnissen.

Es ist jedoch notwendig, die Effektivität der KOP noch sehr viel ausführlicher zu untersuchen, insbesondere für Persönlichkeitsstörungen. In dieser Arbeit stellen wir nun die ersten Effektivitätsergebnisse in größerem Umfang dar. Uns steht nun seit drei Jahren die Ambulanz des Institutes für Psychologische Psychotherapie (IPP) als Forschungsplattform zur Verfügung und wir führen zur Zeit systematische Effektivitätsstudien an dieser Institution durch.

Die ersten Ergebnisse stellen wir nun hier in diesem Kapitel dar.2. KOP als Verhaltenstherapie Das IPP ist ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut für Verhaltenstherapie: Daher wird an der Ambulanz Verhaltenstherapie durchgeführt. Wir führen deshalb dort von ”klassischen” verhaltenstherapeutischen Methoden wie Reizkonfrontationen, Kompetenz-Trainings etc., über kognitive Methoden bis zu Klärungsorientierter Therapie ein breites Spektrum von VT-Methoden durch.

KOP führen wir durch, weil wir von unserem Verständnis der Methode KOP als eine Weiterentwicklung der VT ansehen, KOP also als eine Methode im Spektrum der Verhaltenstherapie betrachten. Dafür sprechen sehr gewichtige Gründe:

  1. Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) erfüllt die von Margraf angeführten Kriterien von Verhaltenstherapie: Margraf (2009, S.6ff) definiert die Grundprinzipien von VT, die alle von der KOP erfüllt werden: a. VT orientiert sich an der empirischen Psychologie. KOP basiert in der Therapie- wie in der Störungstheorie in extrem hohem Ausmaß auf Konzepten und Erkenntnissen der wissenschaftlichen Psychologie: Auf Kognitionspsychologie, Motivationspsychologie, Emotionspsychologie, Lernpsychologie, Sprachpsychologie und Sozialpsychologie: Sowohl die Klärungsprozesse, als auch die Bearbeitungen von Schemata als auch die störungstheoretischen Konzepte sind extrem stark psychologisch untermauert (vgl. Sachse, 1992, 1995, 1999, 2001, 2002, 2003a, 2004, 2005, 2006b, 2006c, 2006d, 2006e, 2008, 2009; Sachse, Breil & Fasbender, 2009; Sachse, Fasbender & Breil, 2009; Sachse et al., 2008, 2009).b. VT ist problemorientiert. In der KOP geht es zentral darum, mit einem Klienten eine Problemdefinition zu erarbeiten und darum, diese Probleme psychologisch zu konzeptualisieren und im Therapieprozess Lösungen dafür zu erarbeiten (vgl. Sachse, 2003a).c. VT setzt an den Problembedingungen an. Dies tut KOP in hohem Maße: KOP setzt therapeutisch an den Bedingungen an, die als die zentralen, problemdeterminierenden Faktoren identifiziert werden (vgl. Sachse, 1992, 2005a).d. VT ist zielorientiert. KOP zielt sehr stark darauf ab, im Therapieprozess Ziele mit Klienten zu definieren, die durch die Therapie erreicht werden sollen. Aufgrund der Annahmen, dass Klienten eine hohe Alienation zu Therapiebeginn aufweisen können, geht KOP allerdings davon aus, dass oft mit Klienten sinnvolle Therapieziele noch nicht zu Therapiebeginn erarbeitet werden können (vgl. Sachse, 1992, 2003a).e. VT ist handlungsorientiert. Dies gilt für KOP in sehr hohem Maße: KOP definiert therapeutische Handlungsregeln und Handlungsstrategien und die Supervision richtet sich darauf aus, das konkrete therapeutische Handeln zu betrachten (vgl. Sachse, 1992, 2003a).f. VT ist nicht auf das therapeutische Setting begrenzt. Strategien der KOP sind nicht auf das ambulante Setting begrenzt, sondern sind auch anwendbar im stationären Setting und auch auf andere Bereiche übertragbar (vgl. Sachse, 2006f).g. VT ist transparent. Die KOP ist extrem transparent: Ein Klient kann alles fragen, erhält Informationen über Ziele, Techniken, Vorgehensweisen und kann alles offen mit dem Therapeuten diskutieren: Therapeuten sind in keiner Weise manipulativ (vgl. Sachse, 1992, 2001, 2003a).h. VT ist Hilfe zur Selbsthilfe. Zentrales Ziel der KOP ist die Herstellung einer guten Selbstregulation von Klienten: Klienten sollen in der Therapie natürlich auch ihre aktuellen Probleme lösen, sie sollen aber auch lernen, in Zukunft besser mit Problemen fertig zu werden (vgl. Sachse, 1992, 2003a).i. VT bemüht sich um ständige Weiterentwicklung. Die Publikationen zu KOP aus den letzten 20 Jahren lassen erkennen, dass das KOP-Konzept kontinuierlich weiterentwickelt, elaboriert, erweitert und verfeinert wird (vgl. Sachse, 2003a, 2003b; Sachse & Schlebusch, 2006; Sachse & Takens, 2003).
  2. KOP ist kompatibel mit der Entwicklung innerhalb der ”dritten Welle der Verhaltenstherapie” (vgl. Fasbender, 2009). KOP integriert ähnliche Aspekte in die VT wie die Aspekte der ”Achtsamkeit” etc.: Integriert werden Aspekte der Beziehungsgestaltung (z.B. im Sinne allgemeiner und komplementärer Beziehungsgestaltung), der Motivation und Emotion (z.B. im Sinne der Bearbeitung von Alienation), der therapeutischen Bearbeitung affektiver Schemata, der Bearbeitung intransparenten Interaktionsverhaltens u.a. Damit wird die VT um viele, psychologisch gut fundierte Konzepte und Strategien bereichert, die alle mit den Konzepten und Vorgehensweisen von VT kompatibel sind.
  3. Von der Entwicklung der KOP her hat KOP viele Aspekte von Zielorientierter Gesprächspsychotherapie und von process-experiential psychotherapy (vgl. Greenberg, Rice & Elliott, 1993) übernommen, jedoch auch viele Konzepte von Kognitiver Therapie (vgl. Beck, 1979; Beck et al., 1993): Die Schema-Theorie, kognitive Therapie-Strategien etc. KOP wurzelt daher von Anfang an stark in Konzepten der VT.
  4. KOP geht jedoch in vielen Aspekten (wie z.B. in der systematischen Konzeption und systematischen Erforschung von Klärungsprozessen) weit über bisherige VT und auch über Ansätze der Kognitiven Therapie hinaus, sodass KOP die VT um viele gut fundierte Konzepte und Vorgehensweisen bereichert (vgl. Sachse & Sachse, 2009).

3. Vorgehen Eine wesentliche empirische Frage, die bisher noch offen ist, ist die nach der Wirksamkeit von KOP: Zu deren Beantwortung soll diese Arbeit einen ersten Beitrag leisten. Im Institut für Psychologische Psychotherapie (IPP) haben wir nun die Möglichkeit, die Wirksamkeit von KOP erstmals systematisch zu erforschen.

Ausbildungskandidatinnen und Ausbildungskandidaten (AK), die in unserem Institut eine Approbationsausbildung absolvieren, führen in unserer Ambulanz Verhaltenstherapien durch und, wenn es eine Indikation dazu gibt, die spezielle, schema-bezogene Weiterentwicklung von VT, Klärungsorientierte Psychotherapie.

Eine Indikation zur KOP lag vor (vgl. Sachse & Breil, 2010), wenn die Klienten ein Problem aufwiesen,

  • das in wesentlichem Maße auf dysfunktionale und/oder kompensatorische Schemata zurückging,
  • die innerhalb der probatorischen Sitzungen vom Therapeuten und zwei Supervisoren identifiziert werden konnten.

Bei diesen Problemen handelte es sich um

  • Ängste, die auf Schemata zurückzuführen waren,
  • soziale Ängste, bei denen Schemata zentral waren,
  • Depressionen, bei denen entsprechende Schemata identifiziert werden konnten,
  • psychosomatische Störungen, die entsprechende Schemata aufwiesen,
  • Persönlichkeitsstörungen, die die zu erwartenden Schemata zeigten.

Nicht aufgenommen in die Studie wurden Klienten mit

  • Essstörungen,
  • Zwangsstörungen,
  • Abhängigkeiten.

Praktisch-therapeutisch umfasst Klärungsorientierte Psychotherapie folgende Vorgehensweisen:

  1. In Phase 1 der Therapie: Allgemeine und Komplementäre Beziehungsgestaltung durch den Therapeuten, beschrieben in: Sachse, 2006c.
  2. In Phase 2 der Therapie: Bearbeitung von Vermeidung bei Klienten mit psychosomatischen Störungen, beschrieben in: Sachse, 2006a. Aufbau eines Arbeitsauftrages bei Klienten mit Persönlichkeitsstörungen, beschrieben in: Sachse, 2004.
  3. In Phase 3 der Therapie: Klärung und Herausarbeitung relevanter dysfunktionaler und kompensatorischer Schemata, beschrieben in: Sachse, 1992, 2003a.
  4. In Phase 4 der Therapie: Therapeutische Bearbeitung problemrelevanter Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel, beschrieben in: Sachse et al., 2008.
  5. Phase 5 der Therapie: Trainings, Transfer in den Alltag, beschrieben in: Sachse et al., 2008.

4. Stichprobe Untersucht wurden die Vor- und Nacherhebungsdaten der ersten 269 Klienten, die in der Ambulanz des IPP behandelt wurden. Die Klienten wurden von insgesamt 36 Therapeuten behandelt. Von den 269 Klienten waren 175 weiblich und 94 männlich, das Durchschnittsalter betrug 37,3 Jahre.

  1. Von den Klienten hatten 31% einen Hauptschulabschluss, 31% einen Realschulabschluss, 22% Abitur, 5% keinen Schulabschluss und 21% einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss; 44% waren arbeitslos und 41% waren Angestellte, 6% Arbeiter, 4% selbständig und 5% Beamte.
  2. Fünfundzwanzig Prozent der Klienten hatten einen oder mehrere stationäre Psychiatrie-Aufenthalte und 36% hatten eine Vor-Therapie.

Von Achse-I-Störungen wiesen 28% der Klienten die Diagnose ”Affektive Störung”, 36% die Diagnose ”Angststörung”, 15% psychosomatische Störungen, 12% die Diagnose ”Abhängigkeitserkrankungen” auf. Von Achse-II-Störungen wiesen 87% der Klienten eine Persönlichkeitsstörung auf, davon 31% eine narzisstische, 23% eine histrionische, 13% eine Borderline-Störung.

  • Sie enthält viele Klienten, von denen man annehmen muss, dass sie nur schwer behandelbar sind, also keine nennenswerten therapeutischen Effekte aufweisen werden wie erfolglose Narzissten (Sachse, Sachse & Fasbender, in Vorbereitung) und erfolglose Histrioniker (Sachse, Fasbender & Sachse, in Vorbereitung). Dies wird die Effektstärken reduzieren.
  • Sie enthält Therapeuten, die Klärungsorientierte Psychotherapie nicht in idealer Weise realisieren: Auch dies wird die Effektstärken reduzieren.

Wir möchten jedoch feststellen, ob KOP trotz aller dieser Restriktionen sich als effektiv erweist.5. Messinstrumente In der Studie wurden verschiedene Instrumente zur Erfassung von Therapieerfolg verwendet, die im Folgenden beschrieben werden sollen.5.1 Inventar zur Erfassung Interpersonaler Probleme (IIP-D) Das Inventar zur Erfassung Interpersonaler Probleme (IIP-D) von Horowitz, Strauß und Kordy (1994) ist ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung interpersonaler Probleme im Umgang mit anderen Menschen.

  • dem Probanden schwer fallen und
  • die der Proband im Übermaß zeigt.

Das IIP-D liegt in einer Lang- und einer Kurzform vor. Diese Kurzform haben wir nach den entsprechenden Analysen der Berner Arbeitsgruppe übernommen. Die Auswertung kann über acht faktorenanalytisch gebildete Skalen erfolgen. Für die vorliegende Studie wurde aus zeitökonomischen Gründen die Kurzform mit den folgenden 6 Skalen gewählt: Personen mit hohen Werten auf der Skala zu introvertiert berichten über Probleme, Kontakte zu knüpfen, auf andere zuzugehen oder mit anderen etwas zu unternehmen. Außerdem beschreiben sie Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu zeigen. Den Gegenpol bildet die Skala zu expressiv (Horowitz et al., 1994).

  1. Personen mit hohen Werten auf der Skala zu ausnutzbar berichten über Schwierigkeiten, sich von anderen abzugrenzen, ”Nein” zu sagen oder zu zeigen, dass sie wütend sind.
  2. Dazu beschreiben sie sich als leichtgläubig und als Personen, die sich leicht überreden lassen.
  3. Es fällt ihnen schwer, mit anderen zu streiten oder in ihren Ansichten fest zu bleiben, d.h.

sich nicht zu sehr ausnutzen zu lassen. Den Gegenpol bildet die Skala zu rachsüchtig (Horowitz et al., 1994). Personen mit hohen Werten auf der Skala zu unterwürfig berichten über Probleme, anderen mitzuteilen, was sie wollen. Es fällt ihnen schwer, sich gegenüber anderen zu behaupten, standfest zu sein, andere auch mit Problemen zu konfrontieren oder auch aggressiv zu sein.

Sie sehen sich als wenig selbstbewusst im Beisein anderer und tun sich schwer, eine Chef-Rolle zu übernehmen. Den Gegenpol bildet die Skala zu autokratisch (Horowitz et al., 1994). Personen mit hohen Werten auf der Skala zu streitsüchtig berichten über Probleme, anderen zu vertrauen oder anderen gegenüber zu misstrauisch zu sein.

Es fällt diesen Personen schwer, andere zu unterstützen, sich wirklich um die Probleme oder Bedürfnisse anderer zu kümmern. Sie beschreiben sich als missgünstig, streit- und rachsüchtig. Den Gegenpol bildet die Skala zu ausnutzbar (Horowitz et al., 1994).

Personen mit hohen Werten auf der Skala zu fürsorglich berichten, dass sie ihre eigenen Interessen und Wünsche gegenüber den Bedürfnissen anderer vernachlässigen, dass sie zu großzügig sind oder sich zu leicht durch die Not anderer anrühren lassen. Es fällt diesen Personen schwer, anderen Grenzen zu setzen.

Den Gegenpol bildet die Skala zu abweisend (Horowitz et al., 1994). Personen mit hohen Werten auf der Skala zu expressiv berichten über Schwierigkeiten, Dinge für sich zu behalten. Sie erzählen zu oft Persönliches von sich und öffnen sich zu sehr. Sie sehen sich als Personen, die zu viel Wert auf Beachtung durch andere legen und zu oft den Clown für andere spielen.

  1. Außerdem fällt es ihnen schwer, allein zu sein.
  2. Diese Personen fühlen sich zu sehr für andere verantwortlich und haben gleichzeitig das Problem, sich aus den Angelegenheiten anderer herauszuhalten.
  3. Den Gegenpol bildet die Skala zu introvertiert (Horowitz et al., 1994).
  4. Für die IIP-Skalen liegen mittlerweile zahlreiche Validierungsstudien (z.B.

Wiggins & Pincus, 1992; Wuchner et al., 1993) vor. Demnach gilt der Fragebogen als geeignet für die Indikationsstellung bzw. Prognose im Rahmen der psychotherapeutischen Praxis. Außerdem konnte gezeigt werden, dass die interpersonale Problematik mit anderen klinischen Merkmalen und Konstrukten (z.B.

  1. Bindungsstile, Personenschemata) in Zusammenhang steht (z.B.
  2. Horowitz et al., 1988, 1993).
  3. Zudem sind die mit den IIP-Skalen erfassten Probleme geeignet, verschiedene Ausprägungen depressiver Störungen voneinander zu unterscheiden (vgl.
  4. Alden & Phillips, 1990).
  5. Die Retest-Reliabilitäten liegen zwischen r =,81 und r =,90.5.2 NEO-Fünf-Faktoren Inventar (NEO-FFI) nach Costa und McCrae Das NEO-Fünf-Faktoren Inventar (NEO-FFI), nach P.T.

Costa und R.R. McCrae, ist ein multidimensionales Persönlichkeitsinventar, zur Erfassung individueller Merkmalsausprägungen in den Bereichen (Borkenau & Ostendorf, 1993):

  • Neurotizismus,
  • Extraversion,
  • Offenheit für Erfahrung,
  • Verträglichkeit und
  • Gewissenhaftigkeit.

Von diesen fünf Skalen, die jeweils 12 Items umfassen, wurde die Skala Neurotizismus für die hier zu beschreibende Studie gewählt. Personen, die hohe Werte auf der Skala Neurotizismus zeigen, tendieren dazu, nervös, ängstlich, traurig, unsicher und verlegen zu sein. Sie machen sich häufig Sorgen um ihre Gesundheit und neigen zu unrealistischen Ideen und sind weniger in der Lage, ihre Bedürfnisse zu kontrollieren und auf Stresssituationen angemessen zu reagieren (Borkenau & Ostendorf, 1993).

  • Die internen Konsistenzen der fünf Skalen liegen zwischen ? =,72 und ? =,87, die Retest-Reliabilitäten (fünf Jahre) zwischen r =,71 und r =,82.
  • Für die Skala Neurotizismus wurde eine Retest-Stabilität von r =,80 ermittelt (Borkenau und Ostendorf, 1993).
  • In den letzten Jahren konnten Studien zur Validität (Borkenau & Ostendorf, 1993, 2008), insbesondere Faktorenanalysen der Items des NEO-FFI sowie gemeinsame Faktorenanalysen der Skalen des NEO-FFI und anderer Persönlichkeitsinventare die Konstruktvalidität des Verfahrens zeigen.

Außerdem wurden die Befunde durch substanzielle Korrelationen zwischen den Skalen des NEO-FFI und Selbsteinschätzungen auf Adjektivskalen (r =,54 bis r =,80) und Korrelationen zwischen Selbst- und Bekanntenbeurteilungen (r =,49 bis r =,61) bekräftigt.5.3 Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung (SESA) Die Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung (SESA) von Sorembe und Westhoff (1985) erfasst das Selbstwerterleben einer Person.

  • Das Selbstwerterleben hat sich als ein globaler Maßstab für die im Rahmen einer Intervention erzielten Veränderungen bewährt, d.h.
  • Therapieerfolge korrelieren positiv mit hohen Werten des Selbstwerterlebens.
  • Eine Person, die sich als ausreichend kompetent einschätzt, ihre Probleme zu lösen, wird sich selbst im Vergleich zu einem Zeitpunkt, an dem sie dazu nicht in der Lage war, als ”wertvoller” erleben.

Die SESA ist die deutsche Version der von Berger entwickelten und auf der Persönlichkeitstheorie von Rogers aufbauenden Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung. Nach dem Konzept von Berger (1952) ist die sich selbst akzeptierende Person durch ein Verhalten charakterisiert, das durch internalisierte Werte und nicht durch äußeren Druck geleitet wird, durch einen Glauben an die eigene Kompetenz, sich mit den alltäglichen Lebensanforderungen erfolgreich auseinanderzusetzen, durch Verantwortlichkeit, durch konstruktive Annahme von Kritik, ein Gefühl für den Selbst-Wert und ein Fehlen von Scheu oder exzessiver Selbstbeobachtung (Robinson & Shaver, 1971). Die interne Konsistenz (Kuder-Richardson Formula 20) des Tests liegt bei r =,83. Entsprechend der zugrunde liegenden Theorie haben Erwachsene im Durchschnitt höhere Werte in der Selbstakzeptierung als Jugendliche, Nicht-Klienten wesentlich höhere Werte als Depressive (Sorembe und Westhoff, 1985).5.4 Brief Symptom Inventory (BSI) Das Brief Symptom Inventory (BSI), von L.R. Die Items der Skala Somatisierung fragen Belastungen ab, die durch die Wahrnehmung von körperlichen Dysfunktionen entstehen. Zu diesen Beschwerden zählen einfache körperliche Belastungen bis hin zu funktionellen Störungen, bezogen auf kardiovaskuläre, gastrointestinale, respiratorische Beschwerden und auf andere Körpersysteme mit starker autonomer Mediation, aber auch Informationen zu Schmerz und Unwohlsein in der Grobmuskulatur sowie körperliche Symptome der Angst können von den Fragen erfasst werden (Franke, 2000).

  1. Die Fragen der Skala Zwanghaftigkeit fokussieren auf sechs Symptome, die eng mit dem klinischen Syndrom der Zwanghaftigkeit zusammenhängen.
  2. Dazu zählen Gedanken, Impulse und Handlungen, die von der Person permanent als vorhanden, als nicht änderbar und als ich-dyston oder ungewollt erlebt werden.
  3. Zudem sind bei dieser Skala Fragen integriert, die auf das Verhalten und Empfinden bei einer eher kognitiven Leistungsstörung abzielen (Franke, 2000).
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Zur Skala Unsicherheit im Sozialkontakt gehören vier Items, die leichte soziale Unsicherheit bis hin zum Gefühl völliger persönlicher Unzulänglichkeit beschreiben. Im Vordergrund stehen Selbstzweifel, Selbstunsicherheit und negative Erwartungen in Bezug auf die Kommunikation und das interaktionelle Verhalten mit anderen.

Aber auch Gefühle persönlicher Unzulänglichkeit, Minderwertigkeit und Selbstabwertungen im sozialen Kontakt werden berücksichtigt (Franke, 2000). Die Skala Depressivität umfasst Items, die sich mit Traurigkeit bis hin zur schweren klinisch manifesten Depression beschäftigen. Dabei verdeutlichen dysphorische Verstimmungen und Gefühle ein vermindertes (hedonistisches) Interesse am Lebensalltag, einhergehend mit verringerter Motivation und Energie, Hoffnungslosigkeit und möglichen Suizidgedanken oder andere somatische und kognitive Korrelate der Depression (Franke, 2000).

Sechs Items beschreiben auf der Skala Ängstlichkeit körperlich spürbare Nervosität bis hin zu tiefer Angst. Im Einzelnen können manifeste Angst mit Nervosität, Spannungen und Zittern, Panikattacken und Schreckgefühle mit den Fragen erfasst werden. Die kognitiven Aspekte umfassen Gefühle von Besorgnis und Furcht sowie somatische Korrelate der Angst (Franke, 2000).

Die Fragen der Skala Aggressivität / Feindseligkeit zielen auf Zustände der Reizbarkeit und Unausgeglichenheit bis hin zu starker Aggressivität mit feindseligen Aspekten. Weitere Informationen geben die Items zu den psychologischen Komponenten: Ärger, Aggression, Irritierbarkeit, Zorn und Verstimmung (Franke, 2000).

Die Items der Skala Phobische Angst beschreiben ein leichtes Gefühl von Bedrohung bis hin zur massiven phobischen Angst. Charakteristisch für diese Skala sind Zustände andauernder und unangemessener Furcht als Reaktion auf eine bestimmte Person, einen Platz, ein Objekt oder eine bestimmte Situation, die zu Vermeidungs- oder Fluchtverhalten führen.

Dabei konzentrieren sich die Fragen hauptsächlich auf die mehr pathogenen und spaltenden Manifestationen des phobischen Verhaltens (Franke, 2000). Bei der Skala Paranoides Denken handelt es sich um Fragen, die auf Misstrauen und Minderwertigkeitsgefühle bis hin zu starkem paranoidem Denken abzielen, wobei paranoides Verhalten grundsätzlich als Denkstörung verstanden wird, d.h.

Gedankenprojektion, Feindseligkeit, Argwohn, Grandiosität, Einengung, Angst vor Autonomieverlust und wahnhafte Täuschung werden als primäre Aspekte der Störung definiert (Franke, 2000; Swanson, Bohnert & Smith, 1970). Die Items der Skala Psychotizismus beschreiben das ”milde” Gefühl der Isolation und Entfremdung bis hin zur dramatischen Evidenz psychotischer Episoden.

Die Skala umfasst eine kontinuierliche Dimension des menschlichen Erlebens, die von verzerrtem, isoliertem, schizoiden Lebensstil bis hin zu Primärsymptomen der Schizophrenie wie Halluzination und Gedankenzerfall reicht (Franke, 2000). Neben den Informationen, die der Diagnostiker auf Skalenebene erhält, ermittelt das BSI zusätzlich drei globale Kennwerte.

Diese geben Auskunft über das Antwortverhalten der Probanden bei allen Fragen des Inventars. Der sogenannte GSI (Global Severity Index) misst die grundsätzliche psychische Belastung, der PSDI (Positive Symptom Distress Index) misst die Intensität der Antworten und der PST (Positive Symptom Total) gibt Auskunft über die Anzahl der Symptome, bei denen eine Belastung vorliegt (Franke, 2000).

  1. In einer Studie des Essener Zentrums für Innere Medizin fanden sich an einer Stichprobe von 529 niereninsuffizienten Patienten bei den 9 Skalen interne Konsistenzen zwischen a =,63 und a =,85.
  2. Die Retest-Reliabilität nach einer Woche lag in einer Gruppe von 50 Studierenden zwischen rtt =,73 und rtt =,92.5.5 Handlungskontrolle (HAKEMP) Das Konzept der Handlungs-Lage-Orientierung wurde von Kuhl (1994) entwickelt.

Handlungs-Orientierung umschreibt einen Verarbeitungsmodus, bei dem Personen Informationen gezielt nutzen, Entscheidungen treffen, gezielt handeln, sich wenig ablenken lassen und auf Misserfolge mit vermehrter Anstrengung reagieren. Handlungs-Orientierung impliziert die Fähigkeit, Handlungen trotz Misserfolg weiterzuführen und nicht lange über Misserfolge oder Ursachen der Misserfolge zu grübeln.

  1. Sie beinhaltet das Nachdenken über Problemlösungen und die Möglichkeit, aktiv zu handeln, um möglichst schnell neue Versuche zu starten.
  2. Lage-Orientierung umschreibt einen Modus, bei dem Personen lange grübeln, Informationen ungerichtet sammeln, sich nur schwer entscheiden können, wenig zielgerichtet handeln und auf Misserfolg mit Resignation reagieren (vgl.

Kuhl, 1987a, 1987b, 1999). Lage-Orientierung impliziert Aufgeben und Paralyse nach Misserfolg, langes Grübeln über die Ursachen von Misserfolg und Selbstvorwürfe, sowie kaum Nachdenken über Problemlösungen und sich nicht trauen, neue Versuche zu starten.

Eine hohe Lage-Orientierung, zusammen mit einer belastenden Lebenssituation, führt zu einer eher passiven Haltung dem Problem gegenüber: Zu Grübeln, Selbstvorwürfen, endlosem Analysieren u.a., jedoch nicht zur Bildung von Intentionen, nicht zum Treffen konkreter Entscheidungen, nicht zu aktivem Handeln.

Das psychodiagnostische Instrument Handlungskontrolle nach Erfolg und Misserfolg (HAKEMP) von Kuhl (1990) stellt innerhalb unterschiedlicher Rahmenbedingungen eine aktive Handlungs-Orientierung einer passiven Lage-Orientierung gegenüber. Hieraus kann auf die Veränderungsmotivation eines Klienten geschlossen werden.

Personen, die dazu tendieren, ihre Probleme eher als gegeben hinzunehmen und zu ertragen, werden aus eigener Initiative kaum Anstrengungen in Richtung einer konsequenten Problemlösung unternehmen. Der Test umfasst zwei Skalen mit jeweils 12 Items, die eine bestimmte Situation beschreiben zu der zwei Antwortmöglichkeiten bestehen.

Die eine steht für Handlungs-Orientierung, die andere für Lage-Orientierung und der Proband soll durch Ankreuzen deutlich machen, welche eher auf ihn zutrifft. Die Skala Handlungsorientierung nach Misserfolg erfasst, ob sich eine Person nach einem Misserfolg oder einem unangenehmen Ereignis noch lange mit diesem gedanklich beschäftigt, oder schnell zu anderen Aktivitäten übergehen kann. Die Skala Handlungsorientierung bei der Handlungsplanung erfasst, ob eine Person Schwierigkeiten hat, eine Handlung, die sie sich vorgenommen hat, auch zu beginnen.

Beide Skalen weisen eine hohe interne Konsistenz (Cronbachs alpha) zwischen a =,70 und a =,82 auf (Kuhl und Kázan, 1997).5.6 Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) Die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) von Schwarzer und Jerusalem (1999) ist über 20 Jahre hinweg in redaktionell nur leicht veränderten Versionen eingesetzt worden.

Die verwendeten Items in der vorliegenden Studie entsprechen der aktuellsten Version. Die Skala SWE wird bei Erwachsenen und Jugendlichen eingesetzt (12 Jahre bis ins hohe Alter) und dient der Persönlichkeits-diagnostik. Die Skala SWE ist ein Selbstbeurteilungsverfahren mit 10 Items zur Erfassung von allgemeinen optimistischen Selbstüberzeugungen. Es misst die optimistische Kompetenzerwartung, also das Vertrauen darauf, eine schwierige Lage zu meistern, wobei der Erfolg der eigenen Kompetenz zugeschrieben wird.

  • Das Instrument ist auf der Grundlage des Selbstwirksamkeitskonzepts (perceived self-efficacy) entstanden, das Bandura erstmalig 1977 formuliert hatte und das einen wesentlichen Aspekt seiner sozial-kognitiven Theorie (Bandura, 1977) ausmacht.
  • Es ist als ein situations-spezifisches Konstrukt gedacht, wobei der Grad an Spezifität variieren kann.

Allgemeine SWE stellt dazu einen extremen Pol dar und beruht auf der Annahme, dass Menschen ihre Erfolgs- und Misserfolgserwartungen sich selbst zuschreiben und danach generalisieren können. Dabei finden nicht nur induktive Prozesse (von spezifisch zu allgemein), sondern auch deduktive Prozesse (von allgemein zu spezifisch) statt.

  1. Die Skala SWE misst die subjektive Überzeugung, kritische Anforderungssituationen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.
  2. Dabei wird an neue oder schwierige Situationen aus allen Lebensbereichen gedacht sowie an Barrieren, die es zu überwinden gilt.
  3. Die Skala SWE soll die konstruktive Lebensbewältigung vorhersagen (Jerusalem, 1990; Schwarzer, 1994).

Im Laufe von zwei Jahrzehnten haben zahlreiche Studien gute psychometrische Kennwerte für die Skala hervorgebracht. Beim Vergleich von 23 Nationen streuten die internen Konsistenzen (Cronbachs alpha) zwischen a =,76 und a =,90, in allen deutschen Stichproben zwischen a =,80 und a =,90.

  • Riterienbezogene Validität ist gegeben durch zahlreiche Korrelationsbefunde mit anderen relevanten Variablen.
  • Es gibt enge positive Zusammenhänge zum dispositionalen Optimismus und zur Arbeitszufriedenheit und enge negative Zusammenhänge zu Ängstlichkeit, Depressivität, Burnout, Stresseinschätzungen (Bedrohung, Verlust), usw.

(Schwarzer & Jerusalem, 1999).5.7 Persönlichkeits- Stil- und Störungs- Inventar (PSSI) Das Persönlichkeits- Stil- und Störungs- Inventar (PSSI), von Kuhl und Kazén (1997), ist ein Selbstbeurteilungsinstrument, mit dem die relative Ausprägung von Persönlichkeitsstilen erfasst wird.

  1. Uhl und Kazén (1997) unterscheiden Persönlichkeitsstile von Persönlichkeitsstörungen.
  2. Persönlichkeitsstile sind die relative Ausprägung von nicht-pathologischen Persönlichkeitsstilen, die mit bestimmten Konfigurationen von kognitiven Stilen und motivational-affektiven Grunddispositionen einhergehen, die über Handlungsregulation miteinander in Wechselwirkung stehen und ihren Ausdruck finden (Kuhl, 2001).

Persönlichkeitsstile sind somit als nicht-pathologische Entsprechungen der in den psychiatrischen diagnostischen Manualen DSM-IV (Saß et al., 1996) und ICD-10 (Dilling et al., 1994) beschriebenen Persönlichkeitsstörungen konzipiert. Das PSSI umfasst 140 Items, die 14 Skalen zugeordnet sind: Die Items der Skala selbstbestimmt – antisozial erfassen selbstsicheres Verhalten gegenüber anderen, bzw. unsoziales, verantwortungs- und rücksichtsloses Verhalten zur Durchsetzung eigener Ziele. Die antisoziale Ausprägung beschreibt die Personen als nicht in der Lage zu sein, vorausschauend zu planen und sie können sich den rechtlichen Normen der Gesellschaft nicht anpassen (Kuhl & Kazén, 1997).

  • Mit der Skala eigenwillig – paranoid werden Persönlichkeitsaspekte beschrieben, die zum einem dadurch gekennzeichnet sind, dass Personen ihre eigenen Absichten sehr deutlich erleben und bestrebt sind, die Absichten anderer zu ergründen und sich gegen sie abzugrenzen.
  • In der paranoiden Ausprägung fühlen sich Menschen von anderen häufig ausgenutzt oder benachteiligt und hegen lange einen Groll gegen andere oder können nicht vergeben.

Die Handlungen anderer werden als absichtlich erniedrigend, abwertend oder bedrohlich interpretiert (Kuhl & Kazén, 1997). Die Skala zurückhaltend – schizoid umfasst Items, mit denen Personen eine eingeschränkte emotionale Erlebnis- und Ausdrucksintensität, nüchterne Sachlichkeit sowie eine Gleichgültigkeit gegenüber sozialen Beziehungen mitteilen.

  1. Die pathologischen Ausprägung ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, dass Betroffene keine engen Freunde oder Vertraute haben und sie gleichgültig gegenüber Lob und Kritik von anderen sind (Kuhl & Kazén, 1997).
  2. Der selbstkritisch – selbstunsichere Persönlichkeitsstil beschreibt die Fähigkeit, sich selbst und die Umwelt aufgrund widersprüchlicher Informationen zu hinterfragen.

Personen eines solchen Stils sind sensibel für Kritik und zeigen sich in Gesellschaft zurückhaltend, weil sie denken, nicht so wichtig zu sein. In der selbstunsicheren Ausprägung zeigt sich häufig die Besorgnis, negativ aufzufallen, ausgedrückt durch Angst vor Beurteilungen und Unbehagen in sozialen Situationen.

  1. Die Personen fürchten, sie könnten etwas Unpassendes oder Dummes sagen.
  2. Beziehungen zu anderen Menschen sind nur möglich, wenn sich der Betroffene der Akzeptanz sicher sein kann (Kuhl & Kazén, 1997).
  3. Die Items der Skala sorgfältig – zwanghaft erfassen einen Stil, der durch Gründlichkeit und Genauigkeit in der Ausführung eigener Tätigkeiten gekennzeichnet ist.

Die Persönlichkeitsstörung ist durch Perfektionismus und Starrheit geprägt und drückt sich durch eine übermäßige Gewissenhaftigkeit aus, wodurch geplante Aktivitäten häufig aufgrund der übermäßig strengen eigenen Normen oder Zielvorstellungen nicht realisiert werden können.

Solche Personen stellen berufliche Beschäftigungen oft über Vergnügen und zwischenmenschliche Kontakte (Kuhl & Kazén, 1997). Hauptmerkmal der Skala ahnungsvoll – schizotypisch ist eine besondere Sensibilität für das Erahnen von Ereignissen und Handlungsmöglichkeiten, die weder durch logisches Denken noch aufgrund intuitiver Erfahrung gefunden werden können.

In der pathologischen Ausprägung zeigen sich oft seltsame Glaubensinhalte (Hellseherei, Telepathie u.ä.) und die Personen wirken in ihrem Verhalten oder ihrer äußeren Erscheinung häufig seltsam oder exzentrisch. Die Betroffenen erleben sich in sozialen Situationen als äußerst ängstich (Kuhl & Kazén, 1997).

Der optimistische – rhapsodische Persönlichkeitsstil ist durch eine konsequent positive Lebenseinstellung geprägt. Betroffene können auch negativen Erlebnissen schnell positive Aspekte abgewinnen. In der extremen Ausprägung kann diese Einstellung zu chronischer Schwärmerei und der Unfähigkeit führen, negative Seiten im Selbsterleben und bei anderen Menschen zu sehen, und sich mit Konfliktquellen und Problemen auseinanderzusetzen (Kuhl & Kazén, 1997).

Die Items der Skala ehrgeizig – narzisstisch erfassen einen ausgeprägten Sinn für das Besondere (Leistung, Kleidung, Statussymbole, etc.). Die Persönlichkeitsstörung zeigt sich bei den Personen in erlebter Großartigkeit in Phantasie und/oder Verhalten in Verbindung mit mangelndem Einfühlungsvermögen und Überempfindlichkeit gegenüber Kritik.

Betroffene sind in übertriebenem Maße von ihrer eigenen Bedeutung überzeugt und beschäftigen sich oft mit Phantasien grenzenlosen Erfolges. Sie erwarten häufig von anderen Menschen, dass diese sie auch ohne besondere Leistungen als etwas Besonderes erachten (Kuhl & Kazén, 1997). Die Skala kritisch – negativistisch beschreibt Personen, die eine kritische Einstellung/gesunde Skepsis gegenüber Anregungen, die von anderen Menschen kommen, zeigen.

Häufig ist ein ruhiges Temperament zu beobachten, das den Eindruck einer Gelassenheit gegenüber den Ereignissen der Außenwelt entstehen lässt. In der pathologischen Form drückt sich diese Gelassenheit in operationaler Passivität aus, d.h. auch in solchen Situationen, in denen Aktivität erwartet wird (z.B.

  1. Anweisungen des Vorgesetzten), wird die passive Haltung beibehalten.
  2. Betroffene zeigen einen passiven Widerstand (Vergesslichkeit, Trödelei, etc.) gegenüber Leistungsanforderungen in Verbindung mit der ungerechtfertigten Annahme, missverstanden oder ungerecht behandelt zu werden (Kuhl & Kazén, 1997).

Der loyale – abhängige Persönlichkeitsstil drückt ein loyales Verhalten gegenüber anderen Menschen aus. Dabei werden häufig die eigenen Wünsche zurückgestellt. Im extremen Fall kann es zu einem abhängigen oder unterwürfigem Verhalten kommen und in der Unfähigkeit münden, eigene Entscheidungen zu treffen oder umzusetzen.

  • Betroffene fürchten, von ihrem Partner oder wichtigen Personen verlassen zu werden.
  • Dadurch übernehmen sie auch unangenehme Aufgaben, wenn sie dadurch die Zuneigung anderer erhalten können (Kuhl & Kazén, 1997).
  • Die Fragen der Skala spontan – borderline erfassen eine intensive Emotionalität, die durch spontane Begeisterungsfähigkeit oder Ablehnung von Dingen oder Personen gekennzeichnet ist.

Während spontane Personen als wenig nachtragend beschrieben werden, zeigt sich in der borderline Ausprägung bei den Betroffenen eine massive Instabilität in Bezug auf das Selbstbild, der Stimmung und zwischenmenschlicher Beziehungen (Kuhl & Kazén, 1997).

  1. Mit der Skala liebenswürdig – histrionisch wird ein Stil bei Betroffenen deutlich, der als warmherziges Verhalten gegenüber anderen Menschen bezeichnet werden kann.
  2. In der pathologischen Ausrichtung mutiert dieser liebenswürdige Stil in eine übertriebene sozial orientierte Emotionalität und übermäßiges Verlangen nach Aufmerksamkeit.

Betroffene verlangen ständig Bestätigung und Lob und fühlen sich unwohl, wenn sie nicht im Mittelpunkt stehen. Häufig zeigen sie sich übertrieben attraktiv und verführerisch (Kuhl & Kazén, 1997). Die Items der Skala still – depressiv sind sensitiv für einen Persönlichkeitsstil, der vornehmlich eine passive Grundhaltung ausdrückt, insbesondere ein vertieftes Erleben eigener und fremder Gefühle, ein gedämpftes Erleben positiver Anreize und eine mehr kontemplative als pragmatische Grundeinstellung.

Die depressive Ausprägung ist durch Niedergeschlagenheit, Gefühle der eigenen Wertlosigkeit und Unzulänglichkeit sowie eine pessimistische Grundhaltung gekennzeichnet. Betroffene haben eine kritische Haltung gegen sich selbst, leiden oft unter Schuldgefühlen und sind nicht in der Lage, positive Emotionen zu empfinden (Kuhl & Kazén, 1997).

Die Skala hilfsbereit – selbstlos beschreibt einen Stil, der durch Hilfsbereitschaft, Empathie und soziales Engagement gekennzeichnet ist. In der pathologischen Ausprägung zeigt sich ein übermäßig aufopferndes Verhalten, chronische Unterordnung der eigenen Bedürfnisse unter die anderer Personen und eine Unfähigkeit, angenehme Erfahrungen zu genießen (Kuhl & Kazén, 1997).

  1. Die Konsistenzkoeffizienten (Cronbachs alpha) der PSSI-Skalen variieren zwischen a =,73 und =,85.
  2. Die Retestkoeffizienten (Abstand 6 Wochen) variieren zwischen r =,68 und,83.
  3. Das PSSI weist ein theoretisch außerordentlich stimmiges Netz von Beziehungen mit einer Vielzahl klinischer und nicht-klinischer Verhaltensmerkmale auf, das eine gute Konstruktvalidität des Inventars etabliert.

Faktorenanalytische Untersuchungen bestätigen die dem Inventar zugrunde liegenden theoretischen Annahmen (Kuhl & Kazén, 1997).5.8 Beck – Depressions – Inventar (BDI) Das Beck – Depressions – Inventar (BDI), von Hautzinger, Bailer, Worall und Keller (1995), ist ein weit verbreitetes und in vielfältigen klinischen Zusammenhängen erfolgreich eingesetztes Selbstbeurteilungsinstrument zur Erfassung der Tiefe einer depressiven Symptomatik. Die interne Konsistenz (Cronbachs alpha) des BDI erreicht einen Koeffizienten von ? =,88. Die inhaltliche Validität des BDI ist dadurch gegeben, dass die BDI- Items nahezu vollständig alle im DSM-III-R enthaltenen Beschwerden abbilden. Ebenso weisen die Befunde der äußeren Validität (Rangkorrelations-Koeffizienten zwischen r =,49 und,75) darauf hin, dass das BDI therapiebedingte Veränderungen gut abbildet (Hautzinger et al., 1995).6.

  1. die Gesamt-Stichprobe ist sehr heterogen, was durch eine hohe Prä-Varianz die Effektstärken deutlich reduzieren kann;
  2. in die Gesamt-Stichprobe gehen auch solche Klienten ein, von denen aus theoretischen Gründen keine nennenswerten Therapieerfolge zu erwarten sind, insbesondere sogenannte erfolglose Narzissten (ELNAR): Dies wird die Ergebnisse systematisch verschlechtern;
  3. in die Gesamtstichprobe gehen auch Therapeuten ein, die die Klärungsorientierte Psychotherapie nicht ”lege artis” durchführen und so theoretisch die Effekte verschlechtern sollten.

Wir wollen jedoch als Erstes feststellen, ob die Ergebnisse trotz all dieser restraints noch in einem vertretbaren Rahmen liegen. In einem zweiten Schritt wollen wir dann eine Stichprobe bilden, die eine gute KOP besser abbildet: Wir wollen dann die ELNAR ausschließen (und später gesondert betrachten), um nur solche Klienten zu untersuchen, die tatsächlich gut von KOP profitieren können und wir wollen alle Therapeuten ausschließen, die KOP nicht in angemessener Weise umsetzen.6.1 Ergebnisse der Gesamtstichprobe Zuerst werden wir die Ergebnisse für alle 561 Klienten, also die unselektierte Gesamtstichprobe darstellen.6.1.1 t-Test-Vergleiche Im Folgenden stellen wir die Ergebnisse der Vorher-Nachher-Vergleiche für alle Variablen dar. Hochsignifikante Verbesserungen im IIP-D-K gibt es in den Skalen ”zu introvertiert” (die Extraversion der Klienten nimmt zu), ”zu ausnutzbar” (die Klienten können sich besser abgrenzen), ”zu fürsorglich” (die Klienten achten mehr auf sich) und ”zu expressiv” (Klienten senken ihre soziale Dominanz).

  • Signifikante Verbesserungen gibt es auf der Skala ”zu unterwürfig” (Klienten reduzieren ihr abhängiges Verhalten).
  • Nicht signifikant wird die Skala ”zu streitsüchtig”, allerdings wird deutlich, dass diese Skala auch vor der Therapie nur relativ geringe Werte aufweist, eine Reduktion damit kaum notwendig erscheint.b.

Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression Tabelle 12.2 zeigt die Ergebnisse für die Variablen Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression. Tabelle 12.2: t-Tests zum Vergleich der Mittelwertsunterschiede zwischen dem ersten und zweiten Messzeitpunkt (MZP). Hoch signifikante Reduktionen zeigen sich im ”Neurotizismus” der Klienten und hochsignifikante Anstiege im Ausmaß der Selbstakzeptierung. Der Depressionswert sinkt ebenfalls hochsignifikant.c. Symptombelastung Tabelle 12.3 stellt die Ergebnisse für die Symptombelastung dar. Tabelle 12.3: t-Tests zum Vergleich der Mittelwertsunterschiede zwischen dem ersten und zweiten Messzeitpunkt (MZP). Alle Werte für Symptombelastungen sinken in hoch signifikanter Weise: Somatisierung, Zwanghaftigkeit, soziale Unsicherheit, Depressivität, Ängstlichkeit, Aggressivität, phobische Angst, paranoides Denken, Psychotizismus.d. Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit Tabelle 12.4 zeigt die Daten für Handlungsorientierung und Selbst-Effizienz-Erwartung. Hoch signifikante Zuwächse gibt es in beiden relevanten Skalen der Handlungsorientierung: In der Handlungsorientierung nach Misserfolg (HOM) und in der Handlungsorientierung bei der Planung (HOP). Auch die Selbstwirksamkeitserwartungen steigen signifikant an.e. Bei dem hohen Ausmaß von Persönlichkeitsstörungen in der Stichprobe sind Veränderungen im PSSI besonders interessant. Hochsignifikante Veränderungen gibt es in den Skalen paranoid, schizoid, selbstunsicher, narzisstisch, passiv-aggressiv, abhängig, borderline, depressiv und selbstlos.

Signifikante Veränderungen gibt es auf der Skala zwanghaft. Nicht signifikant sind die Effekte auf den Skalen antisozial (dort sind die Werte allerdings auch vor der Therapie schon recht niedrig), schizotypisch (auch hier sind die Werte vor der Therapie recht niedrig) und rapsodisch (dieser Wert ist für die Therapie auch wenig relevant.

Interessant ist, dass der Wert für histrionisch nicht signifikant sinkt: Hier muss allerdings noch geprüft werden, ob es bei den Klienten, die zu Therapiebeginn die Diagnose ”Histrionische Persönlichkeitsstörung” erhielten, eine signifikante Reduktion gibt.6.1.2 Effektstärken Wir wollen für die Ergebnisse, die wir oben dargestellt haben, Effektstärken berechnen.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Debatten darum, wie die Effektivität von Psychotherapie und Trainings zu operationalisieren bzw. zu messen ist. Je nach ihren Zielvorstellungen verwenden unterschiedliche Therapieformen diverse inhaltliche Konzepte von Effektivität. Dieses zentrale Problem therapeutischer Effektivitäts-Maße lässt sich strukturbedingt nicht beseitigen: Es besteht leider kein Konsens darüber, was Effektivität von Therapie und Trainings bedeutet.

Mit einem Konsens ist auch in absehbarer Zukunft nicht zu rechnen. Die Effektstärke hat sich in Meta-Analysen durchgesetzt, um die unterschiedlichen Erfolgsmaße aus diversen Studien mit unterschiedlichen Fragestellungen an unterschiedlichen Patienten mit unterschiedlichen Therapiemethoden miteinander vergleichen zu können. Da in der vorliegenden Studie nur ein unvollständiges Design vorliegt und die von uns erhobenen Werte nicht mit einer Kontrollgruppe verglichen werden können, ergibt sich zunächst folgende Formel zur Berechnung der Effektstärkemaße (vgl. Grawe, 1992): Sind die Korrelationen der Variablen zwischen den beiden Messzeitpunkten bekannt, so kann dieses berücksichtigt werden. Die Effektstärke wird dann nach folgender Formel (vgl. Cohen, 1977) berechnet: Eine Effektstärke von 1, also die (positive) Veränderung des Klientenmittelwerts (nach bzw. im Vergleich zu vor dem Training) um eine Standardabweichung, bedeutet, dass etwa 85% der Klienten nach dem Training hinsichtlich der Kriteriumsvariable ”bessere” Werte aufweisen als bei dem ”Durchschnittsklienten” vorher.

Cohen (1988) bezeichnet Effektstärken von 0.2 als geringe, Werte von 0.5 als mittlere und ab 0.8-1.0 als hohe Effektstärken. Rosenthal (1982, 1990) verweist auf die häufige Unterschätzung bei der Interpretation von Effektstärken. Er konnte zeigen, dass eine Effektstärke von 0.85, wie sie von Smith, Glass und Miller (1980) in der ersten großen Metaanalyse zur Psychotherapie ermittelt wurde, ein äußerst bedeutungsvolles Ergebnis ist.a.

Interpersonelle Probleme Tabelle 12.6 zeigt die Effektstärken für den Fragebogen für interpersonelle Probleme. Größere Effektstärken ergeben sich nur für zwei Skalen: Die Introversion nimmt ab und die Ausnutzbarkeit der Klienten nimmt in nennenswertem Umfang ab.b. Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression Tabelle 12.7 stellt die Ergebnisse für Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression dar. Für alle drei Maße ergeben sich deutliche Effektstärken: Der Neurotizismus nimmt deutlich ab, die Depression nimmt deutlich ab und das Ausmaß der Selbstakzeptierung nimmt deutlich zu.c. Symptombelastung Tabelle 12.8 präsentiert die Ergebnisse des Fragebogens zur Symptombelastung. Alle Effektstärken des BSI sind hoch bis sehr hoch: Die Symptombelastung der Klienten lässt damit deutlich nach. Besonders ausgeprägt ist der Effekt bei Zwanghaftigkeit, sozialer Unsicherheit und Depressivität.d. Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit Tabelle 12.9 zeigt die Ergebnisse für Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit. Für Handlungsorientierung nach Misserfolg und Handlungsorientierung bei der Planung ergeben sich deutliche Effektstärken, für die Erhöhung der Selbstwirksamkeitserwartung ergibt sich eine hohe Effektstärke.e. Persönlichkeitsstil und -störung Tabelle 12.10 stellt die Ergebnisse für den Persönlichkeitsstil- und Störungs-Fragebogen dar. Für den PSSI ergeben sich deutliche Effektstärken für die Skalen paranoid, selbstunsicher, passiv-aggressiv, abhängig, Borderline, depressiv und selbstlos.7. Diskussion Trotz der oben diskutierten Einschränkungen sind die Ergebnisse zufriedenstellend: Die t-Test-Vergleiche lassen signifikante Verbesserungen erkennen

  • in den interpersonellen Variablen: Die Klienten werden insgesamt – weniger introvertiert, – weniger ausnutzbar, – weniger unterwürfig, – weniger fürsorglich – und reduzieren eine zu starke Expressivität. Insgesamt werden sie sozial durchsetzungsstärker und weniger manipulierbar.
  • Das Ausmaß an Neurotizismus nimmt ab, das Ausmaß an Selbstakzeptierung nimmt zu und das Ausmaß an Depressivität nimmt ab: Insgesamt kann man diese Ergebnisse so interpretieren, dass die Klienten in höherem Ausmaß mit sich selbst zufrieden und ”in Einklang” sind.
  • Das Ausmaß der Symptombelastung nimmt durchweg ab: Damit wirkt sich KOP auch auf der Symptomebene in signifikanter Weise positiv aus.
  • Das Ausmaß der Handlungsorientierung und das Ausmaß der Selbstwirksamkeitserwartung nimmt zu: Dies zeigt, dass die Klienten nun effektiver handeln und sich effektiver entscheiden können, was auch bedeutet, dass sich ihre Selbstregulationsfähigkeit verbessert.
  • Wesentlich sind bei dem hohen Anteil von Persönlichkeitsstörungen in der Stichprobe auch die Ergebnisse des PSSI: Alle Variablen, mit Ausnahme von antisozial (was aber kaum relevant ist, da es in der Stichprobe kaum Klienten mit antisozialer Persönlichkeitsstörung gibt), schizotypisch (auch Klienten mit schizotypischer Störung sind sehr selten), rhapsodisch (was therapeutisch praktisch irrelevant ist) und histrionisch werden signifikant: Die Klienten weisen damit auf der Persönlichkeitsstörung-Dimension signifikante Verbesserungen auf. Warum die Variable ”histrionisch” sich nicht verändert, ist unklar: Es ist aber immer noch möglich, dass gerade die Klienten, die eine histrionische Störung aufweisen, signifikante Veränderungen aufweisen.

Was die Effektstärken betrifft, so erscheint es angesichts der Testverfahren, die hohe Reliabilitäten aufweisen, sinnvoll, die reliabilitätskorrigierte Formel zu verwenden. Wenn man Effektstärken ab 0,5 als relevant interpretiert, ergibt sich folgendes Bild:

  • Für die interaktionellen Variablen ergeben sich signifikante Effekte bei Introversion und Ausnutzbarkeit.
  • Es ergeben sich deutliche Effektstärken für Neurotizismus, Selbstakzeptierung und Depression.
  • Es ergeben sich relevante Effektstärken bei allen Variablen der Symptombelastung.
  • Es zeigen sich deutliche Effektstärken bei Handlungsorientierung und Selbstwirksamkeit.
  • Beim PSSI zeigen sich relevante Effektstärken bei paranoid, selbstunsicher, passiv-aggressiver, dependent, borderline, depressiv und selbstlos. Bei narzisstisch zeigt sich ein eher schwächerer Effekt und histrionisch zeigt keine nennenswerte Effektstärke.

Insgesamt kann man sagen, dass Klienten nach einer KOP-Therapie – selbstsicherer werden, – weniger ausbeutbar und weniger manipulierbar werden, – weniger introvertiert und zurückhaltend, – weniger depressiv, – weniger ”neurotisch”, – weniger symptombelastet, – mehr Selbstvertrauen haben, – eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung aufweisen, – eine hohe Handlungsorientierung aufweisen.

Insgesamt kann man sagen, dass Klienten nach einer KOP-Therapie – selbstbewusster, durchsetzungsfähiger, selbstsicherer und weniger ausbeutbar werden, – extravertierter, weniger sozial misstrauisch, weniger zurückhaltend, – ein höheres Maß an Selbstakzeptierung aufweisen und stärker auf sich selbst achten, – ein höheres Maß an Handlungsorientierung und an Selbst-Effizienz-Erwartung aufweisen.

Konsistent mit den Zielen der KOP weisen die Klienten nach der Therapie ein höheres Ausmaß an Selbstregulation auf: Sie vertrauen stärker ihren Kompetenzen, sind stärker handlungsorientiert, weisen ein positives Selbstwerterleben auf, achten auf sich und können sich stärker abgrenzen.

Bezüglich der Symptome sind die Klienten nach der Therapie – weniger depressiv, – weniger ängstlich, – weniger zwanghaft, – weniger somatisierend, – weniger misstrauisch, – weniger feindselig, – weniger selbstkritisch und weniger negativistisch, – weniger abhängig, – und sie weisen weniger Borderline-Symptome auf.

Betrachtet man die Tatsache, dass die Stichprobe sowohl Klienten enthält, von denen man keine großen therapeutischen Veränderungen erwarten kann, als auch Therapeuten enthält, die KOP nicht ideal realisieren, dass die Stichprobe also eine real Anfallende ist, dann sind die Ergebnisse als Ganzes recht zufriedenstellend: KOP erzeugt bei Klienten konstruktive therapeutische Veränderungen.

Natürlich ist deutlich, dass bisher eine Kontrollgruppe fehlt und wir damit die Ergebnisse den Effekten von KOP nicht zweifelsfrei zuschreiben können: Derartige Absicherungen sind die Aufgaben der zukünftigen Studien. Literatur Alden, L.E. & Phillips, N. (1990). An interpersonal analysis of social anxiety and depression.

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Bin ich paranoid schizophren?

Paranoide Schizophrenie: Halluzinationen – Eine paranoide Schizophrenie erzeugt neben Wahnvorstellungen auch sehr oft Halluzinationen. Dabei handelt es sich um Sinnestäuschungen, bei denen etwas gehört, gesehen oder auch gerochen werden, das nicht existiert.